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Forum - Thema: Label Laserparadise

Thema: Label Laserparadise
Autor Beitrag


Beitrag #1 - erstellt: 26. August 2007
Aetbaar (2004)


Liebe kann tödlich sein ...
Mit Amitabh Bachchan, Bipasha Basu und John Abraham
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Dr. Ranveer Malhotra (Amitabh Bachchan) und seine Frau Sheetal (Supriya Pilgaonkar) haben vor 15 Jahren bei einem Unfall ihren Sohn verloren. Umso intensiver kümmern sie sich nun um ihre einzige Tochter, die College-Schülerin Ria (Bipasha Basu). Doch die Schöne gerät eines Tages an den ruppigen Aryan Trivedi (John Abraham) und verliebt sich glatt in ihn. Die Beziehung verändert sie, sie wird rebellischer. Und als ihr Vater hinter die Beziehung kommt und sie stoppen will, rebelliert sie. Selbst als er Beweise dafür findet, dass Aryan ein Mensch ist, der über Leichen geht, will die Tochter nicht zur Vernunft kommen.
Review
"Aetbaar" sorgte schon bei seiner Veröffentlichung für fünffachen Gesprächsstoff. Erstens wurde er etliche Male verschoben um dann zweitens ausgerechnet an dem Tag zu starten, an dem bereits Amitabhs Khakee anlief. Es war das erste Mal das Big B gegen sich selbst antrat. Dann spielen Bipasha und John die Hauptrollen, die bereits in Jism die Funken fliegen liessen und seither der Klatschpresse liebstes Traumpaar sind. Der Regisseur, Vielfilmer Vikram Bhatt, wurde dann auch noch attackiert, beim Film handle es sich um ein Remake des Mark-Wahlberg-Streifens "Fear" (1996). Und die Story sei damit viel zu identisch zu Bhatts letztem Film Inteha.
"Aetbaar" ist tatsächlich ein Remake von "Fear". Doch zum einen war der bereits selbst ein Abklatsch von "Fatal Attraction" und andererseits wurde "Aetbaar" insofern modifiziert, dass er nun kein Teeniethriller mehr ist. Auch ist die Story wirklich sehr ähnlich zu Inteha, doch was solls: in Bollywood gleichen sich eh etliche Filme wie ein Ei dem anderen. Nein, "Aetbaar" hat viel fundamentalere Probleme. Die beginnen beim Casting. Amitabh Bachchan, der die Rolle aus Freundschaft zum später aus finanziellen Gründen abgesprungenen Prouzenten Sujit Kumar übernahm, ist natürlich ideal als beschützerischer Familienvater. Und auf den ersten Blick macht es auch Sinn, dass Bipasha seine Tochter sein kann, nicht zuletzt, weil beide so auffällige Schönheitsfehler an ihren Augen haben. Aber Bipasha ist kreuzfalsch für die Rolle. Sie trägt filmischen Ballast mit sich. Werke wie Jism oder Raaz, die sie zum sexiesten Star Bollywoods gepusht haben - ob man nun damit einverstanden ist oder nicht. Fakt ist, sie hat das Image der Sexbombe. Deshalb nimmt man ihr das naive College-Mädchen zu keiner Sekunde ab. Man glaubt ihr auch nicht, dass sie sich in Schleimbeutel John Abraham verliebt. Abraham ist gut für Rollen wie die des Cops in Paap oder Bipashas Boy-Toy in Jism. Er muss etwas "Abgestürztes" und "Abgenutztes" an sich haben. Dass er den netten Jungen spielen soll, um Bipasha um den Finger zu wickeln, nimmt man ihm einfach nicht ab. Klar kann man sagen, sie sei auf der Suche nach Abenteuer und werfe sich deshalb diesem "Bad Boy" an den Hals. Aber das kommt so wie sie gezeichnet ist nie herüber. Wenn er dann auch noch seine andauernden Wutanfälle hat, ist die Glaubwürdigkeit eh dahin.
Später im Film, wenn John wirklich zum Biest werden darf, ist er besser. Vor allem bei den fiesen Tricks, die er Amitabh spielen darf. Doch so richtig passiert dennoch nie etwas. Dann kommt das Finale und man fragt sich "das wars?". Fragte sich wohl auch Bhatt, denn er hängt gleich nochmals ein 20-minütiges Finale an. Mit mehr Blut. Viel besser ists dennoch nicht. Da auch der Look von "Aetbaar" unspektakulär ist und die vier Songs nicht zu überzeugen mögen (das Titellied "Aetbaar aetbaar" ist noch das am wenigsten langweilige), hinterlässt "Aetbaar" einen mäsigen Eindruck.
(review gekürzt - alles hier nachlesen )

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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Produktempfehlungen


Beitrag #2 - erstellt: 26. August 2007
Akele Hum Akele Tum (1995)


Mit Aamir Khan und Manisha Koirala
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Kiran (Manisha Koirala) stammt aus einer angesehenen Mittelklassefamilie und lernt eifrig klassischen Gesang. Am Neujahr sieht sie einen Auftritt von Rohit Kumar (Aamir Khan), einem jungen Sänger - und verliebt sich in ihn. Gegen den Willen ihrer Eltern heiratet sie ihn und wird schwanger. Sunil (Master Adil) wird geboren. Nach einigen Jahren bekommt Rohit scheinbar die Chance, einen Filmsoundtrack zu komponieren. Von so einem Erfolg träumen beide und Kiran bittet Kumar, auch ihr Tape einzureichen. Tut er nicht. Nun wird ihr klar, dass sie nur Kumars Traum leben. Nicht den ihren. Sie fasst eine schwere Entscheidung - und verlässt Mann und Sohn. Während er beruflich am Boden ist, avanciert Kiran nun zum Megastar.
Review
"Akele Hum Akele Tum" ist ein unterhaltsames Remake des Hollywood-Klassikers "Kramer Vs. Kramer" mit attraktiven Songs, die aber nicht lange in Erinnerung bleiben, guten Darbietungen von Lagaan-Star Aamir Khan und Bombay-Star Manisha Koirala sowie einer guten Dosis Gefühl. Die Story bietet leider kaum Überraschendes und Aamir ist einfach zu sympathisch für die "böseren" Momente in der ersten Filmhälfte. Da Regisseur Mansoor Khan (Josh), Aamirs Cousin, das Ganze unterhaltsam und kompetent inszeniert, kriegt "Akele Hum Akele Tum" solide drei Sterne - und damit mehr als der ähnlich gelagerte Streifen Rahul.

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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Beitrag #3 - erstellt: 26. August 2007
Asambhav (2004)



Das Unmögliche
Mit Arjun Rampal, Priyanka Chopra und Naseeruddin Shah
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation
Vertrieb: Laserparadise

Story
Der indische Staatspräsident Vir Pratap Singh (Mohan Agashe) besucht mit seiner Tochter Kinjal (Dippanita Sharma) Locarno, da in der Schweiz eine Konferenz zur Kaschmir-Frage stattfinden soll. Doch der Gangster Mabros (Shawar Ali) entführt die beiden. Er will den Präsidenten für 50 Millionen Dollar an die afghanischen Terroristen um Al-Hamas-Führer Yousan Baqsh (Mukesh Rishi) verkaufen, die so ein freies Kaschmir erpressen wollen. Hilfe ist jedoch schon unterwegs: Die indische Regierung schickt einen ihrer besten Army-Männer, Captain Aadit Arya (Arjun Rampal), in die Schweiz. In der indischen Botschaft in Locarno (fragt nicht ...) gibt sich Arya vor Botschafter Sarin und seinem schrägen Team als Reporter aus und recherchiert fortan undercover mit seinem Partner Atul Bhatnagar (Shawar Ali). Die beiden kommen bald dem Drogendealer Sam Hans (Naseeruddin Shah) auf die Schliche. Er bekommt die 50 Millionen in Form von Drogen vom pakistanischen Geheimdienst ISI geschickt. Das Geld soll er den örtlichen IS-Schergen Ansari (Milind Gunaji), Gazi (Tej Sapru) und Hashmi (Model Chetan Hansraj) übergeben, damit die Al-Hamas die Übergabe des Präsidenten finanzieren können. Als Tarnung werden die Drogen mit dem Gepäck der Sängerin Alisha (Priyanka Chopra) ins Land geschmuggelt.
Review
Regisseur Rajiv Rai (Yudh, Gupt, Mohra) ist seit seinem letzten Film Pyaar Ishq Aur Mohabbat, der zu einem grossen Teil in der Schweiz spielte, ein Freund der Eidgenossenschaft. Mit seinem neuen Werk "Asambhav: The Impossible" setzt er noch eins drauf und filmte den Streifen fast komplett in der Schweiz - namentlich im Tessin. Locarno, die Insel Brissago, die Burg von Bellinzona, die Seepromenade in Ascona, der Flughafen Zürich (der natürlich nicht im Tessin liegt) - all dies ist hübsch in Szene gesetzt.
Rai ist aber auch ein Freund von Arjun Rampal. Er hat dem Ex-Model mit Pyaar Ishq Aur Mohabbat zu seinem Debüt verholfen. Nun will er Arjun zum richtigen Actionhelden aufbauen, das machen schon die gestylte Eröffnungssequenz deutlich, in der er mit seinen Muskeln spielen darf. Er ist ja eigentlich auch ideal für eine Rolle als indischer 007, denn Arjun ist suave, attraktiv und kräftig. Doch in "Asambhav" kommen seine Schwächen ans Tageslicht. Die Actionszenen vermasselt er, weil er im Bestreben, cool auszusehen, zu kämpfen vergisst. Und schauspielern muss er nicht gross. Die Close-ups von seinen Augen sind noch die besten Rampal-Momente.
Der verlässliche Naseeruddin Shah wird zum saloppen Clown, "Miss World 2000" Priyanka Chopra darf hübsche Kostüme vorführen und Mukesh Rishi chargiert einmal mehr wie ein Wilder.
Die Akteure sind nicht der einzige Makel von "Asambhav". Auch die Story ist schwächlich. Zum einen ist sie wahnsinnig verwirrend, zum anderen voraussehbar. Letztendlich versagt Rajiv Rai auch als Regisseur. Beim Versuch, den Film jung und trendy zu gestalten, setzt er jedes Stilelement ein, das sein Schnittcomputer hergibt. Splitscreen, Zeitraffer, Zeitlupe, Farbverfremdung, Jump Cuts, Bildverfremdung - alles macht "Asambhav" aber nicht wirklich peppig. Rai hat nämlich wenig Gespür für Dynamik. Am Schlimmsten sind lange Dialogszenen. Da stehen alle Akteure im Halbkreis, zwei referieren und der Rest hört gelangweilt zu. Bei einem solch lahmen Arrangement helfen auch zwanzig Jump Cuts nichts: Es bleibt ein langweiliges Setup.
Taugen denn wenigstens die Songs was? Nicht wirklich. Der Vorspann-Song "Main Sada Hoon" und die Disco-Nummer "Koi Aayega" sind mässig. Letzterer gibt Priyanka wenigstens die Chance, ausgiebig ihre Kleider zu wechseln. "Teri Dekh Dekh" ist ein angenehm relaxter Song, doch in Arjuns schäbiges Kostüm hätte etwas mehr Aufmerksamkeit fliessen sollen. Und er tanzte auch schon besser. "Mashuqua Rubi" beginnt zwischen den Beinen einer heissen Gangsterbraut und bleibt auch danach recht vulgär. Item Girl Mumaut Khan gibt sich besonders lüstern. Das Titellied "Asambhav" ist eine moderne, aber leblose Nummer mit schwacher Inszenierung. Damit bleibt einfach zu wenig Empfehlenswertes.
(review gekürzt - alles hier nachlesen )

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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Beitrag #4 - erstellt: 26. August 2007
Asoka (2001)


Disk 1
Disk 2

Der Weg des Kriegers
Mit Shahrukh Khan, Kareena Kapoor, Hrishitaa Bhatt und Danny Denzongpa
Deutsche Synchronisation, geschnittene Version!
Vertrieb: Laser Paradise
* ohne Pascal Breuer als Shahrukh Khan

STORY
Indien im 3. Jahrhundert vor Christus: Königssohn Asoka (Shahrukh Khan) und sein Stiefbruder Susima (Ajit Kumar) kämpfen um den Thron. Um familiäres Blutvergiessen zu verhindern, schickt Asokas Mutter Dharma (Subhashini Ali) ihn ausser Landes. In Khalima, dem heutigen Orissa, trifft Asoka auf Prinzessin Kaurwaki (Kareena Kapoor) und ihren kleinen Bruder Arya, den Thronfolger. Sie sind vor tödlichen Intrigen am Palast geflohen. Asoka heiratet Kaurwaki und kehrt erst einmal ohne sie in die Heimat zurück. Weil er von dort gleich wieder an die Front beordert wird, kann er seine Frau nicht aufsuchen. Als er nach Khalima zurückkehrt, heisst es, sie sei tot. In Wahrheit hat Arya jedoch den Thron übernommen! Asoka kehrt heim nach Magodha, tötet alle Brüder, übernimmt den Thron und wird ein Tyrann. Er ahnt nicht, wer in Khalima auf dem Thron sitzt und erklärt dem Land den Krieg!
REVIEW
Ein wuchtiges Epos à la Bollywood von Kameravirtuose und Regisseur Santosh Shivan (Terrorist). Der Aufwand ist beeindruckend, die Auflistung der Inhalte ebenso: wunderbare Bilder, theatralische Schauspieler, glühender Regionalpatriotismus, schöne Frauen und etwas zu viele Songs. An den Kinokassen war das 170-Minuten-Mamutwerks trotzdem ein Flop. Wohl auch, weil die Fans Shahrukh als historischen Helden nicht unbedingt akzeptieren wollten. Über die künstlerische Qualität des Films sagt dies wenig aus, denn nicht nur Shahrukh meistert den Part souverän, auch der Rest des Films ist für jeden Fan des etwas anderen Bollywood einen Blick wert.

© Text Marco, molodezhnaja
http://www.molodezhnaja.ch

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Beitrag #5 - erstellt: 26. August 2007
Calcutta Mail (2003)


Mit Anil Kapoor, Rani Mukherjee und Manisha Koirala
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Avinash (Anil Kapoor) kommt nach Calcutta. Er ist auf der Suche nach jemandem und quartiert sich erst einmal in einem alten Mietshaus ein. Dort trifft er auf Bulbul alias Reema (Rani Mukherjee), eine aufgeweckte junge Frau, die sich für Avinash zu interessieren beginnt. Als dieser vom bösen Lakhan (Sayaji Shinde) abgestochen wird, erzählt er Reema, nach wem er sucht: seinem Sohn. Lakhan ist ein Killer und sollte die schöne Politikertochter Sanjana (Manisha Koirala) heiraten. Da sie jedoch verschwindet und mit Avinash eine Familie gründet, ist Lakhan nicht mehr zu halten. Als er sie lokalisiert, tötet er Sanjana und entführt ihren Sohn.
Review
"Calcutta Mail", das Remake des Telugu-Hits "Choodalani Vundi", ist ein kurzweiliges, zu Beginn sehr geradlinig auf Spannung getrimmtes Thrillerdrama, das in der Mitte den Drama-Aspekt ins Zentrum rückt und damit seine inszenatorische Kraft etwas verliert. Dafür kommt ein menschliches Element dazu, das sehr bewegend ist. Anil Kapoor spielt wie letztes Jahr in Rishtey einen Vater, der um seinen Sohn kämpft – doch in den Händen von Regisseur Sudhir Mishra ("Dharavi") ist dieser Kampf so viel gelungener. "Calcutta Mail" lebt von Kapoors Schauspiel. Aber auch die zwei Leading Ladies sind toll. Manisha Koirala hat wieder mal ihren traurigen Blick drauf und man sympathisiert sofort mit ihr. Rani Mukherjee holt das Wohlwollen des Publikums auf ihre eigene Weise: Mit einer frivolen, kecken Performance. Die zwei Frauen spielen im Film nie zusammen, aber beide in einem Film zu haben, ist bereits eine grosse Bereicherung. Zum Schluss verläuft die Story in etwas voraussehbaren Bahnen, aber "Calcutta Mail" ist sicherlich ein sehenswertes, weil spannendes Unterfangen mit tollem Cast.

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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Beitrag #6 - erstellt: 26. August 2007
Chameli (2004)


Mit Kareena Kapoor und Rahul Bose
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
In einer verregneten Nacht fährt der Witwer und Geschäftsmann Aman Kapoor (Rahul Bose) durch die Stadt. Er bleibt im Wasser stecken und kann keine Hilfe anfordern. Also flüchtet er unter ein Dach, wo die Prostituierte Chameli (Kareena Kapoor) auf Kunden wartet. Aman weist sie schroff ab. Doch da Chameli keine Freier aufgabeln kann, kommen die beiden ins Gespräch. Bald erfährt Aman, dass ihr Zuhälter es heute Nacht auf sie abgesehen hat. Aman will helfen.
Review
"Chameli" war der letzte Film, an dem Anant Balani (Jogger's Park, Mumbai Matinee) gearbeitet hat, doch noch während dem Dreh verstarb er am 29.8.03. Die Regie übernahm der Drehbuchautor, Calcutta Mail-Regisseur Sudhir Mishra. Er blieb dem Konzept des Verstorbenen treu, listet ihn in den Credits jedoch bloss für "Original Concept" auf. Wie dem auch sei, "Chameli" ist ein faszinierender Film mit einem faszinierenden Star. Kareena Kapoor in ihrer wohl unglamourösesten Rolle. Sie raucht, flucht, trinkt, kleidet sich mit einem 200-Rupien-Sari und ist geschminkt wie, tja, eben wie eine Prostituierte. Man ist sich zwar stets im Hinterkopf bewusst, dass hier Glamour-Girl und Berufs-Zicke Kareena am Spielen ist, doch sie geht in der Rolle auf. Mimik, Sprache, Dialoge, alles stimmt. Ein paar Mal müssen die Zensoren sogar ihre Fluchwörter weg-piepsen, so leicht und ungezwungen kommen sie ihr über die schönen Lippen.
In gewissem Sinne hat Kareena ja stets etwas "Schlampiges" gehabt (ihre Hasser würden es noch etwas gröber formulieren) - insofern ist der Schritt vielleicht kein so grosser. Auch nicht gerade komplett "out of character" ist Rahul Bose. Der stille Schauspieler, der in Balanis Mumbai Matinee zum Einschlafen anregte, ist völlig okay als vom Leben gefrusteter, trauernder und gelangweilter Businesman, der durch den Eintritt in eine ihm fremde Welt die wahren Werte wieder zu schätzen lernt. Und sich mit Chameli anfreundet. Ein tolles Duo, hinter dem die Nebendarsteller massiv zurückstehen müssen. Es geht nur um die beiden, deshalb kann sich der Film auch erlauben, bloss 103 Minuten lang zu sein. Sogar drei Songs haben darin noch Platz. Der erste, "Thaki thaki di" ist blau geflutet und visuell ziemlich albern, aber noch hübsch musikalisch. "Bhaage re mann" zeigt Kareena beim Tanzen in strömendem Regen und ist sonst ganz okay. "Sajna ve sajna" ist der lüpfigste und vielleicht beste Song im Film.
Die Handlung bleibt ziemlich dünn, beinhaltet aber starke Dialoge und Rückblenden in die Leben der Charaktere. Es passiert etwas gar viel in nur einer Nacht, doch die Logik wird nicht überspannt. Und zum Schluss gibt es, so ganz und gar nicht Bollywood-üblich *Trommelwirbel* ein offenes Ende!
(review gekürzt - alles hier nachlesen )

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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Beitrag #7 - erstellt: 26. August 2007
Chand Bujh Gaya (2005)



Der verloschene Mond
Mit Faisal Khan, Shama Sikander und Faraz Khan
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Rahul Mehta (Faisal Khan) verliebt sich in Saveen (Shama Sikander), die Tochter eines Geschäftspartners. Das macht Rahuls Kollegin Meghna (Sanam Aliza) sauer, die es selbst auf ihn abgesehen hat. Deshalb erinnert sie ihn dran, dass er Hindu ist und Saveen Muslimin (1). Doch das stört Rahul nicht. Auf dem Weg nach Ahmadabad geraten die drei zusammen mit den Reportern Adarsh (Faraz Khan) und Payal in Godhra in einen blutigen Angriff rebellierender Muslime (2). Mehrere Menschen sterben, worauf in Rahul der Hass auf Muslime wächst. Doch er will zu Saveen halten. Derweil eskalieren die Ereignisse in Ahmadabad und anderen Städten (3). Den Chief Minister (Pratap Singh) juckt das kaum. Er arrangiert sogar mit der Opposition die Tötung einiger Hindus, damit das Soll wieder ausgeglichen ist (4). Das zynische Spiel der Mächtigen kostet hunderte von Menschenleben. Auch Saveens Vater ist in Gefahr.
Review
Der muslimische Anschlag auf einen Zug im Bahnhof von Godhra im westindischen Unionsstatt Gujarat forderte am 27. Februar 2002 59 Tote. Der BJP-Chief-Minister Narendra Modi liess der Sache freien Lauf und wurde beinahe des Amtes enthoben. Die nächsten Wahlen haben ihn jedoch im Amt bestätigt, was darauf hindeutet, dass die Wunden in Gujarat noch nicht verheilt sind. Diese schockierende Kette von Ereignissen brachte das säkulare System Indiens beinahe zum Einsturz. Deshalb würden sie einen guten Film verdienen. Den soll es auch geben: In Form des vierstündigen Dokstreifens "Final Solution", der an mehreren Festivals gezeigt wurde und in Teilen Indiens verboten ist.
Regisseur Sharique Minhaj (aka. Shariq Minhaj) und Produzent Faaiz Anwar, der sich einen Namen als Lyrics-Schreiber gemacht hat, haben zweifellos etwas zu sagen. Das ist der traurige Aspekt von "Chand Bujh Gaya": Man kann ihn nicht einfach abschütteln. Vor allem das Finale ist extrem bedrückend - doch nicht etwa, weil sich der Film das Ende verdient hätte, sondern weil man weiss, dass 2002 tatsächlich solche Szenen abliefen. Nicht der Film erarbeitet sich die Emotionen der Zuschauer, die Historie tut es. Der Film davor greift die Ereignisse nämlich auf, verwertet sie aber weder künstlerisch noch kritisch. Nur in einem Bereich ist die Absicht der Macher ganz deutlich: Die Politiker werden in die Pfanne gehauen. Mir ist klar, dass Modi und wohl auch die Opposition die Massen manipuliert und aufgewiegelt haben, doch die Art, wie "Chand Bujh Gaya" dies darstellt, ist grauenhaft polemisch. Das erlaubt dem normalen Volk, zu sagen: "seht, die Politiker sind schuld! Wir sind nur arme manipulierte Kreaturen." So einfach ist es nun wirklich nicht. Es muss Hasspotenzial in der Bevölkerung stecken, damit so etwas überhaupt passieren kann. Und bevor diese Wut und Angst nicht verarbeitet ist, wird es wieder zu derartigen Unruhen kommen. Wer alle Schuld bei den Poltikern sucht, macht es sich viel zu einfach. Deshalb mochte ich die eine Szene, in der Rahul sagt, er empfinde nur noch Hass für alle Muslime (5). Das ist eine Szene, die zeigt, dass es auch im Volk brodelt - doch leider bleibt es bei dieser Passage. Am Rest sind die Minister schuld.
Auch die Lovestory in "Chand Bujh Gaya" ist derart grobschlächtig inszeniert. Keine Chemie, keine Dramaturgie. Der Film stapft unbeholfen vor sich her und endet vor der Zweistunden-Marke. Dabei masst er sich an, Musical, Lovestory und Politfilm zu sein. In nur 116 Minuten. Da fällt ziemlich viel wichtiges Material weg - und das merkt man. Andererseits wollte ich kaum mehr Material in dieser schwach inszenierten Form sehen. Ebenso mies wie die Regie-Arbeit ist zweifelsohne das Schauspiel. Faisal Khan, der Bruder von Aamir Khan, ist eine talentfreie Zone. Rückblickend ist er vielleicht schuld daran, dass Aamirs Mela so ein schwacher Film geworden ist. Jedenfalls kann man nur froh sein, wenn Faisal weiterhin so wenig Filme dreht, wie er das bisher gemacht hat. Die schöne Shama Sikander (Patth) hat am Anfang auch Mühe mit ihrem Part, wächst aber in die Rolle. Die reslichten Akteure, vor allem Debütant Faraz Khan, sind kreidenblass. Das gilt auch für das bisschen Humor. Ärgerlich etwa die Comedy-Einlagen um einen Sikh-Polizisten (6), etwas witziger der Streit der Mädels, welchen Aamir-Film sie sich anschauen sollen (7).
(review gekürzt - alles hier nachlesen )

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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Beitrag #8 - erstellt: 26. August 2007
Charas (2004)



A Joint Effort
Mit Uday Chopra, Jimmy Shergill, Irfan Khan, Hrishitaa Bhatt und Namrata Shirodkar
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Der britische Biologie-Student Sam Higgins (Adam Bedi) gerät bei einer Trecking Tour durch die Berge nahe des Kullu-Manali-Tals an den "Policeman" (Irfan Khan). Der hat in dieser abgeschiedenen Region ein Drogenimperium aufgebaut und liefert das beste Marihuana der Welt, weshalb auch etliche Touristen hier gestrandet sind. Sam verschwindet, worauf in seiner Heimat reagiert wird: der Polizist Dev Anand (Jimmy Shergill) wird nach Indien geschickt, um Sam zu finden. Vor Ort freundet sich Dev mit dem Rumtreiber Ashraf (Uday Chopra) an, der ihn in die Bergregion begleitet. Unterwegs treffen sie auf zwei Frauen, in die sie sich glatt verknallen: Naina (Hrishitaa Bhatt) und Pia (Namrata Shirodkar). Doch beide haben etwas zu verbergen. Und auch die beiden Männer spielen nicht mit offenen Karten. Doch schon bald haben sie einen gemeinsamen Feind: Den "Policeman" und seine Schergen.
Review
Nach seinem gelungenen, aber von einigen überschätzten Debüt Haasil packt Regisseur Tigmanshu Dhulia erneut ein "neues" Thema an. Nicht wirklich neu erfunden, aber immerhin ungewöhnlich für gängige Bollywood-Produktionen: Marihuana. Hier sieht man langsam die beruhigenden Seiten der Droge, denkt in manchen Ländern an Liberalisierung - doch in Indien ist Charas (so der Name von Marihuana in Hindi) eine Droge wie jede andere. Und wer sie raucht, muss im Film entweder böse sein oder sterben. So einfach ist das.
Deshalb kann man von "Charas" auch nicht unbedingt Objektivität erwarten. Doch es ist weniger übel, als ich befürchtet habe. Die Drogen-Zentrale von Irfan Khan (gedreht wurde in Himachal Pradesh) sieht eher aus wie Goa in den 70ern - sprich: eine internationale Hippie-Kommune, in der geraucht, gelangweilt und geknuddelt wird. Und ein wenig gemordet. Doch letztendlich sind diese Leute doch nicht die ganz Bösen. Beim Finale wird diese Rolle auf eine Gruppe von Afghanis übertragen, die den Film komplett wirr machen. Wäre Dhulia beim Charas geblieben und hätte einen Film darüber gedreht, er wäre wohl gut geworden. So gibts zu viele Ablenkungen.
Neben den Afghanis sind das die Frauen. Kein Mann hat etwas dagegen einzuwenden, die beiden niedlichen Girls Hrishitaa Bhatt (wie Khan und Shergill auch in Haasil vertreten) und Namrata Shirodkar (Vaastav) in einem Film zu sehen, aber ihre Rollen sind schlecht motiviert. Die romantischen Beziehungen zu den beiden Helden sind idiotisch. Hätte man den albernen Afghanen-Plot und die Liebesbeziehungen weggeschnitten, "Charas" wäre rund 30 Minuten kürzer, packender und besser. Doch die Überfüllung mit Nebenhandlungen ist nicht das einzige Problem. Ein weiteres ist das Tempo. Es gibt nach der Pause eine lange Rückblende, die spannend beginnt, aber sich verheddert. Und nachdem sie beendet ist, holpert der Film dem Finale entgegen. Die erste Hälfte hat andere Unterbrecher, massgeblich die Songs. Der Titelsong "Charas" erinnert etwas stark an "Khallas" (Company), ist aber okay. Der "Easy Rider"-Song "Hum Hain Deewane" spielt in bildschöner Landschaft. "Yeh Dhuan" ist ein peppiger Raucher-Song, sehr hübsch inszeniert. Und "Bambholy" ist eine groovy Nummer mit Hrishitaa im sexy Top. Die Songs sind nicht übel und stören nicht zu sehr.
"Charas" ist sicherlich kein schlechter Film: die Hauptdarsteller sind gut, die Inszenierung recht routiniert, das Thema an sich spannend - doch der Regisseur weiss nicht richtig, was er eigentlich will, weshalb die Geschichte in ihre Einzelteile zerfällt und der Streifen zum Schluss einen diffusen Eindruck macht. Kann man anschauen ... muss man aber nicht.
(review gekürzt - alles hier nachlesen )

© Text Marco, molodezhnaja
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Beitrag #9 - erstellt: 26. August 2007
Chura Liyaa Hai Tumne (2002)



Du hast mein Herz geraubt
Mit Zayed Khan, Esha Deol und Gulshan Grover
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Die attraktive Tina (Esha Deol) wird nach Bangkok gerufen, wo man ihr mitteilt, dass ihr Onkel Tony bei einem Unfall ums Leben kam. Tony war ein Gangster und an einem Goldraub in Indien beteiligt. Bald hat Tina die Ex-Partner von Tony am Hals, die es auf die 100-Millionen-Beute abgesehen haben. Der einzige, der Tina beschützt, ist der lebenslustige Vijay (Zayed Khan) - doch auch der ist nicht der, der er vorgibt zu sein. Wem kann Tina noch trauen?
Review
Ich kann es kurz machen: "Chura Liyaa Hai Tumne" ist ein rasantes, überproduziertes und recht unnötiges Remake des Cary Grant/Audrey Hepburn-Klassikers "Charade". Die Handlung macht dieselben Kurven - bloss nicht so lustvoll. Um den Mangel an Charme und Witz zu umschiffen, setzt Regisseur Sangeeth Sivan auf Erotik und Action. Die Erotik spielt vor allem in den knackigen Songs und im Zusammenspiel von Newcomer Zayed Khan mit der Gangsterbraut Rakhi Sawant. Die Action kommt zwischendurch zum Zug - aber vor allem in dem mit (für Bollywood-Verhältnisse überzeugenden) "Matrix"-Fights durchzogenen Macho-Finale. Bis dahin vergehen recht kurzweilige 142 Minuten.
Dafür, dass Zayed Khan (übrigens nicht mit einem Star-Khan verwandt, sondern der Schwager von Hrithik Roshan) hier sein Kinodebüt gibt, ist er erstaunlich gut. Er strahlt jugendliche Frische und Verschmitztheit aus - und bietet den Frauen auch etwas fürs Auge. Einzig sein Overacting muss er etwas zügeln: Er aktiviert zu jedem Dialog seine Gesichtsmotorik, was ihn viel zu zappelig erscheinen lässt. Aber ich hoffe mal, das löst sich mit der Erfahrung auf. Weniger überzeugend ist sein Co-Star Esha Deol. Die Halbschwester von Bobby und Sunny Deol ist zwar auch noch in ihrem ersten Schauspiel-Jahr, hat aber mehr Erfahrung als Khan. Sehen tut man davon wenig: Sie spielt allzu naiv und hysterisch, so dass man sie als Herz des Films nur schwer akzeptieren kann. Und von einer Audrey Hepburn ist sie eh meilenweit entfernt. In weiteren Rollen: 08/15-Bösewicht Gulshan Grover mit furchtbarem Bart und Ex-Cricket-Spieler Salil Ankola als Botschafts-Agent Deepak Chopra.
Dank seinem Tempo, dem lustvollen Spiel von Khan, den netten Songs und der geringen Lauflänge macht "Chura Liyaa Hai Tumne" Laune. Alle, die "Charade" kennen, brauchen sich den Film jedoch nicht reinzuziehen - und wer "Charade" vergöttert, sollte diesem Remake sogar fernbleiben, um nicht das Erbe des Klassikers beschmutzt zu sehen.

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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Beitrag #10 - erstellt: 26. August 2007
Daud (1997)



Run
Mit Sanjay Dutt und Urmila Matondkar
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Der Kleinganove Nandu (Sanjay Dutt) wird von einer Terroristengruppe beauftragt, einen Koffer voller Gold zu rauben. Mit unerbetener Hilfe der schönen Tänzerin Bhawani (Urmila Matondkar) führt er den Auftrag aus und ahnt danach, dass er reingelegt wurde. Zum einen scheint in dem Koffer etwas bedeutend Wertvolleres zu sein als Gold und zum anderen sind nun Pinky (Paresh Rawal), Pushkar (Manoj Bajpai) und ihre Terroristen sowie ACP Nair (Ashish Vidyarthi) und seine Cops hinter Nandu und Bhawani her.
Review
Ich zähle mich durchaus zu den Fans von Regisseur Ram Gopal Varma, doch seine Actionkomödie "Daud" ist doch eine leichte Enttäuschung. Das Tempo ist am Anfang noch ganz gut, doch im Mittelteil hängt der Film durch und gegen Schluss begann ich mich doch ziemlich zu langweilen. Da fiel es auch negativ ins Gewicht, dass Varma 2-3 Songs zuviel in den Film drücken wollte. Die Song-Nummern selbst sind unspektakulär, aber zum Glück darf Urmila zu den Beats tanzen: Obwohl ihre Frisur und Alltagskleidung doch schon sehr passé sind, zeigt Urmila nämlich einmal mehr, wieso sie zu den besten Tänzerinnen in Bollywood gehört. Ihre Moves zu den experimentellen Klängen von Komponist A. R. Rahman sind ausgesprochen sexy (v.a. in der zweiten "Tarzan"-Nummer). Schon im ersten Song, in dem Urmila zunehmend sexier wird, ist klar, dass Sanjay Dutt neben ihr aussieht wie ein Trampel. Er hat in den Spiel-Szenen eine recht gute Chemie mit ihr, doch beim Tanzen hat er keine Chance. Sie tanzt ihn schlicht an die Wand. Und das lässt Sanjay noch lächerlicher wirken.
Urmila ist sowieso eines der Highlights in "Daud". Sie ist auch eine der wenigen Bollywood-Ladies, die in dieser Zeit den eigentlichen Helden des Films mal kräftig versohlen darf. Urmila ist sexy - und tough. Eine für Varma typisch gute Frauenrolle, auch wenn sie in der zweiten Hälfte nachlassen muss.
Ein grosses Problem muss ich noch anschneiden: Es ist der Grundton des Films. Eine leichte Komödie mit Actioneinlagen ist ja ok, doch Varma verfehlt mit manchen Sequenzen schlicht das, was man in diesem Genre so erwarten würde. Es gibt z.B. eine Verfolgungsjagd, bei der die Cops die zwei Hauptdarsteller jagen. Dabei sterben etliche der Polizisten. Es ist ja klar, dass die Cops die zwei nicht fangen dürfen, aber die Cops, die in dem Film nicht korrupt sind und klar im Dienst des Guten stehen, einfach so abzumurksen (einer kommt unters Rad des fahrenden Trucks) will einfach nicht zum Ton einer solchen Actionkomödie passen. Eine ebenso seltsam schräg in der Landschaft liegende Szene ist die, in der Pinky befiehlt, eine ganze Familie (inklusive Bub) zu erschiessen. Die Witze, die eingestreut sind, funktionieren dabei nicht und die Gewalt der Szene findet offscreen statt. Das hinterlässt einen sehr schalen Nachgeschmack. Das ist seltsam, ist Varma doch sonst einer, der die Stimmung in seinen Filmen gut trifft.
"Daud" ist also klar einer seiner schwächeren Filme. Er ist nicht mies, sondern einfach durchschnittlich und leidet an ein paar deftigen Problemen (v.a. Sanjay Dutt). Wenn ihr ihn anschaut, freut euch auf eine üverzeugende Urmila, sexy Tanzeinlagen und eine erste Hälfte, die halbwegs gut unterhält.

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Beitrag #11 - erstellt: 26. August 2007
Dhund: The Fog (2003)



Der Nebel
Mit Irfan Khan, Sweta Menon und Apoorva Agnihotri
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Die Freunde Kunal (Apoorva Agnihotri) und Sameer (Amar Upadhyaya) fotografieren Simran (Aditi Govritikar), die schöne Tochter des Industriellen Malhotra, ohne deren Einwilligung und setzen sie aufs Titelblatt ihres Magazins. Simran ist sauer, doch die Wut legt sich schnell und sie und ihre Schwester Kajal (Divya Palat) freunden sich mit den zwei Jungs an. Sameer und Kunal überreden Simran alsbald, bei einem Schönheiswettbewerb mitzumachen. Dort nimmt auch Simrans ehemalige Schulkollegin Tanya (Sweta Menon) teil. Weil sie befürchtet, nicht zu gewinnen, und deshalb fast durchdreht, greift ihr psychopathischer Bruder Ajit (Irfan Khan) zu krassen Methoden: Er erpresst Simran. Sie nimmt dennoch teil und gewinnt. Nun will Ajit sie töten ...
Review
Au Backe, was für ein Reinfall. Der aus Horrorfilmen wie "Scream" oder "I Know What You Did Last Summer" und viel leerer Luft zusammengeschnippselte, mit Musik aus "Psycho" und "Per un pugno di dollari" unterlegte Horrorthriller ist echt zum Abschalten. Haben die US-Vorbilder wenigstens ihre Spannungsmomente und einen Teenie-Appeal, hat "Dhund" gar nichts. Keinen guten Plot, keine guten Schauspieler, keinen guten Killer. Im Gegenteil: Die Akteure, allen voran Neuling Upadhyaya und die schöne Aditi sind Furcht erregend schlecht. Die Handlung ist abstrus und die Auflösung ein Hohn. Der Killer ist einer der albernsten aller Zeiten und seine Mordwaffe (ein Garten-Rechen) lächerlich. Aber eben: Dem Ganzen den Deckel setzt der Schluss auf. Der ist zum Haare ausreissen. Übelst. Da wird ein Plot aus dem Hut gezaubert, der vorher überhaupt keine Rolle spielte.
Und wo ist eigentlich der titelgebende Nebel? Und wo die Spannung? Der Killer überrascht nie sein Opfer und versteckt sich, sondern läuft einfach herum. Buuuh, wie unheimlich. Es gibt einfach keine Spannung in dem Film. Und keine Logik - ein Beispiel: Jemand wird getötet. Die Spuren des Mordes werden verwischt, die Leiche entsorgt. Aber niemand denkt daran, die blutige Badewanne zu entleeren, in der die Person ermordet wurde? Also muss jemand zurück fahren, um sie zu entleeren. So'n Schmarrn. Wieso dann eineinhalb und nicht nur einhalb Sterne? Es gibt ein paar kompetente Nebendarsteller, Aditi ist gut fürs Auge und der dritte Song ist wirklich noch groovy. Sas reicht eigentlich nur für einen Stern, aber ich bin grosszügig. Ihr solltet das nicht sein - und den Film einfach meiden.

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Beitrag #12 - erstellt: 26. August 2007
Duplicate (1998)


Doppelgänger
Mit Shahrukh Khan, Juhi Chawla, Sonali Bendre
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutschen Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise
* ohne Pascal Breuer als Shahrukh Khan

Story
Der schüchterne Bablu (Shahrukh Khan) ist ein ziemlicher Versager, der sogar noch im Bett seiner Mutter (Farida Jalal) schläft. Nun scheint ihm das Glück jedoch hold, als er von der schönen Sonia Kapoor (Juhi Chawla) als Hotelkoch eingestellt wird. Gerade als sich die beiden auch privat näher kommen, wird Bablu verhaftet. Die Polizei hält ihn für Manu (Shahrukh Khan), einen gefährlichen Raubmörder, der aus dem Knast ausgebrochen ist. Die Verwechslung wird zwar aufgelöst, doch fortan schwebt Bablu in Lebensgefahr.
Review
Für SRK-Fans ist "Duplicate" natürlich eine Offenbarung, immerhin darf der Superstar gleich in zwei Rollen auftreten. So sieht man King Khan als etwas idiotischen Komiker und als brutalen Killer. Beides in einem Film - das gibts nicht alle Tage. Die Co-Stars werden zu Nebendarstellern degradiert. Juhi Chawla kommt in ihrer sechsten Zusammenarbeit mit Khan noch am besten weg. Sonali Bendre darf als Manus Loverin vorwiegend ihre erotischen Reize zur Geltung bringen und Farida Jalal gibt mal wieder die typische Filmmutter (sie spielt auch in KKHH Shahrukhs Mutter). Kajol hat einen Kurzauftritt etwa zur Filmmitte am Bahnhof zur Musik von DDLJ.
Inszenatorisch liess sich Regisseur Mahesh Bhatt nicht besonders viel Spektakuläres einfallen. Die Szenen, in denen Shahrukh zweimal zu sehen ist, sind tricktechnisch gut gelungen, auch die Songs sind peppig inszeniert (und wurden zum Grossteil in der Schweiz gedreht) und die Action ist kompetent. Manchmal sogar richtig brutal und rasant - ein Beispiel: Der erste Barfight von Manu mit seinen Ex-Partnern. All diese Elemente sowie das vergnügliche, wenngleich auch hie und da etwas anstrengende, Spiel von Shahrukh Khan machen "Duplicate" zu einer gefälligen Verwechslungskomödie der Marke Bollywood. Grosses Kino? Sicher nicht ... aber nette Unterhaltung allemal.

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Beitrag #13 - erstellt: 26. August 2007
Dus (2005)


Jeder Augenblick zählt!
Mit Abhishek Bachchan, Zayed Khan, Sanjay Dutt, Shilpa Shetty, Sunil Shetty und Esha Deol
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Am 10. Mai plant der Terrorist Jambwal ein Attentat, das über 20'000 Menschen das Leben kosten könnte. Die indische Antiterror-Spezialeinheit ATC unter Siddhart Dheer (Sanjay Dutt) ist alarmiert. Dheer schickt seinen Bruder Shashank (Abhishek Bachchan) und Greenhorn Aditya Singh (Zayed Khan) nach Kanada, wo sie mit der Agentin Neha (Esha Deol) zusammen einen Verdächtigen Namens Himmat Mehendi (Pankaj Kapur) schnappen. Er soll Jambwals Finanzchef sein. Während das Team ihn in die Mangel nimmt, stösst der indisch-kanadische Inspektor Danish (Sunil Shetty) dazu, der sich dem Kampf gegen die Terroristen anschliesst. In Indien kommen Siddharth und seine Partnerin Aditi Kumar (Shilpa Shetty) langsam dem Informantennetz auf die Spur, dass Jambwal aufgebaut hat. Und sie entdecken, dass in ihren eigenen Reihen ein Spitzel sitzt! Die Zeit drängt. In wenigen Tagen soll die ATC aufgelöst werden, da sie mittlerweile auch hohe Politiker unter Terrorverdacht ausspioniert hat und weil der 10. Mai immer näher rückt.
Review
"Dus" ist saumässig cool, unheimlich stylish und delikat besetzt. Doch es muss raus, bevor ich irgendetwas andere bemängle: Für einen Actionthriller ist der Streifen extrem langweilig. Spätestens zur Pause fragt man sich "legt er denn auch irgendwann mal los?"
Aber eben, es schaut gut aus, dieses Teil. Mir ist bisher kein gelackterer und gestylterer Actionfilm aus Bollywood untergekommen, als dieser. Schon die Credits, unterlegt mit dem besten Song des Films ("Dus Bahane") sind eine Augenweide. Insbesondere für Fans der Schauspieler Abhishek Bachchan und Zayed Khan. Die Kerle und Damen kommen daher wie Models, gefilmt in den hippsten Kamerawinkeln, ausgestattet mit den trendigsten Outfits. Dabei den besten auszumachen, fällt mir trotzdem leicht. Es ist nämlich kein "er", es ist Shilpa Shetty. Die Frau fühlt sich einfach wohl in dieser (sexy) Gesetzeshüter-Uniform und macht darin durchaus Sushmita Sens tollem Auftritt in Samay Konkurrenz. Sie strahlt gleichsam Authorität wie Sex Appeal aus. Umso bedauerlicher ist es, dass der Regisseur sie nach der Filmmitte einfach vergisst. Ein dramaturgischer Frevel.
Knapp hinter Shilpa siedle ich Abhishek Bachchan an. Der Aufsteiger 2005 verkörpert das selbstbewusste Coolness-Prinzip ebenfalls spielend und sollte die Damen im Publikum mit Leichtigkeit zum Schmelzen bringen. Sanjay Dutt ist relaxed wie immer. Sunil Shetty enttäuscht, Zayed Khan ist passabel, Gulshan Grover unterverwertet und Pankaj Kapur ziemlich gut. Esha Deol hat mir in ihrem letzten Actionfilm (Dhoom) besser gefallen. Auch sie wird im Verlauf des Films unbedeutend, was umso seltsamer ist, weil ihr Charakter potentiell interessante Züge hat. Aber sie wird einfach zum Anhängsel, ein Ding, das es in dem Film nicht braucht.
Ein Grossteil des Films hinterlässt jedoch dieses Gefühl. Die Hintergrund-Storys der Herren sind da, weil das Publikum sie anscheinend will. Aber sie sind alles andere als nötig, spannend oder interessant. Aus Dans gescheiterter Beziehung machen die Filmer ebenso wenig wie aus Adityas Liebe zu Anu (Dia Mirza).
Die Höhepunkte zwischen den langweiligen Verhören und den noch schläfrigen Lagebesprechungen sind enorm kurz, die Zuspitzung der Ereignisse stets begleitet von Zeitlupe und Hans-Zimmer-Gesang. Auch hier legt Sinha mehr Wert darauf, dass seine Sequenzen cool sind, anstatt spannend. Wenn man einen hippen Film drehen will, sollte man die anderen Aspekte aber nicht ausser Acht lassen, sonst wirds zunehmend lächerlich. Das passiert mit "Dus". Charaktere, die uns nie wirklich nahe gehen, konstant mit versteinerter Miene durchs Bild schleichen zu sehen, verlieren irgendwann seinen Reiz.
Er begann auch ganz gut und sein gelackter Hollywood-Abklatsch von einem Look gefiel mir, nicht zuletzt dank den von Vijay Arora (Padmashree Laloo Prasad Yadav, Rakht) attraktiv gefilmten Locations in Calgary (Kanada). Aber mit jeder Minute wurde es schwieriger, diesen "24"-inspirierten und Werbefilm-mässig inszenierten Streifen ernst zu nehmen.
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Beitrag #14 - erstellt: 26. August 2007
Fida (2004)


Mit Kareena Kapoor, Shahid Kapoor und Fardeen Khan
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Jai (Shahid Kapoor) ist ein junger, aufgeweckter Bursche, der mit seiner besten Freundin Sonia (Kim Sharma) durch die Clubs zieht und nebenbei Ausschau nach seiner Traumfrau hält. Eines Tages erblickt er sie plötzlich: Neha (Kareena Kapoor). Er flirtet mit ihr und gesteht ihr umgehend, dass er sie liebt. Doch erst als er als Liebesbeweis eine Überdosis Pillen schluckt, wacht sie auf und gibt ihm Liebe zurück. Die zwei werden ein Paar. Doch da beichtet ihm Neha, dass ihr Vater 60 Millionen Rupien Schulden hatte. Dieses Geld muss sie zurückzahlen. Jai beschliesst, eine Bank auszurauben, entdeckt dann aber einen Kunden, der gerade mit einer Tasche voller Geld die Bank verlässt. Er folgt ihm - und wird von ihm verprügelt. Der Typ heisst Vikram (Fardeen Khan) und ist der ominöse Internet-Bankräuber, der 5.5 Milliarden Rupien des Gangsters Babu Anna auf ein Schweizer Bankkonto geschmuggelt hat. Vikram bietet Jai 60 Millionen von dieser Beute an - wenn Jai sich dafür bei der Polizei stellt und behauptet, er sei der Internet-Dieb.
Review
Nach der College-Liebeskomödie Ishq Vishq versuchte Regisseur Ken Ghosh was Neues und begibt sich auf das Thriller-Terrain von Abbas-Mustan (Humraaz). Das Resultat: "Fida", ein kurzweiliger und kurzer (120 Min.) Film, der als sympathische Liebeskomödie beginnt. Da ist Ghoshs Entdeckung Shahid Kapoor natürlich im Element. Der oft als Shahrukh-Nachfolger gehandelte Jungstar hat für die Rolle trainiert, zeigt bei jeder Gelegenheit seinen bemerkenswerten Bizeps und seinen vielleicht schönsten Hintern in Bollywood - natürlich versteckt in Jeans. Da es wohl Leute gibt, die ihn noch nicht kennen, hier eine kleine Collage von Shahid aus "Fida". Die Chemie zu Co-Star Kareena Kapoor stimmt. Kein Wunder, schliesslich sind die zwei auch real ein Paar! Kareena ist eigentlich ideal für diese Rolle und meistert sie auch absolut überzeugend.
Etwa zur Filmmitte wechselt die Stimmung und "Fida" wird zum Thriller. Viele Zusammenfassungen verraten bereits zuviel, denn die Wendung ist recht gelungen. Selbst wenn man sie 10 Minuten vorher erahnen kann. Ich bin jedenfalls drauf gestossen, als Fardeen Khan Shahid den ominösen Vorschlag macht. Fardeen überzeugt ebenfalls in seiner Rolle. Dieses Dreiergespann, unterstützt von Kim Sharma, bestreitet den Film quasi im Alleingang. Auch die Chemie zwischen Fardeen und Kareena stimmt, haben die zwei doch auch schon zusammen gespielt (Dev, Khushi).
Schauspielerisch gibt es eigentlich nichts zu bemängeln. Inhaltlich auch nicht gross. Der Film beschreitet kein komplett neues Terrain, hat aber ein mutiges Ende und ein paar Überraschungen. Ken Ghosh inszeniert frisch und recht rassig. Klauen tut er nicht allzu gross. Der offensichtlichste Diebstahl ist die Titelmelodie, die erstmals während dem Vorspann läuft: Das ist Hoto Tomoyasus geniales Stück, das man aus Kill Bill Volume 1 kennt. Der Track kommt immer wieder. Aber er passt. Der Rest der Musik (Anu Malik) ist okay, die Songs auch: "Nazar Nazar" ist eine jugendliche, sexy Nummer, bei der Shahid sich von der besten Seite zeigen kann. "Anja Ve Mahi" ist eine zackige, heisse Club-Nummer, bei der Shahid und Kapoor wild und beeindruckend abtanzen. Die öde Ballade "Dil Mere Naa" bietet schöne Bilder, "Maine Jisko Chaha" liefert auch Fardeen die Chance, ein bisschen zu tanzen. Der Song ist sehr westlich und temporeich, gedreht mit viel Sex und Luxus.
"Fida" ist sicher kein grossartiger Film, doch weil er unterhält, gute Akteure aufweist und ein bisschen Mut zeigt, um eine ungewöhnliche Story zu präsentieren, belohne ich ihn mit knappen drei Sternen.
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Beitrag #15 - erstellt: 26. August 2007
Hey Ram (2002)

Augenblick der Zärtlichkeit (Re - Release!)
Mit Kamal Haasan, Rani Mukherjee und Shahrukh Khan
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
1946: Bei Unruhen in Calcutta wird Aparna (Rani Mukherjee), die Frau des aus Madras stammenden Archäologen Saketh Ram (Kamal Haasan), von Muslimen vergewaltigt und ermordet. Inmitten der andauernden Konfrontationen zwischen Hindus und Muslimen sucht Ram die Mörder und tötet einige von ihnen. Fortan plagen ihn Visionen seiner Frau - aber auch der Männer, die er getötet hat. Ram heiratet später wieder, doch Aparna bleibt seine grosse Liebe. Ihr Verlust treibt ihn immer weiter in die Arme der radikalen Hindus. Letztendlich findet er sich in einer Gruppe wieder, welche die vermeintliche Wurzel allen Übels auslöschen will: Mahatma Gandhi, den sie als Moslem-Unterstützer und damit als Feind sehen. Ram soll den Mord ausführen.
Review
186 Minuten Lauflänge sind für das preisgekrönte Drama des südindischen Megastars Kamal Haasan zwar etwas gar lang, aber es behandelt das ebenso interessante wie kontroverse Thema bleibt stets spannend. In Indien sorgte der Film für ziemliche Unruhe. Zum einen wegen zwei Sexszenen, die für westliche Augen völlig harmlos sind, nach Bollywood-Normen jedoch anstössig. Noch mehr Aufsehen erregte natürlich der Inhalt. Für die einen wurde das Mythos Gandhi demontiert (wenngleich ein Film wie Legend of Bhagat Singh dies viel krasser tat), anderen passte die Aufarbeitung des hinduistisch-muslimischen Zusammenlebens nicht. Tatsächlich erscheinen Muslime anfänglich deutlich als die Bösen. Der Schluss relativiert alles, doch ein Nachgeschmack bleibt.
Zum Glück spielt Superstar Shahrukh Khan (mit Bart) die kleine, aber feine Rolle von Rams bestem Muslim-Freund. Er reisst das Steuer herum und gibt den Muslimen vorher verlorenen Boden zurück. Shahrukh ist definitiv eines der Highlights im Film. Rani agiert ebenfalls vorzüglich in der noch kürzeren Rolle - und ihr Abgang rührt zu Tränen: Er ist auch sehr brutal. Rani wirkt ungeschminkt und natürlich und ihre "Sexszene" mit Kamal passt blendend in den Film. Weitere erwähnenswerte Rollen spielen die Altstars Hema Malini und Om Puri. "Hey Ram" ist dank seiner Inszenierung, der Brisanz und dem starken Spiel der Akteure fast schon ein "Must See"-Film des indischen Kinos. Obwohl ich noch etwas mehr Power erwartet habe, nimmt er in der Bollywood-Liga dennoch einen oberen Rang ein.

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Beitrag #16 - erstellt: 26. August 2007
Hulchul (2004)


Eine verrückte Lovestory
Mit Akshaye Khanna, Kareena Kapoor, Jackie Shroff, Sunil Shetty und Amrish Puri
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Seit vielen Jahren herrscht zwischen zwei reichen Familien Krieg. Den einen Clan führt Seth Angarchand (Amrish Puri) an. Der Patriarch hat seinen Söhnen Shakti (Arbaaz Khan), Balram (Jackie Shroff), Kishen (Paresh Rawal) und Jai (Akshaye Khanna) strikte verboten, jemals zu heiraten oder nur eine Frau ins Haus zu bringen. Der andere Clan wird geleitet von Laxmi Devi (Laxmi), einer resoluten alten Frau mit schwächlichen Söhnen (Sunil Shetty, Shakti Kapoor) und einer schönen Enkelin namens Anjali (Kareena Kapoor). Die Jurastudentin ist kurz davor, den Sohn des Innenministers zu heiraten. Doch Angarchand intrigiert so lange, bis die Vermählung platzt. Laxmi kocht vor Wut und heckt einen Plan aus: Anjali soll Jai verführen und so einen Streit im Hause Angarchgand heraufbeschwören.
Review
Vom Regisseur Priyadarshan, der mit Hera Pheri und Hungama zwei der erfolgreicheren und vielleicht sogar besten Bollywood-Komödien der letzten Jahre abgeliefert hat, fährt für seinen neuen Film "Hulchul" ein beeindruckendes Starensemble auf. Die Ausgangslage böte Material für drei Stunden Geschlechterkampf und Clan-Intrigen. Doch stattdessen sass ich 166 Minuten da und wartete genau darauf. Oder auf gewaltige Lacher. Ohne Umschweife: "Hulchul" ist eine Enttäuschung. Vom derzeit gefeiertsten Comedy-Regisseur neben David Dhawan erwarte ich zumindest das, was seine Stärke ist: Slapstick, Turbulenzen, Scherze! Über weite Strecken ist davon nichts zu sehen.
"Hulchul" ist vielmehr ein unstetiges Ensemble-Stück, das sich nie entscheiden kann, was es sein will. Immer wieder kommt das Gefühl auf, Priyadarshan habe auf seriöses Kino umgeschaltet und präsentiere ein Liebesdrama mit melodramatischem Unterton - doch dann kommt aus heiterem Himmel ein Slapstick-Moment, wie Akshayes und Pareshs Verkleidung als Kuh (analog dem ZAZ-Hit "Top Secret"). Fürwahr hat es unter diesen albernen Momenten ein paar Juwelen, so etwa das finale Gerangel um die Hochzeits-Kette, doch zu viele humorige Stellen bleiben blass. Soviel Potenzial, sowenig Wirkung.
Diese wird noch verstärkt dadurch, dass die Darsteller eigentlich allesamt gut sind. Akshaye Khanna hat Comedy im Blut, hier kann er das jedoch selten beweisen. Kareena Kapoor, die in letzter Zeit ihr komödiantisches Timing verbessert hat, kommt nie ganz auf Touren, bleibt aber sympathisch. Sunil Shetty, Amrish Puri, Jackie Shroff, Shakti Kapoor und der wie immer blasse Arbaaz Khan haben nicht soviel zu tun. Dafür holt sich Paresh Rawal mal wieder die besseren Momente. Heimlicher Star ist aber vielleicht Akshayes Sidekick Arshad Warsi (Waisa Bhi Hota Hai, Part II) als "froschäugiger" Lucky, der immer ins Fettnäpfchen tritt. Er sorgt für die Hälfte aller Lacher im Film.
Die Musik schlägt auf das bereits gedrosselte Tempo, ist aber ganz okay. "Dekho Jara Dekho" ist rockig angehaucht und witzig inszeniert. "Ishq Mein Pyar Mein" kommt verspielt daher, ist aber nicht wirklich gut. Im Hintergrund hübsche Seen - sieht nach Schweiz oder Österreich aus. Es folgt die 08/15-Alpennummer "Rafta Rafta", die die klischierte Inszenierung aber in Tanz und Mimik ironisiert. "Loot Gayee Lanka" sorgt für etwas beschleunigten Puls: Die sehr rassige Zigeuner-Nummer wird von drei feurigen Tänzerinnen umgesetzt. "Hum Dil Ke" macht den schönen Abschluss. Sicher keine Wahnsinnsnummern, aber auch keine Sorgenkinder des Films.
Nein, das Problem liegt alleine bei Priyadarshan, der sich diesmal einfach übernommen hat.
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Beitrag #17 - erstellt: 26. August 2007
Husn (2006)


Liebe & Betrug
Mit Yuvaraj Parashar, Parmita Katkar und Nethra Raghuraman
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Die Tänzerin Nisha (Parmita Katkar) verführt einen ihrer Kunden, der eine Tasche voller Geld bei sich trägt. Ihr Freund Harsh (Sameer Dharmadhikari) soll den Mann danach überwältigen und das Geld an sich nehmen.Der Plan geht schief, Nisha muss den Kerl erschlagen. Während Harsh die Leiche entsorgt, verduftet Nisha mit dem Geld. Sie landet in einer Stadt, in der ihr der Student Sanju (Yuvaraj Parashar) auffällt. Der ist zwar mit der properen Trisha (Nethra Raghuraman) liiert, doch als diese mit der Familie nach Paris verreist, schlägt Nisha zu und setzt all ihre körperlichen Reize ein, um Sanju zu verführen. Nach einer heissen Nacht bereut er seinen Fehltritt und will mit Nisha nichts mehr zu tun haben.
Review
"Husn" ist ein Reissbrett-Produkt, lieblos zusammengesetzt aus ersatzstücken gängiger Thriller-Motive. In Amerika würde ein solcher Film direkt auf Video erscheinen. Wenn er Glück hat. In Indien hingegen, wo kaum ein Direct-to DVD-Markt etabliert ist, kommt Ausschussware wie diese sogar ins Kino. #Gefilmt ist der Thriller von untalentierten Handwerkern, die denken, mit einem schnellen Zoom und einer leichten Schräglage der Kamera, sei bereits das artistische Soll erfüllt. Der Cutter ist wohl über seinem Computer eingeschlafen, denn manchmal passen Szenen einfach nicht zusammen -die "Fatal Attraction"-mässige Szene mit dem getöteten Vogel ist dafür ein Paradebeispiel.Andere Sequenzen scheinen zensurbedingt gekürzt, so etwa das erste heisse Aufeinandertreffen von Nisha und Sanju.
Um die weiteren Punkte der Mängelliste abzuhaken, braucht man nicht viel Platz zu verschwenden: Die Story dümpelt auf C-Niveau, den Songs geht alle Originalität ab, ein Bösewicht mit scheusslicher Frisur taucht aus dem Nichts auf, die Dialoge schmerzen -sind aber wenigstens witzig untertitelt (aus "she's a bad fucking bitch" wird "she's a characterless woman"), der Hintergrundsoundtrack besteht einmal mehr aus unpassenden Konservenmusik, die nicht zur Dramatik der jeweiligen Szene passt, und die Schauspieler haben das Talent mit der Pinzette eingeträufelt bekommen. Dabei hat Hauptdarsteller Yuvaraj Parashar ganz klar am wenigsten abbekommen: Der Debütant schleicht sich mit piepsiger Bubistimme durch den Film, meistens ohne Emotionen zu zeigen. Seine weiblichen Co-Stars sind eine Spur besser: Parmita Katkar, bisher abonniert auf Item-und Nebenrollen (Love Ke Chakkar Mein), setzt ihren knackigen Body mit maximalem Effekt ein und darf schön sadistisch spielen.
Ihr braves Gegenstück Nethra Raghuraman (Turn Ho Nq) hat weniger an der Rolle zu kauen, doch alleine ein Blick auf ihr aufstellendes Lachen entschädigt dafür.
Den Schauspielern kann man sicher nicht den grössten Vorwurf machen, sie arbeiten mit miesem Material und Regisseur Imtiaaz J. Khan ist unfähig, ihre Talentdefizite zu überdecken. Die Figuren geben einfach nichts her und Khan verändert alle paar Minuten die Charakterzüge. So hat Nisha zwischendrin mal ein wenig Herz und spielt das gekränkte Mädchen, dann kommt plötzlich ein psychologisches Problem hinzu -und zum Schluss darf der Held sie trotzdem verstörend lange und genüsslich ohrfeigen für ihre Schandtaten. Die Haue dauert so lange, dass es einem etwas unwohl wird. Aber Imtiaaz J. Khan will uns gleich wieder versöhnen, indem er beim Finale unmotiviert Bilder von Göttern dazwischen schneidet -das hat im indischen Kino Tradition, doch hier bereitet nichts darauf vor, dass Götter in dieser intriganten Welt überhaupt eine Rolle spielen.
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Beitrag #18 - erstellt: 26. August 2007
Judwaa (1998)



Zwillinge
Mit Salman Khan, Karishma Kapoor und Anupam Kher
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Bharosa Malhotra (Dalip Tahil) und seine Frau Geeta (Reema Lagoo) bekommen Zwillinge. Doch noch im Spital eilt ein zum Tode verurteilter Krimineller herbei und entführt eines der Babys. Malhotra kann den Kerl zwar töten, doch sein halbwüchsiger Sohn Ratanlal schwört Rache. Und das Baby geht verloren. So wächst Raja (Salman Khan) ohne Vater auf und wird mit seinem Freund Rangeela (Shakti Kapoor) zum Dieb. Derweil wird sein Zwillingsbruder Prem (Salman Khan) bei Daddy in Amerika gross. Bis Malhotras Freund Sharma (Kader Khan) offeriert, Prem möge seine Tochter Mela (Karishma Kapoor) heiraten. Dummerweise hat die sich schon Raja angelacht. Als Prem auftaucht, sich in Roopa (Rambha) verliebt und auf Leute trifft, die ihn für Raja halten, gibts ein Durcheinander. Zudem droht Gefahr: Ratanlal Tiger (Mukesh Rishi) ist noch immer auf Rache aus!
Review
David Dhawans Komödien ohne Govinda sind meistens seine besseren. "Judwaa" wäre fast ein gutes Beispiel dafür: Die Komödie erreicht nicht ganz das Niveau der besten Salman-Karishma-Komödie (Biwi No.1), bekommt aber fast 3 Sterne und unterhält ganz gut. Die Story ist zwar tausendfach erprobt und in ihrer Hysterie schon fast wieder voraussehbar, aber die Darsteller verleihen ihr genügend Frische. Auch Dhawans komödiantisches Timing funktioniert oft - insbesondere in den Szenen mit Anupam Kher und seinem Assistenten sowie Kader Khan und seinem Schwager.
Salman in seiner Doppelrolle ist ein seltsamer Fall. Seine Rollen sind beide irgendwie unsympathisch (der eine ein Dieb, der andere ein Weichei), aber der muskulöse Star verleiht beiden einen neckischen Touch und geht als Sieger aus dem Film hervor. Karishma ist ganz okay, am besten ist sie dann, wenn sie jemanden verwechselt und ihn beleidigt. Die andere Leading Lady, Rambha, ist dagegen farblos und die Szenen mit ihrer Mutter plump. Auch 08/15-Bösewicht Mukesh Rishi vermag kaum zu glänzen.
Die Story, wie schon erwähnt, ist nicht der letzte Schrei, taugt aber für komödianatische Situationen. Bloss eines ist etwas albern: Am Anfang wird eingeführt, dass der eine Zwilling stets das tut/fühlt, was der andere tut/fühlt. Das macht biologisch keinen Sinn und wird im Film nach Bedarf an- und ausgeschaltet. Hier liegt ein Plot-Element der Handlung klar im Weg. Stört etwas. Noch mehr störten mich die Songs. Ich mag Dhawans Song-and-Dance-Nummern sonst, aber in "Judwaa" sind sie uninspiriert. Nicht nur das: Einige sind richtig übel. "Tu Mere Dil Me" ist fade, der Techno-Track "India is the best" ist Scheisse, "Unchi Hai Building" ist eine mässige Pop-Nummer und "Kabhi Uff Kabhi" sowie "Tan Tana Tan" sind Mittelmass. Bloss "Tera Ana Tera Jana" hat einen einigermassen guten Groove, ist aber wie die meisten Songs im Film fehlplatziert. Es sind die Songs, die den Ausschlag zu 2½ Sternen gegeben haben. Die Akteure mühen sich ab, die Gags sind okay, das Tempo gut und die Lauflänge mit 142 Minuten moderat. Aber bei einem telefonierten Plot und schwachen Songs kann das Gesamtresultat dennoch nicht gegen bessere Komödie bestehen ...

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Beitrag #19 - erstellt: 26. August 2007
Kaaboo (2002)



Mit Faisal Khan, Rajat Bedi, Inder Kumar und Shweta Menon
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Raja (Faisal Khan) ist ein gutmütiger Student, der seinem Vater (Alok Nath), einem ehemaligen Lehrer, treu ergeben ist. Anders Rajas Bruder Shankar (Inder Kumar), der sich vom Vater losgesagt hat, immer wieder im Gefängnis sitzt und für den Gangsterboss Anna (Sayaji Shinde) arbeitet. Als Shankar sich in die hübsche Chandni verliebt, schwört er ihr, ein guter Mann zu werden und will aus dem Geschäft mit der Gewalt aussteigen. Doch Anna, angestachelt von seinem Schwager Kunj Bihari (Mushtaq Khan), reagiert darauf energisch - und lässt Shankar mitsamt Chandni erschiessen. Raja wird Augenzeuge der Bluttat und tötet aus Rache Kunj. Doch damit will er sich nicht zufriedengeben: Auch Anna und dessen politischer Partner, ein Minister (Govind Namdeo), sollen dran glauben.
Review
Mit diesem Cast kann ein Film eigentlich nur in die Hosen gehen: Aamir Khans hysterischer und tlentbefreiter Bruder Faisal Khan in Kooperation mit Langweiler Rajat Bedi (Rocky - The Rebel), Oberlangweiler Sudesh Berry und Chef-Chargierer Inder Kumar - was für ein Aufgebot an schauspielerischem Defizit. Und "Kaaboo" erfüllt die schreckliche Vorahnung komplett: Der plumpe Actionreisser präsentiert seine B-Stars als läppische Möchtegern-Helden in einem trägen, fantasielosen Film. Nichts passiert hier mit Inspiration, kaum etwas erzeugt Spannung.
Auch Nebendarsteller wie Govind Namdeo und Sayaji Shinde sind nicht gerade Experten des subtilen Schauspiels und fügen sich perfekt in die Knallcharge von Film ein. Der einzige würdevolle Schauspieler dürfte Alok Nath als Vater der beiden ungleichen Brüder sein, doch zum Zug kommt auch er kaum. Regisseur Vicky Ranawat legt denn auch wenig Wert auf Charakteren oder Dramaturgie, vielmehr freut er sich wie ein kleiner Bub über seine Kameratricks, wenn er ein Dutzend Mal auf den Helden zoomen darf und jede nur erdenkliche coole Pose mit einer Pistole ausprobiert. Dieses dauernde Alphamännchen-Gehabe geht ungeheuer schnell auf den Geist und die Krönung dieser Dummheit ist, dass nach 136 Minuten rachelüsterner, waffenstarrer Gewaltzelebrierung die Botschaft eingeblendet wird, niemand stehe über dem Gesetz. Das ist gut gemeint, aber nach so einer Revenge-Attacke schlicht verlogen.
"Kaaboo" enttäuscht aber selbst auf brachialer Rachefilm-Ebene. Er ist nicht halb so brutal, wie er denkt, nicht annähernd so actionreich, wie erhofft. Stattdessen jagt ein zähes Setup das nächste, hier mal eine öde Prügelei, da ein wenig Posieren - eine Rezeptur für akute Müdigkeitsanfälle. So etwa ein paar brauchbare Nebendarsteller im Kampf gegen die omnipräsente Talentarmmut. Und die Songs, die zwar keine Topkompositionen darstellen, aber für einen Film wie diesem durchaus einen Qualitätssprung mit sich bringen. Die zwei gefälligsten Stücke sind "Ladki Luma Jhuma" und "Lagi Re" mit Gastauftritten von Shweta Menon und Sänger Sukhwinder Singh.
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Beitrag #20 - erstellt: 26. August 2007
Kabhi Haan Kabhi Naa (1994)


Sie liebt mich, sie liebt mich nicht
Mit Shahrukh Khan, Suchitra Krishnamoorthi und Deepak Tijori
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise
* ohne Pascal Breuer als Shahrukh Khan

Story
Sunil (Shahrukh Khan) lebt mit seiner Schwester Nikki (Saddiya Siddiqui), seinem strengen Vater Vinayak (Anjaan Srivastav) und seiner liebenden Mutter Prabha in Goa. Während sein Papa hofft, Sunil würde sich endlich in der Schule mehr anstrengen und ihm dereinst als Arbeiter in der Garage zur Verfügung stehen, hat Sunil einen anderen Traum: Er will Musiker werden. In der Band seines Kumpels Imran (Ashutosh Gowariker) spielt er leidenschaftlich Trompete und singt. Mit in der Band ist auch Chris (Deepak Tijori), der auf die hübsche Anna (Suchitra Krishnamoorthi) steht. Dummerweise hat auch Sunil längst ein Auge auf sie geworfen. Bei seinen Versuchen, Chris das Mädchen auszuspannen, geht er zu weit und wird aus der Band geschmissen. Erst als der Gangsterboss Anthony Gomez (Goga Kapoor) im Restaurant von Mr. Patel (Tiku Talsania) die Band auspfeift und Sunil rettend eingreift, wird er wieder im Kreis der Freunde aufgenommen. Doch kann er Anna ziehen lassen?
Review
Der mit Jaane Bhi Do Yaaro in den Comedy-Himmel gehievte Regisseur Kundan Shah legte erst zehn Jahre später seine zweite Kinoarbeit vor: "Kabhi Haan Kabhi Naa". Der in keiner Beziehung mit JBDY ebenbürtige Streifen vermag über 152 Minuten köstlich zu amüsieren, trotz einer Fehlerliste, die schier endlos scheint. Der Grund für den gefälligen Gesamteindruck sind der ungewöhnlich erzählte Inhalt, der Charme von Shahrukh Khan und das durchgehende Amüsement.
Erst etwa zur Filmmitte reisst er das Ruder herum und bringt die Gefühle mit nach Liebe sehnendem Blick gut herüber - bis zum Finale, wenn der Schauspieler längst auch die Herzen des Publikums erobert haben dürfte.
Suchitra Krishnamoorthi ist niedlich, der mittlerweile auch als Regisseur arbeitende Deepak Tijori (Khamoshh) trotz schrecklicher Frisur effizient. Jaane Bhi Do Yaaro-Star Naseeruddin Shah hat eine witzige Nebenrolle als Pater Breganza und der Komiker Tiku Talsania sorgt für ein paar Lacher. Zwei Personen stechen zusätzlich heraus: Juhi Chawla gibt am Schluss einen Gastauftritt zum Besten und der zweite spätere Regisseur im Team, Ashutok Gowariker (Lagaan, Swades), spielt den Band-Leader Imran nicht übel.
Die Crew geht wirklich mit, weshalb "Kabhi Haan Kabhi Naa" auch nicht dieselben Fehler macht wie viele Teenie-Filme aus Bollywood, die derart im Zeitgeist drinstecken, dass man sie ein paar Monate später kaum mehr anschauen kann. Dafür macht Shah ein paar andere. Zum ersten eben Shahrukhs zu Beginn nervöses Getue. Dann aber auch das in seiner Struktur ziemlich gewöhnliche Liebesdreieck. Die Musik von Jatin-Lalit ist auch höchstens okay, Shahrukhs Stimme passt mir auch nicht richtig. Und letztendlich ist KHKN auch zu lang, obwohl er mit 152 Minuten nicht gerade einen Längen-Rekord in Bollywood aufstellt. Gegen Schluss hätte man trimmen müssen.
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Beitrag #21 - erstellt: 26. August 2007
Khushi (2003)



Bedeutet Glück
Mit Kareena Kapoor, Fardeen Khan und Amrish Puri
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Karan wird in Calcutta geboren, zur gleichen Zeit kommt in dem Dorf Chamoli das Mädchen Khushi auf die Welt. Der Erzähler (Amitabh Bachchan) erklärt, die beiden seien für einander bestimmt. Jahre später studieren Karan (Fardeen Khan) und Khushi (Kareena Kapoor) als Teenager an der Bombay University. Sie versuchen, ihren Freunden Vicky und Priya endlich zur Liebe zu verhelfen - und kommen sich dabei auch näher. Doch keiner der beiden will sich die Zuneigung eingestehen.
Review
Ein 08/15-Bollywood-Plot ausgewalzt auf 166 Minuten. Wieso Kareena Kapoor vor Filmstart noch verkündet hat, dieser Film sei wie kein anderer, der sie je gemacht habe, versteh ich nicht. Das Publikum wohl auch nicht: Der Liebesfilm, für den Kareena eine Supergage einstrich, floppte. Er hat aber auch gar nicht viel zu bieten, das einen ins Kino lockt: Kareena selbst spielt okay, doch ihr Charakter ist ziemlich albern. Fardeen Khan ist ebenfalls nicht übel, aber blass. Alle anderen Leute im Film sind Nebendarsteller ohne grosse Funktion - das gilt für Amrish Puri (als Khushis Vater) ebenso wie für den immer lästigen Johnny Lever.
Die Songs sind ebenfalls nicht herausragend: Ganz nett choreografiert, flashy gefilmt, sexy getanzt und halbwegs melodiös. Nun gehen mir wirklich langsam die Adjektive für Mittelmässigkeit aus ... "Khushi" ist durch und durch mittelmässig. Ein Bollywood-Komplettist wie ich es bin, wird die 166 Minuten sicher nicht als vergeudete Zeit taxieren, aber jeder, der nur die Perlen aus Bollywoods Filmschaffen herauspickt, sollte diesem Film lieber fern bleiben.

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Beitrag #22 - erstellt: 26. August 2007
Lajja (2001)


Die Schande
Mit Manisha Koirala, Madhuri Dixit, Anil Kapoor, Jackie Shroff, Ajay Devgan, Mahima Chaudhary, Rekha und Urmila Matondkar
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Die Inderin Vaidehi (Manisha Koirala) lebt mit ihrem Mann Raghu (Jackie Shroff) in New York. Er liebt die High Society, flirtet mit einer anderen Frau und schlägt seine eigene hie und da. Vaidehi fühlt sich beschissen - und als sie Rahul, der Mann ihrer Nebenbuhlerin, auch noch mit Raghus Segen anmacht, flieht Vaidehi nach Indien. Dort erfährt sie, dass Raghu einen Unfall hatte und impotent bleibt. Sie erwartet sein Kind, das einzige, das er je haben wird. Er will es sich holen, weshalb Vaidehi flüchtet. Sie landet an etlichen Orten in Indien, wo Frauen für ihre Rechte kämpfen.
Review
202 Minuten volle Frauenpower - kapitelartig inszeniert von Star-Regisseur Rajkumar Santoshi (China Gate) mit etlichen bewegenden Beispielen über die Diskriminierung und fast schon traditionelle Misshandlung der Frauen in Indien. Manchmal ist "Lajja" vielleicht etwas zu plakativ, aber stets engagiert und packend. Bis hin zum ebenso effekt- wie kraftvollen politischen Finale. Songs hat es nur wenige (und auch nicht gerade herausragende), ein paar "komische" Scharmützel wirken plump und das Ende ist etwas zu bemüht, aber ansonsten stimmt hier alles. Auch die erlesene Darsteller-Crew um Manisha Koirala, Jackie Shroff, Madhuri Dixit, Mahima Chaudhary, Rekha oder Ajay Devgan als Revolutionär Bulwa. Da ist der Begriff Epos für einmal wirklich angebracht.

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Beitrag #23 - erstellt: 26. August 2007
Madhubala (2006)



Liebe und Intrigen ... um einen Traum zu leben
Mit Kanishka, Sameer Dharmadhikari und Gurpreet Singh
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Madhubaala (Kanishka) kommt nach Mumbai und träumt davon, Schauspielerin zu werden. Sie kommt beim sympathischen Malhar (Gurpreet Singh) unter, der sie dem schmierigen Kalra vorstellt, der sich darauf spezialisiert hat,Rollen zu verschaffen.Er hofft, Madhu beim gefeierten Regisseur Raj Malhotra (Sameer Dharmadhikari) unterbringen zu können. Madhu nimmt das Heft aber bald selber in die Hand und taucht bei dem Regisseur auf. Der nutzt die Gunst der Stunde und verführt die Schauspielaspirantin. Er verspricht ihr Rollen gegen Sex -doch als Madhu in der Zeitung liest, Raj habe heimlich eine andere Frau (Aditi Gowitrikar) geheiratet, reicht sie Anklage gegen den Filmemacher ein: Wegen 21-facher Vergewaltigung.
Review
Mit seiner zweiten Regiarbeit packt Patth-Regisseur Shivram Yadav ein heisses Eisen an: Sex in Bollywoods Casting-Bereich. Sein Film soll auf dem Disput zwischen Regisseur Madhur Bhandarkar und dem Starlet Preeti Jain basieren, das den Filmemacher der sexuellen Belästigung bezichtigte.
Inszeniert ist das Drama ungemein öde, gespielt eher laienhaft und erzählt ohne Flair. Die Gerichtsverhandlung am Ende ist mal wieder ein Witz und juristisch in den meisten Belangen unhaltbar. Die eigentliche Urteilsverkündung blendet der Film (akustisch) sogar aus -vielleicht hat sich der Regisseur nach Filmende überlegt, dass die Strafe als zu hart oder zu weich erachtet werden könnte ... und liess sie kurzum weg. Dass Yadav seinen Film als vielchichtige Anklage an die Sexualisierung in Bollywood verkauft, macht die Angelegenheit nur noch mühsamer. Hätte er wenigstens ein wenig Spass in sein Unterfangen fliessen lassen, statt alles mit tierischem Ernst durchzuziehen, vielleicht würden einem dann die 133 Minuten nicht so lange vorkommen.
Ablenkung von der schnell einkehrenden Lethargie gibt es kaum: Die Songs taugen nichts, die erhofften Erotikszenen sind lächerlich. Kaum der schlimmste Fehler des Films, aber definitiv eine verpasste Chance, ist der eigentliche Umgang mit der Anklage. Madhu behauptet, Raj habe sie 21 Mal vergewaltigt. Da stellt sich doch sofort die Frage, was heisst in diesem Fall vergewaltigt? Ist die Vortäuschung falscher Erfolgsaussichten bereits eine Vergewaltigung? Oder ist es eher eine variierte Form der Prostitution ihrerseits, denn sie wurde mit "Goodwill" bezahlt und gewehrt hat sie sich nicht. Hier hätte eine interessante Diskussion einsetzen können, die zu einer Schlammschlacht in den Medien hätte führen können. Die Medien werden nur als sensationsgeile Aggressoren gezeigt, aber wieso nicht auch darauf mehr bauen? Wieso die Schlammschlacht ausnutzen und dadurch bei der Gerichtsverhandlung den Schock noch grösser zu machen? Das Potential, das man aus diesem Film herauskitzeln könnte, ist frustrierend. Regisseur Shivram Yadav holt jedoch nur das absolute Minimum raus und serviert ein des Low-Budget-Drama ohne Biss und Pep. Da sind die realen Abgründe hinter dem Glamour-Vorhang Bollywoods sicher spannender.
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Beitrag #24 - erstellt: 26. August 2007
Mazaa Mazaa (2005)



Der Traum einer 15-Jährigen
Mit Payal Rohatgi und Farid Amiri
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Die 15-jährige Jassi ist zwar intelligent, aber nicht sehr hübsch. Wegen ihrer Brille und ihrem biederen Aussehen wird sie ständig gehänselt. Selbst ihr dicker Kumpel Rocky kann sie nicht aufheitern. Ganz besonders schlimme Attacken führt die schöne Monica durch. Das Teenie-Model beleidigt Jassi eines Tages so sehr, dass sie sich nur noch wünscht, endlich erwachsen zu sein. Wie durch ein Wunder fällt das Zauberpulver von Rockys Vater auf sie - und sie wacht im Körper einer 25-Jährigen (Payal Rohatgi) auf! Mit diesem sexy Körper bekommt sie schnell einen Job in der Modefirma des mittlerweile erwachsenen Rocky (Farid Amiri). Die zwei kommen sich näher, doch die Konkurrenz schläft nicht: Monica (Shivani Singh) ist das bekannteste Model auf dem Markt geworden und arbeitet für die Konkurrenz. Jassi erklärt ihr den Krieg und bekommt bei ihrem Kreuzzug gegen Monica Hilfe von Kindern.
Review
"Mazaa Mazaa" beginnt denn auch wie eine schlechte Kinderkomödie: Hässliches Mädchen träumt davon, hübsch zu sein. Um etwas Druck auf das Kind auszuüben, gibts eine hübsche Rivalin, die aber so derbe Worte gebraucht, dass der Film an ein paar Orten offensichtlich geschnitten werden musste. Die Botschaft kommt trotzdem an: du hässlich, ich hübsch. Was wünscht sich also das Mädel? Es will gross sein. Nach dem Bestreuen mit Onkels Zauberpulver sieht sie dementsprechend auch gleich aus wie Payal Rohatgi. Praktischerweise auch gleich im kleinen roten Minirock. Hat sie sich gewünscht, eine sexy Schlampe zu sein? Hat sie sich gewünscht, in der Zukunft zu sein? Egal. Ebenso die Frage, wieso sie plötzlich tanzen kann. Logik lässt man hier gerne beiseite.
Und von da an gehts aber auch hastig bergab. War "Maaza Mazaa" zuvor einfach schwach, so ist er danach schlicht beleidigend. Die 15-Jährige wird zum Objekt lüsterner Männer und verhält sich wie eine 10-Jährige, die sich zu Beate Uhse verirrt hat.
Das Spiel von "Miss Tourism World 2001" Rohatgi ist grässlich. Jeder ihrer Filme dieses Jahr war ungeniessbar und "Mazaa Mazaa" ist es auch. Farid Amiri, ihr Co-Star aus dem unsäglichen Laila - The Mystery, ist aber noch schlechter. Wer jemals auf die Idee kam, diese Salzsäule zum Bollywood-Star zu machen, verdient eine Backpfeife von Steven Seagal. Newcomerin Shivani Singh spielt den Vamp. Im Vorfeld hat Payal lautstark protestiert, sie ziehe ihren Namen vom Film zurück, weil Shivani in einigen Szenen viel zu weit ginge. Sie würde sowas nie tun. Dass sie bei der Aussage nicht rot anlief, ist verwunderlich. Jedenfalls sehe ich bei Miss Shivani nichts enorm Anrüchiges. Vielmehr stört es, dass sie ein Schwabbelbäuchlein über ihrem Minirock trägt. Mir wäre ihre Figur egal, wenn sie nicht als das Supermodel angekündigt würde. Und dann sieht sie aus wie Frau Klöppel aus Buxtehude. Sie hätten lieber das Mädchen genommen, das die junge Monica spielt. Die ist zwar noch nicht volljährig, aber da sich in dem Film eh jeder einen Dreck um Moral schert, wäre das auch wurst.
Mit solch miesen Akteuren kann der Regisseur T.L.V. Prasadh natürlich nicht viel anfangen. Zumal der Mann kein Talent hat. Der Filmemacher, der mit Payal den Semi-Hit Tauba Tauba gedreht hat, versucht seine damalige Bubenfantasie diesmal als Mädchenfantasie zu wiederholen und scheitert in jedem Belang. Schlechte Dramaturgie, schwache Songs, bekloppte Story, schmuddelige Präsentation. Zum Glück ist nach 99 Minuten der Spuk vorbei.
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Beitrag #25 - erstellt: 26. August 2007
Mirchi - It's Hot! (2004)



Mit Nirmal Pandey, Harish Patel und Archana Puran Singh
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Die schöne Anita (Nilofer Khan) ist mit dem treuherzigen Raj Dixit (Bobby Khan) verheiratet. Nur eines trübt das Glück des jungen Paares: Geld. Raj verspricht, dank seiner neuen Arbeit bald seine Finanzen aufbessern zu können, doch Anita geht das nicht schnell genug. Als ihre Nachbarin Mrs. Khanna (Sambhavna Seth) ihr eine lukrative Arbeit vorschlägt, ist sie ganz Ohr: Sie soll als Animierdame für einen brutalen Zuhälter (Nirmal Pandey) arbeiten. Der vergewaltigt sie umgehend und zwingt sie zum Anschaffen.
Review
"Mirchi - It's Hot!" von Z-Regisseur Dinesh Awasthi (Raja Bhai Lagey Raho...). Sein cineastischer Erguss will die Prostitution von unschuldigen Frauen und die brutalen Methoden der Sexgangster anklagen, gleichzeitig durch eine starke Frauenfigur namens Durga Pandey, gespielt von Archana Puran Singh, zum feministische Rundumschlag ausholen.
Die Story packt nie, die Inszenierung mit ihren nervenden Jump-Cuts, Blitzen und "swuusch"-Geräuschen ist eine Plage und die Schauspieler hätten dringend ein paar Monate Nachhilfeunterricht nötig. Im Falle von Nirmal Pandey könnens auch ein paar Jahre sein, denn der Schauspieler chargiert bis zum Gehtnichtmehr. Eine schmierige Bösewichtstolle für Bollywoods Ahnengalerie des "bad acting". Doch die anderen sind nicht viel besser, sicher nicht der stoische Bobby Khan, auch nicht die mühsame Sambhavna Seth, keinesfalls Harish Patel mit seinem immergleichen "Allah"-Spruch und schon gar nicht Archana Puran Singh mit ihrem "ich war mal im Knast und bin nun eine harte Frau"-Dauerfeuer.
Das wiederum müsste sie in ein paar grässlichen Song-and-Dance-Sequenzen, von denen eine schwächer ist als die nächste. Das Titellied wird ganze drei Mal eingespielt, manchmal sogar mit denselben Bildern - eine echte Qual. Kurz: "Hot" ist an diesem Schnellschuss, der nach einer beliebten indischen Radiostation benannt ist, überhaupt nichts, sieht man von ein paar Schmuse- und Lippenschleck-Szenen in der Anfangsphase ab. Da gehts immerhin im Bereich Erotik ein wenig zur Sache - darauf muss der geneigte Fan im Verlauf des Films dann zu allem Übel auch noch immer mehr verzichten. Das kürzeste Zitat fürs DVD-Cover von meiner Seite: "dummdreister Schmuddel-Unsinn der verlogenen und langweiligen Art". Da aber Laserparadise aus ganz und gar unverständlichen Gründen diesen Schrott bereits für den deutschsprachigen Markt lizenziert hat, kann ich mir ein Zitat für die DVD-Hülle wohl ans Bein streichen. Aber wer weiss, vielleicht gibts ja eine Zweitauflage, kann doch sein, dass Zentraleuropas Bollywood-Gemeinde genau auf diesen Mist gewartet hat. Oder?
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Produktempfehlungen


Beitrag #26 - erstellt: 26. August 2007
Na Tum Jaano Na Hum (2002)


Nur dich liebe ich
Mit Hrithik Roshan, Saif Ali Khan und Esha Deol
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Esha Malhotra (Esha Deol) hat gerade ihren College-Abschluss gemacht, als sie sich in einen anonymen Brieffreund verliebt. Sie erzählen einander nichts über ihre Identität. Und so ahnt der Fotograf Rahul Sharma (Hrithik Roshan) nicht, dass ihn seine geliebte Brieffreundin eingeladen hat, als er zu einem Shooting fährt. Die beiden verstehen sich gut, doch dann erfährt Esha, dass Rahul in die Stadt kam, um mehr über sie herauszufinden - damit er seinem besten Freund, dem Playboy Akshay (Saif Ali Khan), berichten kann, ob dieser sie heiraten könnte. Prompt erreicht das Heiratsangebot von Akshays Eltern Eshas Grossvater (Alok Nath). Esha fällt aus allen Wolken, liebt sie doch in Wahrheit ihren anonymen Brieffreund. Der entdeckt derweil, dass niemand anderes als Esha seine Angebetete ist, gibt eine Beziehung mit ihr jedoch auf, weil sie ja nun Akshay heiraten wird ...
Review
"Na Tum Jaano Na Hum" erschien auf dem Höhepunkt der Hrithikmania und vor diesem Hintergrund muss man die schlechten Kritiken sehen, die der Film bekam. Zugegeben, die Dreiecksgeschichte war nicht der grösste Kassenschlager (Platz 16 in den Jahrescharts, Kosten knapp eingespielt) - doch die Abneigung, die viele Kritiker dem Werk entgegenbrachten, war psychologisch. .
Mir gefiel der Film gut. Ein wenig lang, ein wenig forciert, ein wenig voraussehbar, ein wenig abgestanden und ein wenig fatalistisch. Aber: Grossartig gespielt, mit Leichtigkeit inszeniert, schön choreografiert, mit netten Dialogen und einem Finale, das zu Tränen rührt. Als Saif Hrithik nach der "4 years later"-Einblendung wieder trifft, brach ich in Tränen aus. Nochmals als Hrithik das Plüschtier hervorzieht. Die beiden Momente wurden so wunderbar vorbereitet - wie man sich dagegen sträuben kann, ist mir nicht klar. Wer Bollywood mag, sehnt sich schliesslich nach solchen Momenten! Wirklich überzeugend sind sie dank dem Spiel der Hauptdarsteller. Die Nebendarsteller wie Alok Nath rücken (wie einige Kritiker albernerweise ankreideten) komplett in den Hintergrund, doch das erlaubt Hrithik, seine Qualitäten beim Tanzen und Weinen zu beweisen. Saif Ali Khan gefiel mir besser als in all seinen früheren Filmen mit Ausnahme von Dil Chahta Hai. Und Esha Deol ist sicher keine typische Bollywood-Heldin (weil eher "süss" als "schön"), doch sie wird immer besser in der Rolle. Die Songs sind okay, aber nicht der Knüller. Die Musik von Hrithiks Onkel Rajesh Roshan ist besser.
Und dann muss ich noch kurz auf die Dialoge eingehen. Auch die werden in einigen Reviews angegriffen. Wieso? Es hat so köstliche Momente. Etwa, als Saif einen Schatz mit blumigsten Worten aus der Welt der Früchte anpreist und Hrithik antwortet "reden wir über ein Mädchen oder über einen Fruchtsalat." Hihi. Oder Saifs simples "ugh", als Esha auf den zubereiteten Fish kotzt. Herrliche Momente, die dank den Stars funktionieren. Sollen die Nörgeler den Film hassen, mich hat er bewegt und amüsiert. Das macht mich nicht besser, aber glücklicher ...
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Beitrag #27 - erstellt: 26. August 2007
Patth (2004)



Mit Sharad Kapoor und Milind Gunaji
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Avi (Sharad Kapoor) und seine zwei Kumpel legen sich mit Anna, dem Unterwelt-Don von Mumbai an. Um Rache zu nehmen, suchen sie den Kontakt zu Annas rechter Hand Vamarao (Milind Gunaji) und werden von ihm gegen den Willen seines Bosses angeheuert. Bald sind die drei Freunde voll in der Unterwelt involviert und werden zu eiskalten Killern. Die Rache an ihren beiden Bossen ist aber bloss aufgeschoben ...
Review
"Patth" ist einer dieser "was soll's"-Filme: Ganz gut gemacht, ganz okay gespielt und letztendlich solide erzählt - doch zu keiner Minute ist man richtig involviert oder sitzt gespannt da und wartet auf den nächsten Schub von Ereignissen. Ich bin einmal sogar kurz weggenickt, musste zurückspulen und merken, dass ich nichts Elementares verpasst habe. Bollywood macht gerne Unterweltfilme - nicht erst seit Ram Gopal Varmas Erfolgem mit Satya und Company. Und bei 90% dieser Filme sucht man vergebens nach grosser Inspiration. Bei "Patth" ist offensichtlich, dass Regisseur Shivram Yadav besonderen Wert auf Realitätsnähe legte und dies vielleicht seine Motivation darstellte. Das ist löblich, macht ihn aber leider nicht spannender. Zudem sind die Parallelen zu Company etwas aufdringlich. Dessen Item-Number "Khallas" wird sogar einmal eingespielt und bei den drei mässigen (aber im Falle von "Zindagi mein mazaa" immerhin sexy getanzten) Songs kommen exzessiv Jump-Cuts zum Einsatz - wie bei Company.
Die Parallelen sind mir letztendlich egal. Mehr stört mich, dass mich "Patth" so kalt gelassen hat. Trotz guten Fieslingen, trotz einem tristen Ende, trotz akzeptablem Erzähltempo. "Patth" ist kein schlechter Film, bloss einer, der so durchschnittlich daherkommt, dass man ihn nicht anschauen sollte. Nicht einmal von Herzen hassen kann man das Teil. Nicht einmal diese Gefühlsregung bringt er hervor ...

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Beitrag #28 - erstellt: 26. August 2007
Rang (1993)


Die Farben der Liebe
Mit Divya Bharati, Jeetendra, Amrita Singh, Kamal Sadnah, Ayesha Jhulka und Kader Khan
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Die College-Schülerin Pooja (Ayesha Jhukla) ist heimlich verliebt in ihren besten Freund Yogi Joshi (Kamal Sadanah). Der hat seit einiger Zeit aber nur noch Augen für seine reiche Mitschülerin Kajal Malhotra (Divya Bharati). Die beiden werden ein Paar, sehr zum Missfallen von Kajals Familie: Kajals Oma Suchita Madhav Singh (Bindu) führt nämlich einen kalten, steinreichen Haushalt und für sie und ihre Tochter Indu (Amrita Singh) ist klar, dass ein Mann wie Yogi, der von niederem Stand ist, keinesfalls in die Familie einheiraten darf. Zu frisch sind noch die Wunden von Indus zerbrochener Ehe mit dem Arbeiter Ajay (Jeetendra). Ausgerechnet jetzt taucht Ajay wieder auf, um die Führung in der Fabrik seiner Verwandten zu übernehmen. Kann Opa Madhav Singh (Kader Khan) schlichten? Gibt es eine Zukunft für die Liebe von Kajal und Yogi? Und wie reagiert Pooja, wenn sie herausfindet, dass ihr Geliebter keine Gefühle für sie hat?
Review
Regisseur Talat Jani (Jeena Sirf Merre Liye) zeigt sich in seiner zweiten Regiearbeit "Rang" nicht gerade innovativ: ein Liebesdreieck, Standesunterschiede, zerbrochene Familien - all das gehört zum Standard-Geschichtenpool der Liebesfilme Bollywoods.
Zudem birgt "Rang" mit seiner Hauptdarstellerin Divya Bharati eine spannende Hintergrundgeschichte: Bharati, geboren am 25.2.1974, stieg mit 16 Jahren ins Filmgeschäft ein und drehte mehrere Erfolge in der südindischen Sprache Telugu. Ihr Bollywood-Debüt gab sie mit 18 in "Vishwatma", es folgten die beiden Shahrukh-Khan-Werke Deewana und Dil Aashna Hai. Während dieser Blütephase ihrer frühen Karriere heiratete Divya heimlich den Bollywood-Produzenten Sajid Nadiadwala (Jaan-E-Mann) und konvertierte Gerüchten nach zum Islam. Wenig später, am 5.4.1993, stürzte sie vom fünften Stock eines Mumbaier Apartment-Hauses in den Tod. Sie war gerade 19 Jahre alt und um ihr Ableben entstanden die wildesten Gerüchte: War sie betrunken? War es Suizid? War es ein Unfall? Waren es ihre Verwandten, die sie ermorden liessen? Oder war die Mafia Schuld, mit der sich Divyas Gatte eingelassen haben soll? Auf jeden Fall sorgte der Tod dieser jungen Hoffnungsträgerin in Bollywood für einiges Aufsehen und Sajid Nadiadwala widmet ihr bis heute seine Filme.
Divyas Tod sorgt denn auch für den grössten technischen Stolperstein im Film, denn sie hatte eine einzige Szene noch nicht abgedreht: Als Altstar Jeetendra zum Flughafen fährt, um sie vom Abflug nach Amerika abzuhalten, wäre eine emotionale Sequenz geplant gewesen, welche nicht mehr gefilmt werden konnte. Es folgt lediglich ein knallroter, harter Schnitt, der den unwissenden Zuschauer gehörig verwirrt.
Aber wie bereits gesagt: Die Songs selbst sind geglückt, sie repräsentieren den typischen 90er-Jahre Filmmusik-Stil. Dazu eine amüsante Bobby-Hommage, solides Schauspiel, passable Inszenierung - fertig ist der 08/15-Bollywood-Streifen.
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Beitrag #29 - erstellt: 26. August 2007
Rog (2005)

Wenn Liebe krankhaft wird
Mit Irfan Khan, Ilene Hamann und Himanshu Malik
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Der Polizist Uday Singh Rathod (Irfan Khan, 1) ist suizidgefährdet, hält sich aber immer knapp am Leben - und über Wasser. Sein neuster Fall sorgt dafür, dass er für einmal andere Gedanken hat: Das Supermodel Maya Solomon (Ilene Hamann) wurde in ihrem Haus ermordet (2). Uday hat ein paar Verdächtige schnell beeinander. Da ist der arrogante Schriftsteller Harsh Vardhan (Suhel Seth), der Maya entdeckt und geliebt hatte. Und Mayas Liebhaber Ali (Himanshu Malik), den sie heiraten wollte. Ebenfalls verdächtig macht sich Shyamili (Shyamoli Varma), Mayas Tante, die eine Affäre mit Ali hatte. Während den Ermittlungen fühlt sich Uday immer mehr selbst zur Verstorbenen hingezogen, er träumt von ihr und schaut stundenlang ihr Foto an. Da passiert etwas völlig Unerwartetes ...
Review
Manchmal frage ich mich schon, ob bestimmte Kritiker den gleichen Film gesehen haben wie ich. Im Falle von "Rog" habe ich etwa gelesen, es sei ein neuer Tiefpunkt im Bereich der Skin-Flicks. Jener Bollywood-Filme also, die in letztere Zeit vermehrt Haut und Intimitäten gezeigt haben. Dabei ist "Rog" unglaublich zahm. Es handelt sich um einen hundskommunen Krimi mit ein paar Schmuseszenen. Murder, Jism, Ab...Bas! oder Madhoshi waren viel expliziter. Es war hingegen die Werbung, die den Eindruck erweckte, "Rog" sei ein schlüpfriger Streifen. Die Bilder, die veröffentlicht wurden, zeigten einzig und alleine das schöne südafrikanische Model Ilene Hamann in lüsternen Posen. Das verzerrt den Inhalt des Films gewaltig. Es gibt zwei kurze und weitgehend im Schatten spielende Bettszenen und ein Rückblick, der Ilene in Model-Posen zeigt. Dies erst noch stark verfremdet (3). Doch damit hat es sich.
Der Film ist auch nicht wirklich gut, nackte Haut hin oder her. Dabei beginnt er eigentlich souverän und hat ein wahnsinniges Plus: Irfan Khan, der Mann aus The Warrior und Haasil, spielt mit Gusto und beherrscht den Film von der ersten bis zur letzten Sekunde. Schade eben, dass neben ihm alles verblasst. Nicht zuletzt die anderen Akteure. Frau Hamann, die hier ihr Leinwanddebüt gibt, sollte sich so schnell wie möglich wieder aufs Modeln besinnen. Sie sieht nämlich eindrücklich aus, doch um ihr schlechtes Schauspiel zu beschreiben, fehlen mir die Worte. Nicht viel besser weg kommt Khwahish-Schlaftablette Himanshu Malik in einer ausgesprochen ermüdenden Rolle.
Die Krimi-Handlung taugt ebenfalls nicht viel. Die Aufklärung des Mordfalls kommt im Schneckentempo voran und die Lösung ist absolut banal. Etwas mehr Raffinesse hätte dringelegen, vor allem, weil zuvor die Beziehung von Uday zu Maya (die er nur von Bildern her kennt) so stimmig aufgebaut wird (4). All dies ist letztendlich für die Katz: "Rog" ist ein inhaltlich dürftiger, extrem formelhafter und langsamer Krimi mit einer tollen Performance von Irfan Khan. Alle anderen Darsteller kann man getrost vergessen. Positiv überrascht war ich lediglich noch vom Soundtrack von M. M. Kreem, der bereits bei Saaya und Jism für schöne Töne gesorgt hat. Highlight ist diesmal der erste Track "Maine Dil Se Kahan". Doch wegen diesen schlecht in den Plot integrierten Background-Nummern braucht man sich "Rog" nicht anzusehen. Lieber die CD kaufen und Irafn in einem besseren Film bestaunen.
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Beitrag #30 - erstellt: 26. August 2007
Shakti: The Power (2002)



Mit Karishma Kapoor, Nana Patekar und Shahrukh Khan
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise
* ohne Pascal Breuer als Shahrukh Khan

Story
Nandini (Karishma Kapoor) lebt bei ihren beiden Onkeln in Kanada. Dort verliebt sie sich in Shekhar (Sanjay Kapoor), heiratet ihn und bekommt ein Kind: Raja. Als der ein paar Jahre alt ist, wird das Familienglück erschüttert: Shekhar erfährt von blutigen Unruhen in Bihar - und seine Mutter sei dabei verletzt woren. Ohne seine Frau aufzuklären, reist Shekhar mitsamt der Familie nach Indien. Nun lernt Nandini ihren Schwiegervater kennen: Den sadistischen Narasimha (Nana Patekar, Salaam Bombay!). Er führt einen seit Generationen andauernden Krieg gegen einen verwandten, rivalisierenden Clan. Shekhar will wieder einmal schlichten, doch dabei gerät er ins Kreuzfeuer - und findet den Tod. Nun ist Nandini ihren Schwiegervater ausgeliefert. Er sperrt sie im Anwesen ein und nimmt ihr Raja weg. Er will ihn selbst grossziehen.
Review
Eine höchst dramatische Story auf 3 Stunden ausgedehnt. Mein Hauptproblem mit dem Film ist, dass er so unglaublich hysterisch ist. Karishma Kapoor rennt mit aufgerissenen Augen durch die Szenerie und darf fast nichts anderes tun als schreien. Gleiches gilt für den etwas überforderten Sanjay Kapoor. Und auch Nana Patekar wackelt mit dem ganzen Körper, wenn er etwas sagt. Das alles macht das Werk schrecklich unruhig. Damit noch nicht genug. Der Film hat drei weitere gravierende Probleme: Eines ist die etwas seltsame Verwendung von Gewalt, das andere das schwache Ende. Wenn schon andauernd Gewalt, dann bitte auch konsequent: D.h. lasst jemanden den verfluchten Narasimha töten! Als Nandini ihn einmal verprügelt, gerät das Blut in Wallung. Der Film ist schliesslich so konstruiert, dass man allen Hass auf den Patriarchen projiziert - wenn also der Streifen einen ehrlichen Schluss will, dann müsste der Typ sterben. Ich bin nicht auf Blut aus, aber auf Konsequenz. So kommt er einfach davon, als ob nichts geschehen wäre. Ja man könnte sogar noch denken, er sei ein nobler Mensch - und das verzerrt den gesamten Film, die gesamte Kritik an diesen Frauen-verachtenden Patriarchen. Der dritte Punkt: Shahrukh und Aishwarya. So geil es ist, die beiden bei Regen tanzen zu sehen und so groovy ich den Song finde ("Ishq Kamina"), es passt einfach nicht. Zum einen ist der Song scheusslich platziert, zum anderen ist Shahrukhs Rolle viel zu gross und ablenkend. Aishwarya spielt sich mehr oder weniger in dem Song selbst, das geht als Cameo durch, aber Shahrukh hat eine echte kurze Rolle - und zieht viel zu viel Aufmerksamkeit auf sich. Alles Wurst, also? Nö, der Film (übrigens produziert von Sridevi) hat seine Qualitäten. Karishma ist eigentlich ganz gut, die Story im Kern brisant und das Ganze packend inszeniert. Wirklich überzeugen kann das Mischmasch aber kaum ...

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Beitrag #31 - erstellt: 26. August 2007
Shart: The Challenge (2004)


Die Herausforderung
Mit Tusshar Kapoor und Gracy Singh
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Der Werberegisseur Karan Kapoor (Tusshar Kapoor) ist verliebt in Sonam (Gracy Singh). Die beiden wollen bald heiraten. Doch noch necken sie sich gerne. Karan lässt sich von Sonam sogar zu einer Wette überreden: Er müsse irgend ein Mädchen dazu bringen, ihn so fest zu lieben wie sie es tue. Gewinne er, würde sie sich geschlagen geben und ihm ein Geschenk überreichen. Karan liebt Wetten und akzeptiert. Sonam wählt sofort die Frau aus: Die wunderschöne Milliardärstochter Sarayu (Amrita Arora). Sie hat keinen Freund, weshalb die Eroberung leicht scheint. Grösstes Hinderniss ist ihr Bruder Nanda (Prakash Raj), der sie hütet, wie seinen Augapfel. Als Karan am Ziel scheint und Sarayu sogar Heiratspläne schmiedet, wird es den beiden Wettenden etwas mulmig ...
Review
Das Remake des Telugu-Blockbusters "Badri" (2000) ist eine traurige Sache: Involviert ist einiges an Talent, doch das Resultat ist trotzdem ein Langeweiler erste Grades. Gewichtige Rollen im Original wurden von Amisha Patel und Prakash Raj gespielt. Raj übernimmt nochmals den selben Part, Amisha tritt im zweiten Song für einen Gastauftritt auf. Die Nummer ist denn auch der heimliche Höhepunkt des ganzen Films. Der Rest ist eine lange Liste von Enttäuschungen:
Die Akteure sind schwach. Tusshar bleibt flapsig und die Ausgangslage verhindert, dass man ihn als Helden sieht. Immerhin tut er ja den ganzen Film hindurch nichts Sympathisches. Gracy Singh ist kreidenblass und trägt die Comedy-Szenen schlecht. Erst gegen Schluss blüht sie auf. Girlfriend Amrita Arora ist ganz okay, Anupam Kher als Tusshars Vater eine komplette Verschwendung. Am miesesten ist jedoch Rajpal Yadav. Er scheint sich in letzter Zeit eine Karriere mit jenen Rollen aufzubauen, die früher an Johnny Lever gingen. Doch diese anstrengenden Comic-Relief-Szenen passen ihm nicht. Anscheinend gibt ihm nur Ram Gopal Varma Rollen, die auch zu ihm passen.
Die Inszenierung ist lausig. Der Film ist mit 137 kurz, jedoch schrecklich langweilig. Die Bilder sind lustlos, der Schnitt holprig. Die Handlung lässt zu wünschen übrig. Die Ausgangslage diktiert geradezu das Dreiecksdama des letzten Drittels, doch bis es soweit ist, müht man sich durch Standardsituationen ohne Raffinesse. Erst die letzte Viertelstunde bietet so etwas wie einen Plot.
Ein paar kleine Glanzlichter setzen die Tanznummern. "Hai Chquita" mit Amisha und "Badri"-Star Pawan Kalyan ist der Höhepunkt mit seinem Ennio-Morricone-Start und Western-Ästhetik. Tiefpunkt ist der erste Song "Hum To Hai Indian", der schludrig inszeniert ist und militaristische Lyrics hat, die nicht zum Rest des Films passen. "Abhi Abhi", "Dil Tera Badmash" und "Hasati Hai" sind mässig, "Dil Tho Awara Hai" und "Dil Mein Mere" auch - doch die spielen immerhin in der Schweiz.
Das Fazit ist letztendlich schnell gefunden: Auslassen. "Shart: The Challenge" ist keine Herausforderung und bei manchen involvierten Leuten hat man das Gefühl, sie verkaufen sich unter Wert.
(review gekürzt - alles hier nachlesen )

© Text Marco, molodezhnaja
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Beitrag #32 - erstellt: 26. August 2007
Unlimited Nasha (2005)



Dangerous, Sexy and Wet
Mit Amrita Dhanoa, Aadarsh Kumar und Sudesh Berry
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Die junge Dichterin Madhumati (Amrita Dhanoa) verliebt sich bei einer Lesung in den Minister Amar Deshmukh (Aadarsh Kumar). Trotz der Warnung ihres Freundes, des angehenden Polizisten Bharat (Sudesh Berry), lässt sie sich mit dem verheirateten Amar ein. Dessen Frau Madhubala (Nidhi Tiwari) ist nur auf sein Geld aus und reagiert auf Konkurrenz selbstredend mit Aggression.
Review
Mal wieder ein gigantischer Reinfall von Bollywoods Z-Film-Front: "Unlimied Nasha" ist ein Schmuddelthriller unterster Schublade, billigster Machart und langweiligsten Inhalts. 166 Minuten visuelle Pein, 166 Minuten gestelzte Dialoge, 166 Minuten talentfreie Schauspieler. Dass sich dieser Schrott auf dem Cover als "An Unforgettable Musical Saga" anpreist, ist nur der Gipfel der Beleidigungen. Ja, es stimmt, "Nasha" geht einem so schnell nicht aus dem Kopf, selbst wenn man ihn so schnell wie möglich vergessen möchte. Und wenn das eine Musical Saga ist, dann ist Bipasha Basu der 15. Dalai Lama.
Nach drei Minuten weiss man bereits, dass man den Kauf dieses Machwerks bereuen wird. Eine kurvige Dame schreitet aus dem Meer, zieht an ein paar lüsternen Jungs vorbei und steuert auf einen Kerl zu, der am Boden sitzt. Sie langt ihm zwischen die Beine (sieht man von der Seite) und geht mit dem Arm auf und ab. Dann (surprise!) zieht sie eine Flasche aus dem Sand. Der lächerlichste Masturbations-Ersatz, den die Leinwand je gesehen hat. Aber es geht noch weiter: Da der Hersteller der Flasche wohl gegen den Missbrauch in so einer Zelluloid-Gülle geklagt hat, musste das Logo nachträglich ausgebrannt werden. So marschiert die Dame mit einer "wegradierten" Flasche davon. Das war das Intro. Und was danach kommt, ist noch viel viel übler.
Schon die Ausgangslage ist grotesk: Diese sexy Lady ist nämlich keine Prostituierte oder ein Vamp nach gängiger Bollywood-Manier, sondern eine Dichterin. Unser Held Amar verliebt sich bei einer politischen Lesung in sie, als ihr kurz der Sari verrutscht und er ihr üppiges Décolleté sieht. So läuft das in der High Society. Dieser Event dauert im Übrigen satte zehn Minuten. Die Protagonisten liefern sich eine Art politisches Poesie-Duell, öde gefilmt und in dramaturgisch uninspirierter Art aufgezogen. Schon an dieser Stelle des Films möchte man den Dialogschreiber strangulieren. Den ganzen Film hindurch reden die Leute wie drittklassige Dichter mit an den Haaren herbeigezogenen Metaphern. Dagegen ist selbst George W. Bushs Rhetorik Poesie.
Es folgt der übliche Brei aus kurzen Schmuseszenen, durchschaubarem Thrillerplot, lästigem Indizienprozess, faden Musical-Einlagen und hoffnungslosen dramatischen Konfrontationen. Tiefpunkte des nicht enden wollenden Films sind zum Beispiel all jene, bei denen der zu füllige Amar-Darsteller Aadarsh Kumar seinen behaarten Body mit Weinfass-Ästhetik in die Kamera hält. Oder die, in denen die Akteure verzweifelt versuchen, zu küssen, und dabei aussehen wie Paviane beim Bananen-Verzehr.
(review gekürzt - alles hier nachlesen )

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Beitrag #33 - erstellt: 26. August 2007
Yeh Dil (2003)



Dieses Herz
Mit Tusshar Kapoor und Natassha
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Das College-Sportass Ravikumar Saxena (Tusshar Kapoor) ist der Sohn des Milliardärs Raghuraj Pratap Singh (Akhilendra Mishra). Seine Mutter ist vor Jahren gestorben, der Vater hat keine Zeit für ihn. Da trifft der einsame Ravi an der Schule auf die Vorzeigeschülerin Vasundhara (Anita aka. Natassha), in die er sich beim gemeinsamen Lernen verliebt. Doch Ravis Vater heisst diese Beziehung ebenso wenig gut wie Vasus Papa, der berüchtigte „Ringer“ Mithwa Yadav (Vineeth), der unter der Fuchtel seiner herrischen Schwester steht. Raghuraj Pratap Singh geht sogar soweit, einen befreundeten Commissioner (Sharat Saxena) einzuschalten, um die Liebenden auseinander zu bringen. Da alle Versuche keinen Erfolg bringen, sind alsbald die Eltern bereit, auch Gewalt anzuwenden.
Review
Mit „Yeh Dil“ transportierte Regisseur Teja seinen Telugu-Film „Nuvvu Nenu“ ins Bollywood-Kino. Doch die Inspiration könnte irgendwo her kommen: Es handelt sich um eine 08/15-Story, die zuvor schon in Dutzenden von indischen Filmen verbraten wurde. Gegen Schluss häufen sich besonders die Parallelen zu Aamir Khans Durchbruchfilm Qayamat Se Qayamat Tak. Doch da man mangelnde Originalität noch so mancher Bollywood-Romanze ankreiden kann, sollte man dies hier nicht zu sehr gewichten. Teja schafft es immerhin, 147 Minuten auf halbwegs solidem Niveau zu unterhalten.
Als Hauptdarstellerin übernahm er Anita, die schon in „Nuvvu Nenu“ den Part spielte und in ihren anderen Bollywood-Filmen eigentlich auf den Namen Natassha hört - so auch in Kucch To Hai, in dem sie erstmals neben Tusshar Kapoor spielte. In „Yeh Dil“ haben die beiden den Charme eines eingeübten Duos, doch das Drehbuch verhindert die grossen Emotionsschübe. Stattdessen läuft alles nach Schema ab und echte Überraschungen bleiben aus. Das gilt auch für Tusshars Spiel: Der Sohn von Altstar Jeetendra spielt sympathisch, aber ohne viel Schwung oder Charisma.
Dagegen ist die Musik des Duos Nadeem-Shravani schon fast inspiriert: Zu flotten Rhythmen gesellen sich innige Melodien und entlocken mehr Reaktionen, als es der Rest des Films fertig bringt. Brutale Action? Ja, „Yeh Dil“ bekam für den deutschen Markt eine FSK-16-Freigabe, was wegen der südindischen Vorlage nicht überrascht. Im Tamil- und Telugu-Kino enden etliche Romanzen in ruppigen bis bluttriefenden Fehden. Hier ist es nicht anders: Es gibt Schlägereien, Platzwunden und Tote.
Betroffen ist ein Kind. Der Killer, der von Ravis Dad ausgesandt wird, schreitet „Terminator“-gleich, ohne Emotionen zur Tat, tötet erst eine Kuh und erschiesst danach einen kurz vorher eingeführten, kleinen Buben. Ziel der Szene ist es, zu zeigen, wie brutal der Kerl ist. Wir sollen ihn hassen. Das tun wir auch, doch das Kind geht danach völlig vergessen. Dass jemand für die Liebe unseres Heldenpaars sterben muss, ist nichts Ungewöhnliches im Hindi-Kino. Doch dann werden diese Opfer gebührend gefeiert oder betrauert, denn immerhin haben sie ihr Leben gegeben, damit andere sich lieben können. Hier? Nichts davon. Bub ist tot, weiter im Text. Ich war ziemlich schockiert über diesen dramaturgisch plumpen Einsatz von Gewalt gegen Kinder.
Überhaupt eskaliert gegen Schluss der Film in Sphären, die ihm nicht gut tun. Eine Bösewichts-Figur wird plötzlich lieb, eine andere irr, eine dritte geht vergessen. Dafür bekommen wir ein anfänglich noch bewegendes Volksaufmarschs-Finale, das derart ausufert, dass es lachhaft wird. Der alberne Abschluss eines ansonsten durchschnittlichen Films. Inspiriert ist an „Yeh Dil“ nichts, spannend auch nicht, echt bewegend sowieso nicht. Doch die Songs sind gut, die Stars halbwegs sympathisch und die Lauflänge nicht übermässig strapaziert. Das reicht noch knapp für einen verregneten Sonntag Nachmittag.
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Beitrag #34 - erstellt: 26. August 2007
Zeher (2005)



Wenn sich Liebe in Gift verwandelt ...
Mit Emran Hashmi, Shamita Shetty und Udita Goswami
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Laserparadise

Story
Inspektor Siddharth Mehra (Emran Hashmi) ist ein unbestechlicher Polizist in Goa. Doch seine berufliche Aufopferung geht soweit, dass er seine Frau Sonia (Shamita Shetty) vernachlässigt. Sie verlässt ihn und erzählt ihm kurz zuvor, dass sie abgetrieben hat (1). Seither ist Siddharth ein nachdenklicher Mensch und damit leichte Beute für die schöne Anna (Udita Goswami). Siddharth hilft ihr eines Nachts nach Hause und wird von ihr verführt (2). Siddharth bereut die Kurz-Affäre schnell, doch so ganz kann er nicht von Anna lassen - zumal in ihm der Beschützerinstinkt geweckt wird: Ihr Gatte Sean (Sameer Kochhar) verprügelt sie regelmässig. Und so geht die Affäre weiter, bis Anna zu ihrem Doktor gerufen wird. Der erklärt ihr, sie sei schwanger von Siddharth. Noch schlimmer: Sie leide an Krebs im Endstadium (3). Nur eine teure Operation in Mumbai könne sie retten. Um diese zu finanzieren, plündert Siddharth den Safe mit beschlagnahmtem Drogengeld. Kurz darauf brennt Annas Haus ab (4). Sie und ihr Mann sterben den Flammentod. Die Ermittlungen in dem Fall führt ausgerechnet Sonia. Während Siddharth alle Spuren verwischen muss, die zu ihm führen, spürt Sonia, dass ihr Noch-Gatte etwas verheimlich (5).
Review
Die Mukesh Bhatt-Produktion "Zeher" ist eine äusserst schamlose Kopie des Denzel-Washington-Thrillers "Out of Time". Aber für einen Bollywood-Film ist er überraschend spannend. Ich habe bei mehreren Gelegenheiten darauf hingewiesen, dass Bollywood-Regisseure Mühe mit grosser Spannung haben und deshalb Thriller und Horrorstreifen oft Richtung Trash abwandern - oder schlicht nicht gut sind. Umso erfrischender, einmal einen Thriller zu sehen, der immerhin den Aufbau von Spannung einigermassen versteht. Regiedebütant Mohit Suri hat zwar eben eine Vorlage, der er 1:1 folgen kann, aber trotzdem lässt er seinen Helden à la Hitchcock in ein immer grösseres Gewirr von Problemen schlittern. Die Schlinge um seinen Hals zieht sich zusammen. Das ist immerhin ein klassischer Spannungsbogen.
Man kann ihn natürlich durchschauen und das Finale erahnen. Aber das ändert nichts an dem Umstand, dass Siddharths Dilemma packt. Und der Film ist ja auch nur 132 Minuten lang; um diese Lauflänge abzudecken, gibt der Plot gerade genug her. Noch wichtiger ist der Hauptdarsteller. Ich habe Emran Hashmi bisher eher schlecht gemacht und mich über seine "ich fress dich auf"-Küsse in Murder amüsiert - doch hier setzt er seinen weinerlichen Hundeblick (6) ideal ein. Er wirkt verletzlich und gleitet trotzdem relaxt durch den Plot. Nur einmal kommt sein Blasbalg-Küssen zum Einsatz. Ansonsten spielt er solide und durchs Band überzeugend. Gleiches gilt für die beiden Damen, die trotz äusserlicher Künstlichkeit ihre Rollen meistern. Paap-Schönheit Udita Goswami darf die erotischen Szenen mit Emran absolvieren, doch keine Angst, sie sind geschmackvoll gemacht und auf wenige Minuten beschränkt. Shamita Shetty, die Schwester von Shilpa Shetty, kriegt nach schwachen Darbietungen in Filmen wie Wajaah: A Reason to Kill, Agni Pankh oder Mohabbatein endlich eine Platform, auf der sie ihr Können einsetzen kann. In ihrer strengen Art erinnert sie etwas an Sushmita Sen in Samay.
Die restlichen Akteure bleiben eher unwichtig, keiner sticht heraus als besonders schlecht. Ninad Kamat ist als Siddharths Kumpel sogar überraschend flink. Mit solcher darstellerischer Überzeugungskraft schluckt man auch einige Ungereimtheiten im Plot gerne. "Zeher" ist kein revolitionärer Film - kann er ja auch kaum sein, wenn er ein Remake ist - doch er schafft es, zu unterhalten und manchmal sogar richtig zu fesseln.
(review gekürzt - alles hier nachlesen )

© Text Marco, molodezhnaja
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