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Forum - Thema: indische Bekleidung, Schmuck & Co - Übersicht

Thema: indische Bekleidung, Schmuck & Co - Übersicht
Autor Beitrag


Beitrag #1 - erstellt: 25. Februar 2008
Bindi - Geschichte und Bedeutung:
Nach einem Hindu-Sprichwort vertausendfacht sich die Schönheit einer Frau, wenn sie ein Bindi trägt.... Die meisten Hindus tragen einen (meist) roten Punkt (dot) auf ihrer Stirn, genau zwischen den Augen. An diesem Punkt, der auch als Ajna Chakra, Geistiges Auge oder Drittes Auge bekannt ist, soll das Hauptnervenzentrum des menschlichen Körpers sein. Nach altem Hindu-Sagen wirken roter Puder (sindhoor) und Sandelholz-Paste kühlend - daher soll der rote Punkt aus diesen Zutaten das Nervensystem kühlen und der Geist wird dadurch klar und ruhig. Im Tempel zeichnet ein Priester mit dem Finger einen "dot" auf die Stirn von Männern, Frauen und Kindern gleichermaßen.
Das Mal hat keine Standardgröße oder -form und wird von verschiedenen Hindu-Gruppierungen unterschiedlich aufgetragen. Ein rotes, gelbes oder safranfarbenes "U" wird bei den Anhängern von Lord Vishnu aufgetragen; wer Lord Shiva verehrt trägt das Zeichen als drei horizontales Linien aus Asche (Bhasma) auf. Männer tragen ein längliches Mal (tilaka), während Frauen einen rundes Zeichen (bindi) tragen. Das Wort bindi kommt aus dem Sanskrit: bindu bedeutet "Tropfen".
Die meisten Frauen tragen Bindis jedoch nicht wegen der "kühlenden" Fähigkeiten, sondern als Symbol für ihren Status (z. B. verheiratet). In einigen Gebieten Nordindiens tragen verheiratete Frauen einen roten Punkt auf der Stirn. Die Farbe Rot wurde gewählt, weil man dieser Farbe nachsagt, Glück in das Haus der Braut zu bringen. Der rote Punkt machte die Braut auch zur Bewahrerin von Familienehre und Wohlstand. Angeblich hat im alten Indien der Bräutigam seiner Braut einen Punkt aus seinem Blut auf die Stirn gemalt. Andere Sagen behaupten, dass der "dot" vor dem bösen Blick schützt.
Heutzutage ist der religiöse Hintergrund der Bindis meist in Vergessenheit geraten und er wird mehr als Modeaccessoire getragen. Mädchen und Frauen jeden Alters tragen unterschiedliche Typen und Farben von Bindis, oft farblich auf die Kleidung abgestimmt. Bindis sind ein MUSS zum Sari, Salwar Kameez oder anderen indischen Kleidungsstücken. Auch bei uns sind sie immer häufiger zu sehen - zwar noch ungewohnt, aber sehr hübsch! Versuchen Sie's doch auch einmal!

Quelle: http://www.buero-services.de/india/lexikon.htm

Ursprung
Schon es Menschen gibt, schmücken sie ihre Körper und Gesichter mit Farbe. So auch in Indien.
Eine einzig gültige Erklärung für die Bedeutung gibt es eigentlich nicht. "Bindi" leitet sich vom Sanskritwort bindu ab (Tropfen, Punkt) und ist ein glücksverheissendes Symbol.
Je nach Gegend bemalen Männer wie Frauen ihre Stirnen. Gerade bei Männern lässt sich aus dem Muster schliessen, welcher Richtung des Hinduismus der Träger anhängt. So stehen z.B. 3 weisse Querstreifen für Shivaiten. Das auftupfen von Kumkum-Pulver ist auch Teil von religiösen Ritualen. Hierbei wird nicht auf die Ästhetik geachtet, sondern dieser Farbfleck wird auf dem Chakra des 3. Auges platziert, um die Aufmerksamkeit auf die göttliche Kraft und spirituelle Erleuchtung zu lenken.
Als Abschluss des morgendlichen Gebets-Rituals z.B. tupft sich eine Frau nach alter Sitte erst etwas Sandelholzpaste auf die Stirn, danach Zinnoberrot und schliesslich einige Reiskörner darauf.
Kshatriya-Königinnen tupften ihren Ehemännern ein Tilak auf, das ihnen auf dem Schlachtfeld Glück bringen sollte oder um ihn wieder daheim zu begrüssen. Auch in der heutigen Zeit ist diese Brauch noch intakt, um Gäste willkommen zu heissen.

Das Bindi der Frauen hat sich aus dem Hochzeitsritual der Hindus entwickelt. Als eines der Symbole für die verheiratete Frau wurde es mit rotem Kumkum-Pulver aufgetragen, in Verbindung mit rotem Pulver auf dem geröteten Scheitel. Heute noch ist das Make-up einer Braut unvollständig ohne Bindi. Die rote Farbe soll ihrem neuen Heim Wohlstand verheissen, der Punkt macht sie zur Hüterin des häuslichen Wohlergehens. Und natürlich signalisiert er auch der Umwelt, dass diese Frau nicht mehr zu haben ist... In Nordindien bezeichnet das Bindi noch immer meist eine verheiratete Frau, im Süden hingegen tragen es eigentlich alle, selbst kleine Kinder. Teilweise wird unterschieden in schwarze Bindis für unverheiratete Frauen und rote Bindis für Verheiratete.

Auch zum Indischen Tanz gehört das Bindi natürlich dazu - ohne bestreiten wir nicht mal eine Übungsstunde. Traditionellerweise ist es das rote, runde, denn die früheren Tänzerinnen durften zwar keine Ehemänner haben, waren aber quasi mit einem Gott verheiratet.

Quelle: http://www.meissoun.ch/bindi.htm

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Beitrag #2 - erstellt: 25. Februar 2008
Entwicklung
Um ein kreisrundes Bindi zu erreichen, wurde früher eine kleine Scheibe oder eine Münze mit Loch verwendet. In die Öffnung wurde zuerst eine klebrige Wachspaste oder Vaseline aufgetragen. Diese wurde dann mit Kumkum bedeckt, die Schablone entfernt und schon hatte man ein perfekt rundes Bindi.
Kumkum-Pulver wird aus den Blättern einer indischen Blume hergestellt und im Laufe der Zeit wurde es auch zu einer Flüssigkeit verarbeitet. Bald waren verschiedene Farben erhältlich und Frauen begannen, ihr Bindi mit der Farbe des Saris abzustimmen.

Im 18. Jahrhundert konnten sich königliche Inderinnnen glamourösere Bindis leisten, die aus Gold, Diamanten, Perlen und anderen wertvollen Materialien hergestellt wurden. Mit den ausgefalleneren Modellen wandelte sich die Bedeutung des religiösen Zeichens hin zum eleganten, verführerischen Gesichtspunkt.

Das Bindi der Verheirateten ist meist ein roter Punkt, konservative Frauen benutzen noch immer Kumkum dafür. Aber die selbstklebenden "Fancy Bindis" sind immer beliebter und werden jeweils passend zur Kleidung gewechselt. Heute werden Bindis in allen Grössen aus den verschiedensten Materialien hergestellt. Es gibt einfache auf Filzbasis, die dann mit kleinen Perlen, Folien, Spiegelchen, Muscheln verziert werden, oder aufwändige mit glitzernden Steinen.
Das glänzende Bindi auf Stirn soll den Geliebten verzaubern... Sogar Gedichte sind über die schönen Bindis einer holden Maid immer wieder geschrieben worden.

Moderne Bindis können auch aus holografischen, glitzernden oder duftenden Materialien sein oder solchen, die im Dunkeln leuchten. Die Formen erstrecken sich von rund über tropfenförmig bis zu Blumen, Tieren usw. Sogar Bindis in Dinosaurierform gibt es!

Sie werden auch nicht immer nur auf der Stirn angebracht. Gerade im Westen landen sie überall und werden dann auch "Bodydots" genannt. Es gibt z.B. auch ganze Kollektionen an Bauchnabel-Bindis.

So hat sich also eine uralte Form der Körperbemalung weiterentwickelt. Und wenn hier im Westen nun gross von einem "neuen Trend" gesprochen wird, nur weil einige Popsängerinnen sich auf MTV mit einem Bindi zeigen (siehe auch Henna-Mehndis...), ist es doch immer ein fester Bestandteil der indischen Kultur gewesen, der seit Jahrhunderten besteht und nicht mehr daraus wegzudenken wäre.

Bezugsquellen
Wie schon erwähnt, stehen die Preise für Bindis in den trendigen Läden oft in keinem Verhältnis zum Verkaufspreis in Indien. Für ein paar lumpige hiesige Bindis könnte eine ganze indische Familie gediegen auswärts Essen gehen... Einiges billiger kommt man weg, wenn man sich ins nächste indische oder tamilische Geschäft verirrt.

Quelle: http://www.meissoun.ch/bindi.htm

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Beitrag #3 - erstellt: 25. Februar 2008
Zitat von Shahkapre:
Bindis und Tikkas:

Bindi sind die Aufkleber, welche zum Schmücken des Gesichtes benutzt werden, in der Gegend des "dritten Auges". Wenn dort ein Zeichen gemalt ist, dann nennt man das "Tilaka". Der Aufkleber ist das "Bindi", und wenn ein Anhänger an einer Kette baumelt, die im Haar gesichert wird, dann nennt man das "Tikka".

Sie werden auf die Stirn gehangen, um die Wichtigkeit und Verehrung des Verstandes zu symbolisieren, und ihnen wird nachgesagt, sie würden das dritte Auge anregen, wenn sie zwischen den Augen plaziert werden.

"Tilaka" werden normalerweise von religiösen Männern und verheirateten Frauen getragen. Das Aussehen und die Farbe sind vom Glauben als Individuum abhängig, oder welcher Konfession sie angehören, und welcher Anlass ist. Vaishnavists (Brahmanen-Kaste, die höchste Kaste) tragen normalerweise waagerechte Linien, wobei Shaivites normalerweise senkrechte Linien tragen, aber, bezüglich regionaler Bräuche, tragen alle eine Art Fleck aus Sandelholz, Zinnoberrot oder ein anderes farbenfrohes Puder, wenn sie jemanden besuchen, der es wünscht, ihnen eine Art spirituelles Geschenk zu machen. Es ist nicht ungewohnt, liebevoll beschmierte Stirnen auf den Flughäfen dieser Welt zu sehen.

Hauptsächlich, wenn eine Frau ein rotes, rundes Tilaka oder Bindi trägt, oder ein Bindi mit einem roten Punkt irgendwo drinnen, bedeutet das, dass sie verheiratet ist. Beide, verheiratete und ledige Frauen, tragen oft Bindis in verschiedensten Farben, aber wenn es rot ist, betonen sie, dass sie verheiratet sind.

Tikkas werden meist bei formellen Anlässen oder Hochzeiten getragen, deshalb gibt es welche, die etwas lässiger gemacht sind. Jemand der viel schwitzt, nutzt zum Beispiel ein salopperes Tikka, oder Talik über einem Bindi. Die weniger formellen Tikkas können leicht zu Hause selbst gemacht werden und sind auch immer ein schönes Geschenk.

Einige zeitgenössische Völker tragen ihre Bindis an anderen Stellen ausser der Stirn, so zum Beispiel in den Ecken ihrer Sonnenbrillen. Sie sind auch Alternativen für High School-Studenten,
da werden sie anstelle des goldnen Sterns für Gutes Verhalten verwendet.

Beim Kauf von Bindis sollte man, um kulturelle Beleidigungen oder Verwirrungen zu umgehen, wissen, was die verschiedenen Symbole bedeuten. Die meisten Verkäufer, die an die westlichen Menschen verkaufen, wissen oft selbst nicht genug über den Asiatischen Symbolismus.

Hier eine Liste der gebräuchlichsten Bindi-Formen und deren Bedeutung:

Träne oder Kreis: ein Tropfen oder eine Segnung der Götter.

ein Kreis mit einem Muster drin:
der göttliche Diskus, dargereicht von Vishnu oder Shiva, als Geschenk

Paisley: ein stilisiertes Moslem-Symbol für den Kieferzapfen, oder ein zeitgenössisches Symbol für die moralische Freiheit, Toleranz und Frieden

Stammesschwan: Symbol für Schönheit, Familie und Gemeinschaftswerte oder Vishnu.

Flammen: Feuer, Intensität, Shiva in Form des Feuers

Schlange: Nag (die Gottheit), Fruchtbarkeit, Schlauheit/ Intelligenz, ein "dunkles" Feingefühl.

Spinne: Kreativität, Webarbeit, Kreation

trinkender Elefant: Ganesha, Weisheit, Stärke

Spiegel oder Reflektierendes: in einigen Stämmen bedeutet es Schutz vor den Augen des Teufels, erinnert dich daran, dass das, was du tust zu dir zurück kommt, Karma.

"heilige" Träne oder Augenform: Yoni, Shakti, Frauenschutz. Vorsicht! Wenn es wie eine Schlinge geformt ist, dann ist es das Symbol des Gottes des Todes, der seine Opfer einfängt. Es kann bedeuten, der Träger dieses Symbols ist ein "Gothic".

Quadrat: die vier Elemente, Diamanten

berstende Sonne: die Sonne

Dreizack: eine Waffe des Shiva, symbolisiert Schöpfung, Zerstörung und Regeneration.

Speer: Sieg, das Besiegen von Feinden, oder Entfernen von Hindernissen

Auge: zur Beschwörung von Shiva oder Kali, oder um die Verehrung zur Nepalesischen "Khumari" oder zu lebenden Gottheiten zu zeigen. "Khumari" wird in der weiblichen Kindheit benutzt, basierend auf ihrer Furchtlosigkeit und Nähe zur Perfektion, so lange bis die Zeit gekommen ist, meist bis zur ersten Periode. Wie auch immer, es wird behauptet, dass die, die eine frühere "Khumari" heiraten, eines tragischen Todes sicher sind.


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Beitrag #4 - erstellt: 25. Februar 2008
Zitat von bbery:
Zwischen Sindhoor und Bindi gibt es einen großen Unterschied. Verheiratete Frauen tragen (zumindest in Nord-Indien bei den Punjabi's weiss ich das aus eigener Erfahrung) ein Bindi und Sindhoor.

Dabei weisst das Bindi nicht unbedingt auf eine verheiratete Frau hin, eine Frau, die das (oder den) Sindhoor trägt, ist verheiratet. Das Sindhoor kann ein kleiner Punkt am Anfang des Scheitels am Haaransatz sein. Die Frau kann aber auch den kompletten Scheitel mit roter Farbe einfärben.

Bei der Hochzeitszeremonie zieht der Mann mit seinem Ring die rote Linie auf die Kopfhaut als Zeichen dafür, daß sie jetzt verheiratet ist. Dies ist dann auch der Abschluss der Hochzeitszeremonie.

Zum Nachlesen: Punjabi Hochzeitszeremonie

Vor allem, wenn man als Frau zu irgendwelchen offiziellen Terminen oder Familientreffen geht, ist es wichtig, das Sindhoor zu tragen. Ein Bindi ist mittlerweile wirklich nur noch Fashion.

Viele Grüße
Birgit


Tikka, Tikli (Kopfschmuck):
Dieses Schmuckstück wird am Scheitel getragen, hoch auf der Stirn und war Bestandteil einer Kette, die im Haar befestigt wurde.

Anmerkungen: mittlerweile gibt es auch Tikka zum kleben, die werden wie Bindis aufgeklebt nur halt am Scheitel und Stirn.

Jhommer (Kopfschmuck)
Werden wie die Tikka ins Haar eingehängt nur statt im Scheitel seitlich im Haar getragen. Sieht man oft in „Kurtisanen-Nummern“ a la Maar Daala und Co. Angebl. moslemischer Ursprung.

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Beitrag #5 - erstellt: 25. Februar 2008
Dupatta
Unter Dupatta versteht man im Allgemeinen eine Art breiter Schal, der entweder zum Salwar Kameez, Sari, Lengha Choli etc. getragen wird. Die Dupatta ist meist aus dem gleichen Material wie die Kleidung selbst, oft einfarbig, mit Stickereien und/oder Perlchenabschluss. Meist wird die Dupatta nur lose um den Hals gelegt, bei verschiedenen Anlässen formeller oder religiöser Art dient sie teilweise als Schal um beide Schultern bzw. bedeckt auch den Kopf. Es gibt keine richtige oder falsche Art, eine Dupatta zu tragen.
Eine Dupatta ist jedoch auch ein ausgefallenes Accessoire z. B. zum "kleinen Schwarzen" entweder als Stola oder um die Hüften drapiert, am Strand als Pareo oder auch zur Jeans geschlungen oder gewickelt. Die Möglichkeiten sind wirklich vielfältig!

Zitat von Rhina1:


Den Schal an der Salwar Kameez heiss "Dupatta". Wie Du schon richtig gesagt hast, gibst verschiedene Möglichkeiten, um die Dupatta anzusiehen:

1.- Die Dupatta an die mitte ganz breit auf deinen Brust -unter deinen Hals- tuen, mit zwei Sicherheitsnadeln an die Schultern deinen Kameez fixieren, die Dupatta- Endteilen an Deinen Rücken lässig positionieren.

2.- Die Dupatta- Mittenteil an deinen Hals tuen, die Enden an Deinen Rücken fallen lassen.

3.- Die Dupatta einfach quer an Deinen Oberkörper tuen und an den Enden festknoten.

4.- Dupatta drei oder viermal an die Länge falten, auf Deinen linken oder rechten Schultern entweder mit eine Sicherheitsnadel oder mit eine Brosche fest an Deine Bluse sichern.

5.- Dupatta drei oder viermal an die Länge falten, an deinen rechten Schulter festmachen, eine Ende an Deinen Rücken fallen lassen. Mit Deinen linken Hand auf die Mitte deinen Brust positionieren und mit Deinen rechten Hand die gefaltete Dupatta nach Deinen linken Schultern bringen. Vorne sollte es wie eine große "V"-Buchtstabe aussehen.

6.- Einfach wie einen normalen Festsschal tragen -mit die innnere seiteDeiner Ellebogen klämmen.

7.- lässig auf den Schultern fallen lassen.

8.- Dupatta an die Breite nehmen, die Mitte an den Schultern liegeneinen Teil nach Vorne, einen Teil nach Deinen Rücken.

9.- ... Auf Deinen Kopf, um von die Sonne im Sommer Dich schützen zu können...


Kurta (Kurdha)
Die Kurta ist ein in Indien und Pakistan verbreitetes Hemd (oder Hemdbluse) in Tunika-Form.

Lehnga Choli (Lengha Choli, Lahenga Choli)
Aus Rajastan kommt die Kombination von Choli mit langem Rock (Ghagra, Lengha oder Lahenga). Die Teile sind meist reich bestickt, oft doppellagig gearbeitet. Eine besonders prächtige Dupatta gehört immer dazu und wird um Schultern (und oft auch den Kopf) drapiert.

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Beitrag #6 - erstellt: 25. Februar 2008
Salwar Kameez (Shalwar Kameez, Punjabi Dress)
Asiatische Einwanderer brachten dieses Kleidungsstück nach Indien - sie führten somit erstmals genähte Kleidung ein! Diese Art von Kleidung ist übrigens in Südasien, Südeuropa, Balkan, Kleinasien, dem Mittleren Osten, Nordafrika und Persien zu finden.
Bei Salwar Kameez handelt es sich um ein dreiteiliges Kleidungsstück für Frauen und Mädchen. Es besteht aus einer "Pumphose" (Salwar), einem langen Oberteil (Kameez) und einem Schal (Dupatta). In Indien wird diese Kombination "punjabi dress" genannt.
Der Name "Salwar" stammt übrigens vom türkischen Wort "chalwar" (arabisch sherwal) ab. In Indien nennt man sie auch "pyjama". Diese Pumphose (Pluderhose, Haremshose) ist in der Taille und am Bein weit geschnitten. Einige Hosen verengen sich bereits am Knie, andere erst am Knöchel. Meist ist ein Tunnelzug in der Taille, so dass sich die Weite durch ein Bändchen einfach anpassen lässt. Oft sind auch unter dem Knie oder am Knöchel Bändchen eingezogen, mit denen sich Weite und/oder Länge variieren lassen.
In Indien und den umliegenden Ländern tragen die Frauen dazu meist eine Art knielange Tunika (Kameez). Ergänzt wird das Ensemble durch eine Dupatta.

Salwar Kurta (Punjabi)
Salwar Kurta besteht aus den weiten Hosen sowie einem Hemd (kurta). In Pakistan wird diese Kombination auch "punjabi" genannt.

Choli (Blouse)
Ein Choli (oder Blouse) ist das traditionelle Oberteil zum Sari. Es handelt sich dabei um ein bauchfreies Oberteil mit kurzen Ärmeln, meist wird es mit Häkchen geschlossen. Ausschnittformen und Ärmel variieren je nach Mode und Geschmack. (Hintergrund ist, dass die Oberarme einer Inderin immer bedeckt sein sollen.)
Die Inderinnen tragen zum Sari jedoch nicht die bei uns angebotenen Stretch-Samt-Choli, sondern aus Saristoff geschneiderte (und somit haargenau passende) "Blusen". Sehr oft sind diese reich bestickt, auch mit mirrorwork (aufgenähten kleinen Spiegeln).
Ursprünglich bedeckten Choli nur das Vorderteil und wurden im Rücken gebunden (kommt heute als modischer Gag wieder!).
In unseren Breitengraden werden Choli (meist die aus Samt) gerne zu Hosen und Röcken getragen (passen ja wunderbar zur bauchfreien Mode!). Auch Tanzgruppen - speziell Bauchtanz - verwenden häufig Choli als Oberteile.

Petticoat
Es wird allgemein angenommen, dass der Petticoat (und auch das Choli) erst seit dem Eintreffen der Engländer in Indien Teil des Saris sind.
Der Petticoat ist der passende Unterrock zum Sari. Er ist meist aus Baumwolle, mit Tunnelzug in der Taille, der mit einem Bändchen angepasst wird, und oft mit Fältchen oder Stickereien am Saum.

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Beitrag #7 - erstellt: 25. Februar 2008
Sari (Saree)
Denkt man an Indien, denkt man automatisch auch an den Sari! Wie kein anderes weibliches Kleidungsstück wird der Sari so sehr mit seiner Heimat assoziiert. Das Verbreitungsgebiet des Sari reicht von Indien über Sri Lanka und Bangladesh bis Nepal.
Hindus glaubten, dass nur Stoff, der nicht mit einer Nadel in Berührung gekommen ist, "rein" sei. Lange bevor genähte Kleidung nach Indien kam, trugen indische Frauen ein gewickeltes Gewand. Auf einem Terracotta-Stück, das immerhin auf 100 v. C. datiert wird, ist eine der frühesten sari-artigen Drapierungen zu sehen.
Das Schönheitsideal des alten Indien war offensichtlich eine schmale Taille, große Oberweite und ausladende Hüften. Die Saris wurden so gefältelt und drapiert, dass jede Frau diesem Schönheitsideal entsprechen konnte.
Es gibt regional unterschiedliche Wickelweisen für den Sari. Der Sari kann auch aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt sein: einfache Baumwolle, Mischgewebe mit Seide, Kunstseide bis hin zur reinen Seide. Es gibt einfache Saris, bedruckte, mit eingewebten Mustern, mit Gold- oder Silberborten, bestickt oder komplett mit Gold- und/oder Silberfäden durchwoben. Auffallend ist die enorme Farbenvielfalt der angebotenen Saris!
Ein Sari ist eigentlich nur ein rechteckiges Stück Stoff, ca. 110 cm breit und zwischen 5,50 und 9 m lang. Dieser Stoff wird so um den Körper gewickelt, dass er einen doppelten Rock und einen Überwurf über die Schulter (Pallu oder Pallav) bildet. Oft wird dieser Überwurf auch über den Kopf geschlungen.
Ursprünglich trugen nur Hindus den Sari, er zeigte die Kaste der Trägerin an. Heutzutage kann man den Sari getrost als das Nationalgewand Indiens nennen.
Hochzeitssaris sind besonders prachtvoll und je nach Region unterschiedlich in der Farbe.
Versuchen Sie es doch auch einmal, den unvergänglichen Charme eines Saris an sich zu spüren. Das Wickeln ist gar nicht so schwer, es gelingt meist nach einigen Versuchen!

Zitat von nanaglen2001:
Es gibt übrigens nen Trick wie man ne Sari auch ohne Unterrock tragen kann.

Den hab ich gerade angetest, klappt hervorragend und hält genauso gut wie, als hätte man nen Unterrock an.

Ist auch angenehmer (zumindest für mich).

Man sollte dafür allerdings nur einigermassen blickdichte Saris nehmen.

Der Trick, man knotet den Sari einfach mit dem einen Ende und nem Zipfel den man abgreift in der rechten Taillenseite zusammen, der Rest wie gehabt. Ich vermute mal das in Indien viele Frauen das bei 40 Grad im Schatten auch so machen und sich nicht mit 3 Lagen Stoff untenherum zu Tode schwitzen.


Wickelanleitungen:

http://www.saris-borten.de/sari-wickelanleitung1.htm
http://www.nicoles-einkaufslaedchen.de/HTML/Indien/Sari%20Wickelanleitung/sari.htm
und auf http://www.filmstation.atwww.filmstation.at unter "stream" gibts schritt für schritt video-anleitungen

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Beitrag #8 - erstellt: 26. Februar 2008
Männerbekleidung:

Dhoti

Das älteste, überlieferte indische Kleidungsstück ist ein Dhoti. Auf einigen sehr alten Säulen bei Barhut findet man schon Abbildungen von Menschen, die eindeutig reich gefältelte Dhotis trugen.
Heutzutage werden Dhoti noch von Männern in ganz Indien getragen. Man nimmt man dazu ein Stück Stoff, das größer und länger ist als früher, dafür ist die Fältelung einfacher und das Ganze wird nicht mehr von einem Gürtel zusammengehalten.
Beim Wickeln eines Dhoti beginnt man nicht am Stoffende, sondern in der Mitte. Diese Stoffmitte wird um die Hüften gebunden, anschließend werden die Stoffenden um die Beine drapiert.

Sherwani (Nehru-Jacke, Bandgalla)
Die Nehru-Jacke gehört zum Gesellschaftsanzug indischer Männer (soweit sie sich nicht westlich kleiden). Sie ist u.a. Ausdruck nationaler (teilweise auch politischer) Identität.
Die kurze, hüftlange Ausführung heißt Bandgalla, die knielange Sherwani.

Kleidungsstück für Männer: Salwar Kurta (wie der Salwar Kameez für die Frauen)

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Beitrag #9 - erstellt: 26. Februar 2008
typischer Schmuck
Schmuck in Indien besteht zum größten Teil aus Gold. Dieses Edelmetall soll reinigende Wirkung haben. Gold- und Silberschmuck, z. T. kombiniert mit Edelsteinen und Halbedelsteinen ist beliebt bei Männern und Frauen gleichermaßen. Der Schmuck hat(te) für Frauen auch noch einen anderen Hintergrund: Als Mitgift bei der Hochzeit waren sie Zeichen für die nun erfolgte Unabhängigkeit vom Vater. Da das Land nur auf die Söhne aufgeteilt wurde, war die Mitgift der einzige Besitz (und finanzielle Sicherheit), den eine Frau hatte.

Hier nun einige typische Schmuckstücke:

Nasen-Stecker (nose pin):
Nasen-Stecker sind auch bei uns immer häufiger anzutreffen. Sie sind - genauso wie der Nasen-Ring - Symbole für Reinheit und Heirat. Heutzutage tragen aber auch immer mehr unverheiratete indische Mädchen einen Nasen-Stecker.

Nasen-Ring (nose ring):
siehe Nasten-Stecker

Halskette (necklace):
Halsketten gehören zu den populärsten Modeaccessoiren in Indien bei Mädchen und Frauen jeden Alters. Sie werden aus den verschiedensten Materialien hergestellt: von Glas über Gold bis Diamanten. Eine spezielle Kette (mangalasutra) wird ausschließlich von verheirateten Frauen getragen, ein Gegenstück zu unserem Ehering. Traditionell trägt eine indische Frau diese Kette während der Hochzeitszeremonie und nimmt sie erst ab, wenn der Mann stirbt.

Armreifen (bangles):
Ein leises Klingeln begleitet jede Handbewegung der Inderinnen - meist sind es Unmengen von Armreifen, die am Handgelenk (und den Unterarmen) getragen werden. Die Armreifen sollen beschützen und außerdem ein wirksamer Wächter über die Ehemänner sein! Die Armreifen sind aus den unterschiedlichsten Materialien: Silber, Gold, Holz, Glas, Plastik, Metall.

Ohrringe (ear rings):

Der Ohrschmuck besteht aus Ringen oder anderen Ornamenten und ist in ganz Indien sehr populär. Meist werden die Ohrläppchen indischer Mädchen noch vor dem ersten Geburtstag durchstochen.

Fingerringe, Zehenringe, Fußkettchen:
Fingerringe gibt es aus allen möglichen Materialien. Zehenringe und Fußkettchen werden meist von verheirateten Frauen getragen. Die Fußkettchen sind überwiegend aus Silber, weil "reines" Material (also Gold) nicht an den Füßen getragen werden soll. Meist sind auch kleine Glöckchen an den Fußkettchen befestigt.

Kajal (Khol, Eyliner):
Der Kajal-Stift ist aus der heutigen Kosmetik gar nicht mehr wegzudenken! Die mir bekannten indischen Kajals werden entweder aus Ghee oder Rhizinusöl hergestellt.

Quelle: http://www.buero-services.de/india/lexikon.htm - hier könnt ihr euch auch die bilder ansehen

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Beitrag #10 - erstellt: 26. Februar 2008
Auf die Fragen, wann welches Kleidungsstück getragen wird:
Zitat von Rhina1:
Je nach Anlass und Alter zieht Frau anders aus. Sehr junge Frauen (jünger als 20, z. B.) ziehen keinen Sari an, sondern Salwar Kameez oder Lehengas (kurze Cholis mit einen breiten Rock und eine schöne Dupatta dazu).

Für den Alltag werden die Salwar Kameez aus Baumwolle angefertigt, entweder mit dezenten Stickereien und Spiegelchen oder aus zwei verschiedenen kontrastierenden Stofffarben.
Für Partys werden sowohl die S.K. als auch die Lehengas aus Georgette, Chiffon oder Seide, mit viel aufwändiger Stickereien und eine megalange Dupatta.

Es gibt auch den Churidar Kameez. Churidar sind extralangen Hosen, die an den Beinen enganliegend sind und an den Knöcheln aussehen, als man "Bangles" dort hätte. Sind weniger komfortabel als Salwar, aber mir gefallen diese Sorte Hosen noch am bestens... man sieht ein bißchen schlanker aus!.Smily "smilesmile" Aus Georgette oder Seide angefertigt, sieht man damit auch sehr elegant aus.

Saris aus Baumwolle oder Sintetik sind für den Alltag gedacht, die aus Crepe oder Seide sind für besondere Anlässe, wie Partys und Hochzeiten.


Auf die Frage was man Schnitt von SK beachten sollte bzw. warum junge Frauen keine Saris tragen:
Zitat von Rhina1:
An Salwar Kameez sollte man achten, das es nicht eng an den Oberkörper anliegt, es sollte luftig aussehen und gleichzeitig deine Körperform leicht zeigen. Du kannst auch Deinen Salwar mit verschiedenen Kameez anziehen, damit kann man sehr schön kombinieren.
Zum Achten solltest Du nur, das dien SK nicht "vulgär" aussieht, d. h., dass es nicht so eng sein muss, und Du kannst Haut zeigen, aber nicht zu viel!.
Dein SK kann relativ einfach aussehen, aber mit den richtigen Smuck und die richtigen Schuhen wirdst Du wie eine Königin aussehen!Smily "top"
Achten solltest Du nur, dass Dir den Stoff gefällt und Du Dich Schön und Gut fühlst!. Smily "wink"

Saris sind eine spezielle Sache....
Mit einen Sari sieht Frau viel weiblicher und reifer aus.
Eine gute Freundin von mir aus Dehli drückt es sehr schön aus, finde ich: "Eine Frau in Sari ist für Männliche Augen wie eine reife Apfel, düftend, hübsch und appetittlich".
Frauen in Sari werden für den Männer viel intensiver beobachtet.
Deswegen ist es nicht üblich, dass ein Mädchen einen Sari trägt, es wäre so, als sie sich älter und reifer machen würde als sie ist... und die Zeit um Sari tragen zu dürfen kommt sowieso schneller als man möchte! Smily "smilesmile"


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Beitrag #11 - erstellt: 26. Februar 2008
Frage:
Zitat von baluk:
ich habe letztens paheli geguckt und laccho verlangt von ihrem ehemann, den schleier zu heben, den sie sich ins gesicht gezogen hat....... weiss jemand von euche warum man das so macht???


Zitat von kauwraki:
ich hab auch ne frage!.......also wie schaffen es die inderinnen(und im film) das der schleier auf dem kopf bleibt?.................slebst wenn ich mit ne hochsteck frisur mache fällt der beim tanzen runter.


Antwort:
Zitat von Shahkapre:
@ baluk: Das ist ein Ritual, welches zur Hochzeit dazu gehört. Genau wie sie verschleiert zu ihrem Ehemann fährt, und eigentlich diesen nicht vorher Lüften darf.

@kauwraki: Ich erinnere mich, dass ich mal was gelesen habe, dass sie das mit viiiiieeeelen Haarklemmen bewältigen. Ausserdem werden die Tanzszenen nie komplett am Stück gedreht, sondern immer nur Stückweise, und dazwischen wird halt immer wieder gerichtet!


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Beitrag #12 - erstellt: 26. Februar 2008
Information: falls ihr Ergänzungen habt, schickt mir bitte eine PN und ich setz diese dann hier rein. Der Thread bleibt sonst geschlossen! Danke!

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