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Forum - Thema: andere Label

Thema: andere Label
Autor Beitrag


Beitrag #1 - erstellt: 09. September 2007
Ali Baba Aur 40 Chor (1980)



Ali Baba und die 40 Räuber
Mit Dharmendra, Hema Malini und Zeenat Aman
auf Deutsch.
Vertrieb: Icestorm

Story
In den Bergen jenseits der Stadt Guljabad hat der Schurke Abu Hassan seine Diebeshöhle eingerichtet, in der er und seine 40 Räuber unzählige Schätze horten. Die Höhle lässt sich nur durch den Befehl "Sesam öffne dich!" aufschliessen, daher ist es für die örtliche Bevölkerung unmöglich, die Bande zu lokalisieren. Die terrorisiert das halbe Land und als sie die Karawane der von Fatima (Zeenat Aman) und ihrem Vater (Madan Puri) überfällt, kommt sie in den Besitz einer neuen Waffe: Sprengstoff. Damit zerstören sie den Staudamm der Stadt und zertrümmern die Hoffnung der Einwohner auf eine bessere Zukunft. Die Fluten tragen auch einen Kaufmann hinfort, der am Hof eines Rajas landet. Er benachrichtigt seine Söhne Ali Baba (Dharmendra) und Qasim über sein Verbleiben, worauf Ali Baba zur Rettung eilt. Er findet einen demolierten Palast vor, in dem der skrupellose Shamsher (Prem Chopra) die Macht übernommen hat. Ali Baba erledigt ihn und flieht mit der gefangenen Prinzessin Marjina (Hema Malini). Wieder in der Heimat verbündet er sich mit ihr und der rachsüchtigen Fatima, deren Vater sich in Abu Hassans Verlies umgebracht hat, um der Diebesbande den Garaus zu machen.
Review
Produzent F.C. Mehra, der sich in den 60er-Jahren als Finanzier etlicher Shammi Kapoor-Hits einen Namen machte, besann sich in den 80ern auf die indisch-sowjetische Film-Freundschaft. Kooperationen zwischen den beiden Ländern gab es schon zuvor, namentlich 1957 mit Journey Beyond Three Seas, doch Mehra verlagerte den Schwerpunkt auf die indische Seite mit mehr indischen Stars. Die erste derartige Produktion war "Alibaba Aur 40 Chor" unter der Regie von Umesh Mehra und dem Usbeken Latif Faiziyev, die später noch zwei weitere Werke zusammen inszenierten (u.a. Sohni Mahiwal).
Weil "Alibaba Aur 40 Chor" aber eben primär für das indische Publikum gedacht war, kommen wir auch in den Genuss von Song-und-Dance, Bollywood'schen Superstars und R.D. Burman. Letzterer komponierte mit Hilfe seines russischen Kollegen Vladimir Milov einige klassische Songs und schmissige Instrumentalstücke, aus denen vor allem der Track aus dem Vorspann heraus ragt, der indische Klänge mit Morricone und usbekischer Folklore zu vermischen scheint. Es ist nicht der einzige Einfluss Usbekistans: Auch gedreht wurde in der damaligen Sowjetrepublik und die wüstenhaften Landschaften liefern einen treffenden Hintergrund für das orientalische Märchen.
Ebenenso Dharmendra als Titelheld: Seine Funktion wurde im Gegensatz zum Märchen zwar etwas redzuiert, doch der Actionstar zeigt sich von der besten Seite. Er darf kämpfen, er darf rennende Pferde umhauen - wobei da manchmal die Frage im Hinterkopf bleibt, wie viele Rösser bei dem Dreh wohl invalid oder tot endeten, ähnlich wie übrigens auch bei Sohni Mahiwal, der ähnliche Pferde-Stunts aufweist. Doch gerade solche Szenen hebend en Film vom Bollywood-Einerlei jener Zeit ab, das geprägt war von Prügeleien und Trash-Look. Das Wüsten-Setting, die Kostüme, die Pferde: Das wirkt visuell ansprechend.
In Europa hat "Alibaba Aur 40 Chor" eine beachtliche Anhängerschaft, was sicherlich auf Kindheitserinnerungen an die DEFA-Version zurück zu führen ist. Doch trotz dieser Nostalgie: Der Abenteuerfilm ist nicht der grosse Knüller, er hat Längen und stopft das zentrale 1001-Nacht-Märchen mit einigem Ballast voll wie etwa dem ganzen Prem-Chopra-Plot. Doch nichtsdestotrotz liefert er gute Unterhaltung mit gut aufgelegten Stars, ein wenig Action, ansprechenden Drehorten und natürlich toller Musik. Besonders gelungen sind Asha Bhosle Zeenat-Nummer "Katuba" auf Disco-Boden (!) in der Diebeshöhle, das abwechslungsreiche Magie-Lied "Jaadugar Jaadu Kar Jaayega" und die Asha-Lata-Nummer "Sare Shaher Mein Ek Haseen Hai" mit doppeldeutigen Lyrics. Da kommt immer Stimmung auf.
(gekürzte Review - alles hier nachlesen )

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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Beitrag #2 - erstellt: 09. September 2007
Chehraa (2005)



Mit Dino Morea, Bipasha Basu und Irfan Khan
in Hindi und deutscher Synchronisation
Vertrieb: Cultmovies

Story
1999 verlieben sich die beiden Psychologie-Studenten Megha Joshi (Bipasha Basu) und Akash Mehta (Dino Morea) ineinander. Sie ist eine starke, freche Frau, die sich von Männern nichts sagen lässt. Er ist ein intelligenter, hilsfbereiter junger Mann, der auf eine grosse Karriere hofft. Und die grosse Liebe. Doch sein Vater hält nichts von dieser Beziehung, denn in Meghas Familie gab es Fälle von Geisteskrankheit. Megha erzählt: Ihr Vater (Govind Namdeo) misshandelte die Mutter so lange, bis sie durchdrehte und ins Irrenhaus kam. Es trifft sich, dass der Vater nun aus dem Gefängnis entlassen wird und seine Frau wieder beginnt zu foltern. Diesmal greift Megha ein und sticht ihn ab. Sie sucht Hilfe bei Akash, doch am Telefon meldet sich dessen Vater. Er lügt Megha an, Akash sei nach Amerika gegangen. Fünf Jahre später ist Akash Arzt und mit Schulkollegin Reena (Preeti Jhangiani) liiert. Eine neue Patientin versetzt ihm aber einen Schock: Es ist Megha! Sie leidet unter Verfolgungswahn und glaubt, ihr steinreicher Gatte Chandranath Diwan (Irfan Khan) wolle sie umbringen.
Review
Die Geschichte beginnt, wie so oft in Bollywood, an einem College. Bips und Dino als Psychologie-Studenten zu akzeptieren, fällt etwas schwer, doch das ist sicher nicht das Hauptproblem des Films. Schwieriger wird die Sache, als sich bein Megha Anzeichen von Geisteskrankheit breitmachen. Bollywood hat einfach kein gutes Résumé was die Abhandlung von Geisteskrankheiten betrifft. "Chehraa" widmet sich diesem Thema zum Glück nicht allzu lange sondern taucht in die Backstory von Megha ein. Von da an häufen sich die Überraschungen, doch stets in einer eher beschaulichen Geschwindigkeit. Langeweile macht sich schnell breit und es sind keine guten Songs da, die über die Durststrecken hinwegtrösten würden.
Diese inszenatorischen Defizite ziehen sich bis ins Finale wo die böse Figur in einem Stuhl sitzt und all ihre Pläne lang und breit erklärt. Ein solches Drehbuch-Klischee wird immer dazu eingesetzt, damit auch der hinterletzte Zuschauer den nicht allzu komplexen Plot durchschaut. Solche sperrigen Szenen können nur sehr gute Schauspieler retten - und das ist Bipasha Basu definitiv nicht. Sie gibt sich Mühe und man merkt, dass sie die Rolle nicht ohne Einsatz spielt, aber es ist zu wenig. Noch schwächer sieht Dino Morea aus, dessen wechselnde Haarlänge ebenfalls negativ ins Gewicht fällt. Der Schönling hat zudem keinerlei Chemie mit Bips. Fast befürchte ich, dass John Abraham am Set war und darüber wachte, dass Dino seine Ex nicht zu sehr befühlen würde. Deshalb blieb er auf Distanz. Das ist natürlich Spekulation, aber im Film kommen sich die beiden körperlich nur taktvoll und emotional eigentlich gar nicht näher.
Und so ist die Ambition hinter dem Film, die paar Überraschungen und das düstere Finale, das Einzige, was ihn sehenswert macht. Die Darsteller sind durchschnittlich - selbst der sonst stets überzeugende Irfan Khan kann nicht gross aufspielen. Die Songs sind keine Spur besser und die Geschichte für jeden einigermassen geschulten Filmgucker schnell durchschaut. Trotz Twists und Wendungen. Dadurch werden die 136 Minuten Lauflänge schnell ziemlich anstrengend. Nein, kein guter Film.
(gekürzte Review - alles hier nachlesen )

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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Beitrag #3 - erstellt: 09. September 2007
Dil Chahta Hai (2001) uk import



Akash (Aamir Khan), Sameer (Saif Ali Khan) und Sid (Akshaye Khanna) sind die besten Freunde. Die drei jungen Inder haben auf ihre Art jedoch alle Probleme mit der Liebe. Akash glaubt an die Zwei-Wochen-Beziehung. Jede feste Bindung macht dem Grossmaul Angst. Sameer glaubt an die wahre Liebe - doch Glück hatte er damit bisher kaum. Sid, ein sensibler Maler, hat den Traum von der Liebe beinahe ausgeträumt, als er die ältere Tara (Dimple Kapadia) trifft und sich in sie verliebt. Akash kann das nicht ernst nehmen und gerät wegen Tara in einen Streit mit Sid. Die Freundschaft zerbricht, Akash zieht nach Australien. Dort verliebt er sich in Shalini (Preity Zinta).
"Dil Chahta Hai" ist das Regiedebüt von Farhan Akhtar, dem Sohn des Bollywood-Hitautors und Lyrics-Schreibers Javed Akhtar. Dem jungen Filmtalent gelang ein wunderschönes Stück indisches Kino, das die lange Tradition aufsaugt und dennoch in ein neues Kleid packt. Stil, Songs und Kamera sind allesamt erfrischend, auch wenn der Inhalt bis auf ein paar ungewöhnliche Liebesbeziehungen ja generell wenig Neues her gibt.
In der zweiten Hälfte der saftigen 180 Minuten drückt Akhtar ein paar Mal gekonnt auf die Tränendrüsen. Das es funktioniert, liegt vor allem an den starken Schauspieler, die den auf den ersten Blick oberflächlichen Rollen enormen Esprit verleihen. Voran gilt dies für Akash-Darsteller Aamir Khan, den Star des Megahits Lagaan. Er dominiert dieses empfehlenswerte Stück "neues Bollywood", ohne sich zu stark ins Rampenlicht zu stellen, weshalb auch die jüngeren Co-Stars wie Saif, Akshaye und Preity glänzen können. Top!

von marco aus dem molo.
http://www.molodezhnaja.ch/bollywood.htm

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Beitrag #4 - erstellt: 09. September 2007
Gunaah (2002)



Die Love-Story zweier Feinde...
Mit Dino Morea und Bipasha Basu
in Hindi sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Cultmovies

Story
Die schöne Prabha (Bipasha Basu) ist einer der besten Cops in Mumbai. Eines Tages schnappt sie den Mörder Aditya (Dino Morea), der ihr jedoch kurz vor der Festnahme das Leben gerettet hat. Prabha ist davon besessen, Aditya eine zweite Chance zu geben, denn auch sie hatte als Kind einen Mord begangen, als ihre Mutter in Gefahr war. Wenn sie Aditya auf die gewaltfreie Seite zurückholt, glaubt sie, sei ihre Sünde von damals bezahlt. Doch so einach ist das nicht, denn Adityas Wut auf das System, und insbesondere auf den korrupten Cop Pandey (Irfan Khan), ist zu gross.
Review
Die Hauptdarsteller sowie der Drehbuchautor des Grusel-Überraschungshits Raaz kommen für "Gunaah" wieder zusammen - mit ausgesprochen enttäuschendem Resultat. Dino Morea hält zwar oft sein beachtliches Profil in die Kamera und Bipasha Basu montiert mehrmals ihren flehenden Blick - doch es funkt nie. In dem Regiedebüt von Amal Shetge passiert eigentlich gar nie etwas wirklich Interessantes. Trotz der für Bollywood erstaunlich geringen Lauflänge von 135 Minuten wirkt der Film deswegen extrem lang, die Songs klingen blass und die geborgten Ideen aus "Out of Sight" kommen halbgar daher. Nur Bipasha Basu in diesen engen Polizeiuniformen zu sehen, gibt "Gunaah" ein paar gute Momente wahrer Inspiration ...

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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Beitrag #5 - erstellt: 09. September 2007
Jajantaram Mamantaram (2003)



Leben und lieben lassen
Mit Javed Jaffrey und Gulshan Grover
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie deutscher Synchronisation.
Vertrieb: CMV-Laservision

Story
Aditya (Javed Jaffrey), ein junger Mann aus Mumbai, gerät in einen Sturm und strandet auf der kleinen Insel Shundi im Arabischen Meer. Die Bewohner dieses Eilands sind Winzlinge von der Grösse von Adityas Finger und sehen in dem Riesen erst einen Feind. Schon bald kann Aditya sie aber von seiner Gutmütigkeit überzeugen. Bloss einem passt der Riese überhaupt nicht: Armeechef Chattan Singh (Gulshan Grover), der eigentlich den König stürzen wollte. Mit Aditya in der Nähe kann er das vergessen. Also ruft er den magischen Riesen Jhamunda (Joy Fernandes) herbei, der Aditya den Garaus machen soll.
Review
Kinderfilme sind eine seltene Sache im Bollywood-Kino, reine Fantasyfilme ebenfalls - und so ist "J2M2" gleich eine willkommene Abwechslung. Und nicht irgendeine, denn mit einem Budget von 10 crore (100 Millionen Rupien) ist er der teuerste indische Kinderfilm aller Zeiten. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch und wurden gleich zweifach enttäuscht. Zum einen von der DVD-Firma, die auf der Rückseite "English Subtitles" angab. Dabei handelte es sich um einen Produktionsfehler: Es gibt keine Untertitel. Na toll, deshalb ist meine Wertung mit Vorsicht zu geniessen. Sie konzentriert sich bloss auf Story, Optik, Effekte und Cast. Dialoge kann ich leider keine bewerten.
Und zum zweiten ist auch der Film nicht sooo toll. Er ist zwar eine liebevolle Geschichte im Stil von "Gullivers Reisen", doch wirklich Innovatives oder Spannendes gibt es im Film nicht. Und während die Effekte in der ersten Hälfte noch niedlich sind, sind sie in der zweiten überladen. Obwohl der Film unter zwei Stunden lang ist, beginnt er sich in die Länge zu ziehen. Es ist nicht der Fehler der Schauspieler (Gulshan Grover ist over the top wie immer - und für einmal ist das gut so), nicht unbedingt der Effekt-Leute, sondern primär der Drehbuchautoren. Eine bessere Handlung wäre dem Werk wirklich zu Gute gekommen. So ist "J2M2" ein visuell eindrücklicher, für Kinder durchaus unterhaltsamer Film, der es nie schafft, über sich hinauszuwachsen.
Zwei Dinge, die mir noch aufgefallen sind: Die Proportionen variieren zwischen Riesen und Zwergen sowie zwischen Menschen und Umgebung. Mal sind die Bäume ungefähr auf Andityas Niveau, dann wieder auf dem der Kleinen. Und ist es nicht etwas, na ja, seltsam, wenn singende Kinder auf Aditya herumtanzen - auch zwischen seinen Beinen? Es ist eine winzige Szene, aber die Animatoren hätten das Bübchen vielleicht ein paar Zentimeter nach rechts tun sollen ...

© Text Marco, molodezhnaja
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Beitrag #6 - erstellt: 09. September 2007
Lagaan: Once Upon a Time in India (2001)


Lagaan: Es war einmal in Indien
Mit Aamir Khan, Gracy Singh
in Hindi mit deutschen Untertiteln. Kein Song-Menü.
Vertrieb: Columbia-TriStar

Story
Indien im Jahr 1893: Der arrogante britische Captain Russell (Paul Blackthorne) zwingt die Bauern des Dorf Champagner und der ganzen Provinz, dieses Jahr die doppelte Steuer (=Lagaan) zu zahlen. Da es bisher noch nicht geregnet hat, würde dies den sicheren Tod der Leute bedeuten. Der impulsive Bauer Bhuvan (Aamir Khan) lässt sich darum zu einer Wette mit dem britischen Besatzer ein: Wenn eine Dorfmannschaft das Cricket-Team von Russell in einem dreitägigen Turnier schlägt, erlässt der Captain der ganzen Region die Steuern für drei Jahre. Gewinnt er, zahlen die Bauern dreifach!
Review
Ashutok Gowarikers "Lagaan: Once Upon a Time in India" ist ein einzigartiges Bollywood-Epos, das trotz seiner selbst für Bollywood-Verhältnisse deftigen Länge von 224 Minuten niemals langweilt. Die Mischung aus Sportfilm, Kolonialdrama, Lovestory und Musical ist perfekt gelungen. Das dachten sich Publikum und Kritiker zugleich: Der Film wurde ein Hit und holte unter anderem den Publikumspreis beim Filmfestival von Locarno und wurde als erst dritter indischer Film (nach Mother India und Salaam Bombay) für einen "Oscar" als bester fremdsprachiger Film nominiert.
Mitschuldig an der Professionalität ist sicher auch der Produzent des Films, der auch gleich sein Star ist: Aamir Khan. Der Superstar ist bekannt für seine Perfektion und findet hier ein ideales Spielfeld für sein Talent. Der klein gewachsene Khan, der hier dem jungen Tony Curtis erschreckend ähnelt, gibt denn auch seine bis dato beste Performance. .
Die Song- und Tanzszenen gehören sowieso zu den Highlights des Films. Sei es der Regen-Track "Ghanan Ghanan", das in Kal Ho Naa Ho kopierte Motivations-Lied "Chale Chalo" oder mein Favorit "Mitwa" - der Soundtrack des Musikvirtuosen A. R. Rahman gehört zu den besten des Jahres. Auf derselben Höhe ist auch die Kameraarbeit von Anil Mehta anzusiedeln. Mehta, der zuvor bei Hum Dil De Chuke Sanam sein enormes Talent unter Beweis stellte, torpedierte sich damit in die Top 3 der besten Kameramänner Indiens und zementierte diese Position seither mit Saathiya und Veer-Zaara. Mehta filmt die karge Landschaft voller Poesie, die Schauspieler voller Lebensfreude.
Die Akteure geben es ihm mit 1A-Darbietungen zurück. Aamir steht zwar stets im Zentrum, aber die bis dato kaum bekannte Gracy Singh bietet ihm in ihrem amourösen Geplänkel hervorragend die Stirn und wirkt genau richtig als hübsche Unschuld vom Lande. Der vorwiegend als TV-Darsteller bekannte Brite Paul Blackthorne ist passend überheblich, Rachel Shelley nicht übel, Kulbhushan Kharbanda als Rajah einmal mehr souverän. Und als Erzähler ist der legendäre Amitabh Bachchan mit seiner Bariton-Stimme zu hören. Mit diesem Ensemble, der blendenden technischen Aufarbeitung und der packenden Story bleibt es nur noch bei Gowarikers Inszenierung, alles zum überzeugenden Ganzen zu schmieden. Und das schafft er scheinbar mit links. Ich will nicht alles aufzählen, was er klasse hinkriegt, aber es braucht schon wahnsinniges Talent, wenn jemand Cricket spannend auf die Leinwand bringt - und ich mitfieberte, obwohl ich die Regeln nur vage kapierte.
"Lagaan" ist ein moderner Klassiker Bollywoods. Auch einer der Filme, die 2001 eine neue Ära einleitete. Bollywood öffnete sich nach aussen, landete mit "Lagaan", Monsoon Wedding und Kabhi Khushi Kabhie Gham auch im Westen Erfolge - und erst noch bei ganz verschiedenen Publikumsgruppen. "Lagaan" ist einfach ganz grosses Kino, ein mitreissendes Epos voller Spannung, Energie, Freiheitsdrang und Lebenslust. Ein Film, wie man ihn garantiert so schnell kein zweites Mal sieht.
(gekürzte Review - alles hier nachlesen )

© Text Marco, molodezhnaja
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Beitrag #7 - erstellt: 09. September 2007
Lakshya (2004)


Mut zur Entscheidung
Mit Hrithik Roshan, Preity Zinta, Amitabh Bachchan
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie deutscher Synchronisation.
Vertrieb: KochMedia

Story
Karan Shergill (Hrithik Roshan) stammt aus einer reichen Familie und macht sich deshalb keine Gedanken über die Zukunft. Er flirtet mit Romila Dutta (Preity Zinta), hängt mit seinen Kumpels rum und lebt in den Tag hinein. Als sein Freund sich zum Militär meldet, schreibt sich auch Karan beim Army-Ausbildungszentrum IMA ein. Der Kumpel bricht ab, doch Karan ziehts durch - um seinem Vater (Boman Irani) eins auszuwischen. Doch das Training ist hart. Als Karan fliehen will, trennt sich Romila von ihm. Karan beschliesst, sich zu ändern und beisst sich durch die Ausbildung. Er wird Leutnant und kommt ins 3. Punjab-Regiment von Col. Sunil Damle (Amitabh Bachchan), das in Kashmir stationiert ist. Karan freundet sich mit den Soldaten an und muss mit ihnen Stellung beziehen, als die Pakistanis den "National Highway 1A" im Kargil-Sektor attackieren. Karans Regiment muss unbedingt den Gipfel 5179 erobern, ansonsten ist der Landstrich für immer verloren. Begleitet wird Karans Einheit von einer TV-Journalistin: Romila.
Review
"Lakshya" gehört zu den lästigen Filmen, die uns weismachen wollen, dass die Armee aus einem Bubi einen Mann macht. Und der Krieg ein Abenteuer sei, welches aus Männern richtige Männer formt. Oder tote Helden. Das Bedauerliche dabei ist, dass "Lakshya" einer der am besten aussehendsten und technisch geschliffensten Bollywood-Filme aller Zeiten ist. Wäre der Inhalt nicht so veraltet, chauvinistisch und eindimensional, "Lakshya" hätte das Zeug zu einem Film für die Bollywood-Geschichte.
Regisseur Farhan Akhtar war nach seinem Debüt Dil Chahta Hai eine der grössten Hoffnungen im Hindi-Kino. In "Lakshya" rettet er wenigstens seine eindrücklich moderne Art der Inszenierung, unterstützt von grandiosen Bildern des Deutschen Christopher Popp und westlich angehauchter, klassischer Filmmusik (Shankar-Eshaan-Loy). Auch die Experimentiertfreude behielt er bei, so etwa im ersten Song "Main aisa kyon".
Das Ganze hat den Touch einer Satire, als Hrithik etwa beschliesst, in die Army einzutreten, weil er Arnold Schwarzenegger in "Commando" herumballern sah und weil er den Eltern eins auswischen wollte. Die sind später dann aber doch stolz auf den Sohn der Zeug singt wie "Das Gemälde des Sieges ist gemalt mit unserem Blut". Das bringt mich zum Krieg. Auch der ist technisch hervorragend. Doch was soll das? Wieso diese Wunden nochmals aufreissen? Der Film nimmt den Kargil-Konflikt 1999 auf, als Ministerpräsident Vajpayee in Lahore Friedensgespräche führte und in Kashmir muslimische Truppen Indien attackierten. Wie L.O.C. legt "Lakshya" Wert darauf, dass es keine Terroristen waren, sondern die reguläre pakistanische Armee. Als wollen die Filmemacher vor weiteren Friedensbemühungen warnen, denn "der Feind spiele eh immer falsch". So wird unnötig Hass geschürt: Die Pakis töten Geiseln, misshandeln Leichen. Die Inder dagegen sind der Stolz der Menschheit, die Edelmannen in einer gottlosen Zeit. Patriotischer hätte diese Abhandlung kaum ausfallen können.
Die Akteure sind passabel. Hrithik ist als Jugendlicher ein Abklatsch seines Koi... Mil Gaya-Charakters. In der Armee muss er einfach ehrenvoll dreinschauen. Keine Top-Leistung. Amitabh Bachchan, Om Puri, Preity Zinta und Amrish Puri absolvieren bestenfalls grössere Gastauftritte. Keiner kann sich wirklich entfalten. Am ehesten noch Preity, doch spätestens, wenn sie wegen einer Kleinigkeit schlagartig Schluss macht, wird sie unglaubwürdig. Von ihrer Frisur möchte ich nicht einmal gross reden. Die kurzen Haare später im Film sind ganz gelungen und modern, doch der Wischmopp, den sie vorher auf ihrem Haupt trägt, ist eine visuelle Beleidigung.
Die Songs sind nicht übel, "Main aisa kyon" ist ein schwaches Lied, aber eben innovativ inszeniert, vergleichbar mit einer Nummer aus "Chicago". "Agar main kahoon" ist ein hübscher Song mit interessanten Instrumenten, witziger Inszenierung und beweglichen Tanzeinlagen von Hrithik. Der Ausbildungs-Song "Lakshya" ist mässig und klaut etliche Male die berühmte Ton-Abfolge von "The Lord of the Rings". Diese paar Noten ziehen sich durch den ganzen Film und sind zu pakativ eingesetzt. Das Marschlied "Kanhon se milten" hat depperte Lyrics, "Kitni baatein" ist eine durchschnittliche Ballade. Braucht es die Songs? Kaum. Stören sie? Nö.
(gekürzte Review - alles hier nachlesen)

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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Beitrag #8 - erstellt: 09. September 2007
Mangal Pandey: The Rising (2005)


The Rising: Aufstand der Helden
Mit Aamir Khan, Rani Mukherjee und Amisha Patel
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie deutscher Synchronisation
Vertrieb: WVG Medien / Stardust

Story
Mangal Pandey (Aamir Khan) dient Mitte des 19. Jahrhunderts in der 5th Company des 35th Native Infantry Regiment der British East India Company. Er ist einer von vielen hunderttausend Sepoy - einheimische Soldaten, die von den Briten rekrutiert wurden. Im englischen Offizier Captain William Gordon (Toby Stephens) findet Mangal einen treuen Freund. Doch ihre Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt, als die Briten eine neue Munition einführen. Diese soll Gerüchten zufolge aus Schweine- und Kuhfett gefertigt sein. Da man den Behälter mit den Zähnen aufreissen muss, wäre dies ein Affront gegen Moslems und Hindus zugleich. Die Briten versichern durch Gordon, dass kein Tierfett verwendet wurde, worauf Mangal mit gutem Beispiel voran geht und einen Behälter aufbeisst. Doch später stellt sich die Vermutung als korrekt heraus! Mangal wird zum Unberührbaren und startet unter seinen Mitsoldaten einen Aufstand.
Review
"Mangal Pandey: The Rising" ist einer der am besten produzierten Bollywood-Werke der letzten Jahre und trotz einiger dramaturgischen Schwächen ein mitreissendes Epos.
Historisch korrekt ist er dabei kaum mehr - so streiten sich in Indien mehrere Dörfer um die eigentliche Herkunft des Volkshelden, während Historiker noch immer unschlüssig sind, ob nun die britische Geschichtsschreibung, wonach Mangal Pandey ein Opiumsüchtiger war, der die Sepoy-Revolution von 1857 eher zuzfällig auslöste, doch die richtige ist. Ketan Mehta nahm sich Freiheiten und das ist sein gutes Recht, schliesslich muss er seinen Film cineastisch verkaufen. Mehta, der seit 1997 nicht mehr hinter der Kamera stand, tut dies vor allem auf visueller und ausstatterischer Basis: Sein Film sieht einfach klasse aus. Die Kostüme, die Besetzung, die erstaunlich westlich orientierte Kameraarbeit - alles erste Sahne.
Auch akustisch ist "Mangal Pandey" ein Genuss. Wie bei Lagaan trat A.R. Rahman als Komponist an und steuerte ein paar beachtliche Songs sowie Hintergrundmusik bei. Hin und wieder hätte ein indisches Lied mehr bewirkt als ein orchestrales Stück, aber das sind Feinheiten. Das indische Flair bleibt trotz westlichen Cast-Mitgliedern und Anzügen vorhanden. Das ist für mich auch ein Grund, warum ich mich gegen die Kritiker wehre, die dem Film Songs entziehen wollten. "Holi Re" unterbreche den Rhythmus, "Rasiya" sei unnötig - mag sein, aber wenn wir auf dieser Ebene zu argumentieren beginnen, brauchen wir Bollywood nicht mehr. Diese Songs geben dem Film mehr Bandbreite, mehr Farbe und mehr südasiatisches Flair. Nicht zu vergessen: Bei einem 146 Minuten langen Film sind sie auflockernde Elemente. Westlich geschulte Kritiker fühlen sich dadurch aus dem Film gerissen. Ich freu mich jedoch stets auf das nächste Stück.
Heraus sticht dabei visuell vor allem "Main Vari Vari" mit Rani in einem bezaubernden pinken Gewand. Und Rani meistert den Mujra-Tanz überraschend gut. Vom Auflockerungsgrad in meinen Augen essentiell ist "Holi Re", eine farbenfrohe Aufsteller-Nummer, die dem ansonsten doch eher ernsten Epos ein paar lockere Minuten gönnt. Viel zu Lachen oder Schmunzeln gibt es hier nämlich nicht. Selbst die meisten Nebenhandlungen sind ernster Natur. Ranis Heera etwa wurde zur Prostitution gezwungen und Amisha Patels Jwala entgeht nur knapp der Witwenverbrennung. Wenn man etwas aus dem Film cutten könnte, wäre es indes diese Jwala.
"Mangal Pandey: The Rising" vereinfacht historisch manches, ändert anderes sogar ab. Er hat unnötige Nebenhandlungen und es fehlt der letzte Kick, um einen wirklich emotional an die Figuren zu fesseln. Geradezu schrecklich sind die Erzähler-Einlagen von Om Puri¹, der die englischen Dialoge "zusammenfasst", anstatt, dass man diese einfach untertitelt hätte. Aber beim Jupiter, sieht der Film toll aus. Und er klingt herrlich. Die Akteure aus Ost und West liefern bis auf Amisha Patel überzeugende Arbeit und inszenatorisch gibt es kaum etwas zu meckern. Dieses Epos vereint westliche Filmtechnik mit östlichen Elementen und fällt dabei nicht zwischen Stuhl und Bank, sondern liefert ein kalkuliertes, dennoch mitreissendes Kinoerlebnis, mit dem Aamir Khan ankündigt: I am back. Zum Glück.
(gekürzte Review - alles hier nachlesen )

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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Beitrag #9 - erstellt: 09. September 2007
Mission Kashmir



Der blutige Weg der Freiheit
Mit Hrithik Roshan, Sanjay Dutt, Preity Zinta
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Columbia-TriStar

Story
Der Kaschmirer Unabhängigkeitsterrorist Malik (Puru Rajkumat) hat verkündet, alle Ärzte, welche Inder behandeln, müssen sterben. Als der Sohn des Polizeichefs Inayat Khan (Sanjay Dutt) verunfallt, will natürlich kein Doktor helfen. Der Bub stirbt. Khan übt Rache und knallt Malik ab - und mit ihm eine ganze Familie. Der einzige Überlebende ist der Bub Altaaf. Khan und seine Frau Neelima (Sonali Kulkarni) wollen ihn als Adptivsohn grossziehen. Alles geht gut - bis Altaaf entdeckt, dass Khan seine echte Familie getötet hat. Der Junge reisst aus und wächst zu einem Terroristen (Hrithik Roshan) heran, der sowohl Indien als auch Khan den Krieg angesagt hat!
Review
Das reisserisch verpackte Reizthema setzt Vidhu Vinod Chopra spannend um. Bei ein paar Gelegenheiten greift er vermeintlich zu Anti-pakistanischer Propaganda, doch diese wird stets aufgewiegt durch Gräuel auf der "anderen Seite". Die eigentliche Botschaft ist darum: Alle Religionen sollen in Frieden zusammenleben - etwas, was man schliesslich nur bedingungslos unterstützen kann. Das Ende unterstreicht diesen Gedanken und wirkt deshalb vielleicht etwas kitschig - vor allem wenn man weiss, wozu Fanatiker aller Religionen tatsächlich fähig sind.
Die Songs (allen voran der up-tempo-Track "Bumbro") reissen mit, die Kameraführung ist imposant, die Action ergiebig und die Regie des talentierten Vidhu Vinod Chopra ungestüm. Die Schauspieler agieren ebenfalls überzeugend: Preity Zinta ist zwar etwas unterbeschäftigt, aber gut, Khan-Darsteller Sanjay Dutt überzeugt und Altaaf-Mime Hrithik Roshan ist ebenfalls eidnrücklich. Auf sein Konto geht der grösste unfreiwillige Lacher: In einer Szene benutzt er einen Bohrer nur darum, damit man seinen imposanten Bizeps sehen kann. Hrithik wurde unter anderem dank seinen Muckis zum Star, deshalb macht es ja Sinn, seine Physis, das attraktive Profil und die feurige Augen stets ins rechte Licht zu rücken ...

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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Beitrag #10 - erstellt: 09. September 2007
Pehla Nasha (1993)


Eine Liebe kommt
Mit Deepak Tijori, Raveena Tandon, Pooja Bhatt sowie Gastauftritten von Shahrukh Khan, Aamir Khan und Saif Ali Khan
erhältlich in Hindi sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Starmedia bzw. Flashpoint

Story
Der erfolglose Jungschauspieler Deepak Bakshi (Deepak Tijori) träumt von der grossen Karriere, steckt momentan aber in einer finanziellen Krise. Umso glücklicher ist er, als er die Hauptrolle in einem Kinofilm zugesprochen bekommt. Doch schon in der ersten Szene wird verlangt, dass er in einen Ziehbrunnen abtaucht. Da Deepak an Klaustrophobie leidet, vermasselt er die Szene. Am Set bietet ihm sein alter Kumpel Vijay (Jayant Kripalani) Beistand und bietet ihm an, ein paar Tage in dem Luxusapartment zu wohnen, das er für einen verreisten Onkel beaufsichtigt. Deepak akzeptiert und beobachtet vom Balkon aus mit dem Feldstecher fortan allabentlich eine schöne Frau beim Tanzen. Deepak stellt ihr nach und verliebt sich in sie. Sie heisst Avantika Bajaj (Raveena Tandon) und scheint verheiratet zu sein. Doch sie zeigt Interesse an Deepak. Da taucht in ihrer Wohnung ein bärtiger Fremder auf, der sie erwürgt. Deepak, der die Szene beobachtet, kommt zu spät zur Rettung. Für Inspektor Mazumdar (Paresh Rawal) ist Deepak deshalb einer der Verdächtigen. Um seinen Frust herunterzuspülen besucht Deepak eine Bar, in der die schöne Monica (Pooja Bhatt) tanzt. Sie hat genau den gleichen Stil wie die ermordete Avantika!
Review
So richtig böse kann man Ashutosh Gowariker nicht sein, wenn er sich bei Brian De Palma bedient. Jener US-Regisseur ist nämlich einer der grossen Zitierer, Kopierer und Hommagen-Lieferanten Hollywoods, lange bevor Quentin Tarantino daraus eine Kunst gemacht hat. Im Falle seines 1984er-Thriller "Body Double" mit Melanie Griffith holte sich De Palma Inspirationen bei seinem grossen Idol Alfred Hitchcock, massgeblich bei den Filmen "Rear Window", "Vertigo" und "Dial M for Murder". Diese Filme fliessen dementsprechend auch bei Gowarikers "Pehla Nasha" mit ein, doch es bleibt deutlich eine Kopie von "Body Double". Und keine besonders gute. De Palma ist schliesslich ein Meister des Meta-Thrillers, ein Ästhet mit ganz speziellem Stil. "Pehla Nasha" dagegen wirkt beliebig, etwas billig und unbeholfen. Doch ein wenig von De Palmas Geist steckt drin und das macht ihn ganz ansprechend.
So sind die Voyeurs-Szenen ziemlich gut gelungen, die Spannung, die sich aus der Hilflosigkeit des Beobachtenden ergibt, ist auch spürbar. Und die Musik des Komponisten-Duos Neeraj-Uttank verdient Lob. Neben den flotteren Stücken gefiel mir das zweite Lied, "Aaj Raat", das bei den Voyeurs-Tänzen eingespielt wird, ungeheuer gut. Es ist eindringlich gesungen und hat eine betörende Melodie, die unterlegt ist mit Synthesizer-Klängen, welche ihm einen 80er-Jahre-Touch verleihen. Es gehört definitiv zu den Highlights des Films. Ebenso die Gastauftritte von Showbiz-Grössen wie Shahrukh Khan, Saif Ali Khan, Aamir Khan und Juhi Chawla. Das deutsche DVD-Cover, das Aishwarya Rai und Shahrukh in Devdas zeigt, gehört zwar als vorsätzliche Irreführung verbrannt, aber Shahrukh kommt wirklich kurz vor - und ihn neben Aamir stehen zu sehen, bringt das Herz jedes Bollywood-Fans zum Hüpfen, auch wenns nur für ein paar Sekunden ist.
"Pehla Nasha" dürfte sowieso als ein Film in die Geschichte eingehen, in dem das meiste Schauspieler-wird-Regisseur-Personal vorkommt: Gowariker selbst natürlich. Auch der fade Hauptdarsteller Deepak Tijori, der nach etlichen Rollen in den 90ern eingesehen hat, dass er es nie zum grossen Star bringen wird und lieber Regie führen sollte. Filme wie Tom, Dick and Harry, Fareb oder Khamosh sind die Folge davon. Und selbst Hauptdarstellerin Pooja Bhatt zog es nach einer semi-erfolgreichen Schauspiel-Karriere hinter die Kamera, wo sie dem Rest des Bhatt-Clans Gesellschaft leistete. Sie führte Regie bei Holiday und Paap.
Neben den gelungenen Suspense-Momenten und der Musik gibt es leider wenig Brauchbares an dem Thriller. Die Inszenierung ist profan, die Schauspieler alle etwas blass, die Story zu langfädig. Man hätte hier einen knackigen Thriller im 80er-Stil draus fertigen können, analog zu De Palmas Vorlage, doch Gowariker macht zu viele Konzessionen für das indische Publikum und verwässert den Film. Also Shahrukh-Fans: Nicht vom deutschen Cover blenden lassen. Euer Liebling grinst in einer Traumsequenz ein bisschen, macht einmal den Mund auf und geht dann wieder.
(gekürzte Review - alles hier nachlesen )

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Beitrag #11 - erstellt: 09. September 2007
Siddhartha (1972)

Mit Sashi Kapoor,Simi Garewal und Romesh Sharma
in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie deutscher Synchronisation.

Story
Der Brahmanensohn Siddhartha wuchs mit seinem Freund Govinda auf. Mit dem erworbenen Wissen unzufrieden beschließen die beiden Männer, den Weg der Asketen zu gehen. Gemeinsam gehen sie in den Wald und werden Samanas. Siddhartha hat nach Jahren der Wanderschaft nicht die Erfüllung gefunden, die er gesucht hat. Als sie dem predigenden Gautama Buddha begegnen, schließt sich Govinda diesem an; Siddhartha geht seinen eigenen Weg, der ihn in die Stadt führt. Er will nach dem spirituellen das weltliche Leben erfahren.
Dort lernt er die Kurtisane Kamala kennen und lernt von ihr die Kunst der körperlichen Liebe. Sie verschafft ihm Arbeit beim reichen Kaufmann Kamaswami. Siddhartha lernt einige Jahre das weltliche Streben nach Geld und Macht kennen. Anfangs davon belustigt wird er bald selbst ein reicher Kaufmann. Ein Traum zeigt ihm, dass auch das nicht das Ziel seiner Suche gewesen war. Er verlässt Kamala und die Stadt.
Er kommt an einen Fluss, den er bereits auf seinem Weg in die Stadt überquert hatte. Siddhartha beginnt bei dem Fährmann Vasudeva zu leben und als Gehilfe zu arbeiten. Er lernt von ihm die Weisheit des rauschenden Flusses, der an seiner Quelle, an seiner Mündung und an jeder anderen Stelle gleichzeitig ist und sich wie das Leben immer verändert und doch auch immer gleich ist. Eines Tages trifft er am Fluss Kamala mit ihrem gemeinsamen Sohn. Kamala war auf einer Pilgerreise dem sterbenden Gautama Buddha gefolgt und wurde am Flussufer von einer giftigen Schlange gebissen. Nach ihrem Tod kümmert sich Siddhartha um seinen Sohn. Dieser läuft jedoch später genervt von Siddhartha davon, um sein eigenes Leben in der Stadt zu leben. Siddhartha gibt es auf, ihn zurückzuholen

Alles hier nachlesen

Wikipedia.de

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Beitrag #12 - erstellt: 09. September 2007
Soch (2002)

Gedanken, die aus Liebe töten
Mit Sanjay Kapoor, Raveena Tandon und Arbaaz Khan
in Hindi sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Cultmovies

Story
Raj Matthews (Sanjay Kapoor) ist einer der grössten Stars Bollywoods. Doch sein Privatleben ist ein Debakel: Ehefrau Madhurika (Aditi Govitrikar), die einen Hitfilm hatte und danach Rajs Gattin wurde, ist extrem eifersüchtig. Sie wirft ihm vor, mit seiner Kollegin und Regisseurin Preeti Sardesai (Raveena Tandon) eine Affäre zu haben. Madhu geht sogar soweit, ihren Ehemann und seine vermeintliche Geliebte tätlich anzugreifen. Als eines Tages Madhu in der Disco erschossen wird, ist für die Polizei klar: Raj ist der Mörder. Erst nach einer Falschaussage von Preeti kommt er frei und trifft den wahren Killer: Om (Arbaaz Khan). Der erklärt, er habe Madhu umgebracht, damit Raj danach seinen Teil eines obskuren Deals erledigen kann: Oms Vater töten, den stellvertretenden Polizei-Commissioner Nautiyal (Danny Denzongpa).
Review
Mit der Mord-übers-Kreuz-Idee aus Alfred Hitchcocks "Strangers on a Train" versucht sich Regiedebütant Sushen Bhatnagar an einem psychologischen Thriller. Er scheitert. Seine oft verzögerte Produktion, gespickt mit ärgerlichen Anschlussfehlern und Logiklöchern, ist zäh und uneinheitlich inszeniert, die psychologische Motivation albern. Nur die Schauspieler retten den ansonsten uninspirierten Film vor dem Absturz. Bester Mann im Team ist Arbaaz Khan als charismatischer Bösewicht, knapp dahinter die beste Dame: Ex-Model Aditi Govitrikar, 2001 zur schönsten Mama der Welt gekürt ("Mrs. World"). Sie gibt ein gutes Debüt, wenngleich ihre Figur schlecht ausgearbeitet ist.
Sanjay Kapoor war immer schon ein etwas träger Darsteller, hier leistet er immerhin solide Arbeit. Raveena Tandon nimmt man nie und nimmer ab, dass sie eine Regisseurin darstellen soll, aber ihr glamouröser Look (nicht in allen Szenen) gibt optisch was her. Der noch grössere Hingucker ist nur Anjala Zaveri im schicken Song "Dil Dhoondo Hai". Die restlichen Lieder sind passabel, aber kaum erwähnenswert. Dieser Eindruck zieht sich eigentlich durch alle Aspekte des Films, ausser der Story, die durchs Band enttäuscht: Die Erzählweise ist langweilig, das Polizei-Prozedere macht keinen Sinn, Nautiyals Figur ist nicht ausgereift, Oms Aktionen fehlt es an Ernsthaftigkeit. Im Finale angelangt, fällt die Geschichte dann komplett auseinander und wirkt nur noch lächerlich.
145 Minuten lang Durchschnittlichkeit und Belanglosigkeit aufsaugen? Nicht nötig. Da bietet Hitchcocks Ideen-Lieferant den deutlich spannenderen Film. "Soch" hingegen hat kaum Suspense und versucht sogar, mit einer lästigen Comedy-Schiene um Tiku Talsania als Möchtegern-Killer aus Bihar die Ereignisse aufzulockern. Eine Fehlzündung. Wenn schon Humor, dann richtig: Danny De Vito hat aus Hitchcocks Vorbild 1987 eine rabenschwarze Komödie namens "Throw Momma From the Train" gezimmert. Die ist ein paar Klassen gelungener als der abgeschmackte "Soch".

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Beitrag #13 - erstellt: 20. Februar 2008
Paheli (2005)



Die Schöne und der Geist
Mit Shahrukh Khan, Rani Mukherjee, Amitabh Bachchan, Juhi Chawla und Anupam Kher
erhältlich in deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Stardust

Story
Die schöne Lachchi (Rani Mukherji) wird mit Kishan (Shahrukh Khan) verheiratet, dem Sohn des steinreichen und obergeizigen Händlers Bhanwarlal (Anupam Kher) aus Rajastan. Doch schon in der Hochzeitsnacht lässt Kishan seine Gattin links liegen. Da er mehr am Geld und am Segen seines Vaters interessiert ist, erklärt er ihr, er werde für fünf Jahre verreisen, um Geld zu machen. Lachchis Herz ist gebrochen, eine Stütze findet sie lediglich in Kishans Schwägerin Gajrobai (Juhi Chawla), deren Gatte (Sunil Shetty) ebenfalls verschwunden ist. Doch da steht Kishan plötzlich wieder im Haus. Lachchi ist überglücklich. Erst im Schlafzimmer erklärt Kishan ihr, dass er ein Geist ist. Der echte Kishan sei tatsächlich verreist, er, der nette Geist, habe sich jedoch derart in Lachchi verliebt, dass er Kishans Gestalt angenommen hat. Lachchi muss sich entscheiden, ob sie nun fünf Jahre ein Leben mit einem sympathischen Abbild ihres kühlen Gatten verbringen will - oder ob sie den Geist zurückweist. Sie entscheidet sich für die Liebe. Und für den Geist. Kann das gut gehen?
Review
"Paheli" ist ein sagenhaft schöner Film. Kein spannender, kein tiefgründiger, kein besonders witziger, kein bewegender und auch kein umwerfend neuartiger Film. Derart schön sogar, dass man ihn vorbehaltlos empfehlen kann, vorzugsweise natürlich auf der grossen Leinwand, wo die Bilder und Farbenpracht am besten zum Zug kommen. Doch "Paheli" ist unter seiner betörenden Schönheit eine leichte Enttäuschung für ein Werk dieser Bollywood-Grösse.
Von der ersten Minute an ist klar, dass dies ein Film trunken von Schönheit ist. Die Farbdramaturgie ist unglaublich, das ländliche Indien einmal mehr märchenhaft eingefangen und manche Bauten (etwa an die Wasserreservoire mit dem Treppenwirrwarr) sind spektakulär gefilmt. Dazwischen die bekanntesten Stars, die man zum Teil nur selten zuvor schöner gesehen hat - vor allem Rani Mukherjee und Juhi Chawla. Kameramann Ravi K. Chandran (Black, Yuva, Koi... Mil Gaya) brilliert also einmal mehr und zeigt die Akteure von der besten Seite. Sieht man mal von Shahrukh Khan ab, dessen Alter er nicht immer kaschieren kann und dessen schneeweisses Hühnerbrüstchen etwas zu oft im Bildmittelpunkt stehen muss.
Und ansonsten ist King Khan sowieso okay. An seiner Seite mal wieder Rani Mukherjee, und während sie sehr viel Lob erntete für ihren Part, fand ich sie etwas fad. Nicht vom Aussehen - die Frau ist eine Pracht. Auch nicht vom Tanz her. Aber die Rolle fordert ihr nicht viel mehr ab, als ein paar Mal zu heulen. Es fehlt das gewisse Etwas, ja, es fehlt bisweilen sogar die Chemie zu Shahrukh.

Juhi Chawla ist reizend in der Nebenrolle, Anupam Kher eine wahre Freude als geiziger Papa. Amitabh Bachchan taucht spät für eine witzige Szene auf. Sunil Shetty ist ebenso verschwendet wie sein kurzer Subplot. Dilip Prabhavalkar ist herrlich als etwas tölpelhafter Raucher-Onkel und Rajpal Yadav kommt deutlich zu wenig vor - er amüsiert aber in seinen wenigen Szenen famos. Naseeruddin Shah hört man nur als Puppenkönig. Er und seine Königin sind Kommentatoren der Geschichte und sozusagen Berater des Geistes.
Der erste Track, "Minnat Kare", ist ein Meer aus Farben, blendend choreografiert von Farah Khan. Bestes Lied (mit riesigem Abstand) ist das hypnotische "Dhere Jalna", das im Film leider aufgeteilt wird und nicht gerade eindrücklich inszeniert ist. Erwähnenswert ist auch der ulkige "Phir Raat Kati", der mir als Song gar nicht gefallen hat - aber zu den witzigen Bildern des Abspanns passt der Track wie die Faust aufs Auge.
Ganz zum Schluss muss ich doch nochmals zum Inhalt zurückkommen. Für einen Liebesfilm sind mir da zu wenig Funken. Und für eine Komödie gibts zu wenig Comedy. Für ein Märchen zu wenig Zauber.
Und so bleibt "Paheli" eben ein Fest für die Augen. Und die Ohren. Und natürlich für die Shahrukh-Fans, die selbst seine bleiche Brust wohl mit Liebesschwüren eindecken werden. Es ist ein kurzweiliger, harmloser Film. Einer für Zwischendurch, einer zum still geniessen. Oder wie am Anfang schon gesagt: Ein schöner Film. Bloss eben nicht viel mehr.
Gekürzte Review, alles hier nachlesen.

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Beitrag #14 - erstellt: 15. Mai 2008
Life ... in a Metro (2007)


Die Liebe kommt nie zu spät
Mit Shilpa Shetty, Konkona Sen Sharma, Kay Kay Menon, Irfan Khan und Dharmendra
erhältlich in Hindi sowie deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Asian Film Network / Ascot Elite

Story
Shikha (Shilpa Shetty) und Ranjeet Kapoor (Kay Kay Menon) haben sich auseinandergelebt. Das Ehepaar hat ein Kind, aber keine Liebe mehr füreinander. Er geht deshalb schon seit Jahren fremd - mit der jungen Neha (Kangana Ranaut), der Zimmergenossin von Shikhas Schwester Shruti Ghosh (Konkona Sen Sharma). Um ungestört zu sein, nutzt Ranjeet die Wohnung seines Angstellten Rahul (Sharman Joshi), eines jungen Macher-Typen, der Karriere und Sex vor Beziehungen setzt. Obwohl er eigentlich in Neha verliebt wäre. Gerade mit der Liebe hapert es auch bei Shruti, die hofft, per Anzeige endlich einen Mann zu finden. Doch der etwas plumpe Monty (Irfan Khan) sagt ihr beim ersten Date nicht zu. Erst nach einem missglückten Versuch mit einem Bürokollegen erkennt sie Montys Werte. Und selbst Shikha blüht neu auf: in den Armen des melancholischen Schauspielers Akash Sharma (Shiney Ahuja). Doch wie weit kann sie mit ihm gehen?
Review
Bei Ensemblefilmen liegt oft der Verdacht nahe, ein Regisseur erzähle mehrere Geschichten gerade noch halbwegs gut, damit er nicht eine einzige richtig gut herüberbringen muss. Wenn ein Filmemacher nicht wirklich das Talent zu einem solchen Unterfangen hat, wirkt es dementsprechend faul. Man nehme ein paar gute Akteure, erzähle kleine Geschichtchen und vermische alles hübsch - voilà.

"Life in a... Metro" reiht sich da ein. Die Stars sind wunderbar, die Inszenierung geschmackvoll, die Musik auch nicht übel, doch es fehlt an echten Ideen, an ausgereiften Stories. Stattdessen bekommen wir drei Handlungsstränge, etwas forciert verknüpft und letztendlich überraschend oberflächlich. Aber weil alles so schmuck verpackt und gefällig dargeboten ist, fühlt man sich doch nie gelangweilt. Das ist eher das Lob an den Regisseur Anurag Basu als an den Autor Basu.
Den obersten Platz auf der Star-Leiter nimmt Shilpa Shetty ein. Mithalten kann Filmschwester Konkona Sen Sharma, die einfach immer eine Freude ist und Texte wie "28, Single und immer noch Jungfrau" mit sprödem Charme bringt. Ebenso ihr Partner Irfan Khan, auf dessen Konto der meiste Humor des Films geht. Kay Kay Menon und Rang De Basanti-Scherzkeks Sharman Joshi zeigen sich auch von einer überzeugenden Seite, Kangana Ranaut (Gangster) ist etwas blass, aber brauchbar. Weiter unten bleibt noch Platz für drei Personen. Da ist der latent zu hoch gelobte Sjiney Ahuja, dessen Abneigung wohl in meinen Genen sitzt. Er ist langweilig wie eh und je, der Tag, an dem er die Schauspielerei aufgibt, ist ein guter Tag. Etwas schmerzhafter die Aussage, dass Dharmendra nicht so überzeugt. Er wirkt abgehalftert und die Mini-Story mit Nafisa Ali ist zwar rührend, aber derart dünn, dass auch die Akteure sich nicht entfalten können.

Nichtsdestotrotz ist dieses Ensemble ein Genuss und Basu tut gut daran, immer wieder in recht kurzen Intervallen zwischen ihnen hin- und herzuschneiden. So bleibt das Tempo hoch, das Interesse wach. Abflachen tut es nur während den Songs. Die allesamt soliden Lieder von Pritam haben einen rockigen Touch und die Macher haben die ungünstige Entscheidung getroffen, bei jedem Lied eine dreiköpfige Band ins Bild zu bringen. Mit der Zeit wird das fast schon unfreiwillig komisch, wenn diese drei Kerle wieder und wieder ins Bild schunkeln, um ihr Liedchen zu trällern und der Film in eine Montage übergeht. Eine Montage kann gerade in einem Ensemble-Film ein starkes Mittel sein, Gefühle zu bündeln - legendär etwa jene in "Magnolia" zu Aimee Manns "Wise up". Hier findet keine Bündelung statt, bloss eine holprige Weiterführung der Story, gemischt mit einer halbherzigen Montage und eben Bildern dieser Band. Jedes Mal gleich aufgebaut und daher rasch abgenutzt. Schade, dass Basu ausgerechnet Montagen hier derart vergeigt.

Daher ist auch mein Fazit etwas durchzogen. Ich hab "Life in a... Metro" durchaus genossen, die Schauspieler sind toll, das Abbild des urbanen Indiens ist gelungen, die Bildsprache erfreut. Doch mit dünner Handlung, schlecht eingesetzten Song-Montagen und mangelndem Tiefgang bleibt ein schaler Nachgeschmack. Der Film ist nicht ganz so clever, nicht ganz so gefühlvoll und nicht ganz so glaubwürdig, wie er hätte sein können, weshalb man eher auf seine Schauwerte achtet. Bilder, Stars, Kostüme, Musik.

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Beitrag #15 - erstellt: 20. Juni 2008
Humko Deewana Kar Gaye (2006)



Liebe überwindet alle Grenzen
Mit Akshay Kumar, Katrina Kaif, Bipasha Basu, Anil Kapoor und Helen
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Asian Film Network / Ascot Elite

Story
Der Autobauer und -Verkäufer Aditya Malhotra (Akshay Kumar) verlobt sich mit der schönen Sonia Berry (Bipasha Basu). Die Heirat steht bald an, obwohl ihre Eltern ihn nur bedingt mögen und Sonia mindestens 5 Jahre lang die Karriere vor das Kinderkriegen stellen will. Als Aditya befördert wird und nach Kanada fliegen muss, trifft er auf die reizende Jia Yashvardhan (Katrina Kaif). Die beiden verstehen sich auf Anhieb blendend. Sie verbringen immer mehr Zeit miteinander und verlieben sich - obwohl nicht nur Aditya verlobt ist, sondern auch Jia: In den steinreichen Karan Oberoi (Anil Kapoor).
Review
"Humko Deewana Kar Gaye" ist eine Bollywood-Reissbrettromanze mit Logiklöchern und Überlänge. Aber auf seine unprätentiöse, leichtfüssige und konservative Art unterhielt er mich blendend.
Natürlich muss man bereit sein, ein paar Probleme zu überschauen. Da ist etwa das magere Drehbuch, dessen Story von Anfang an voraussehbar ist. Da sind die Klischees, die aus "Notting Hill" geklauten Szenen und ein paar nutzlose Nebenhandlungen (wie jene mit dem Ehepaar Pammi + Sardar). Da ist aber auch das schwache Ende, das rein mechanisch funktioniert und unglaubwürdiger ist, als in den Vorbildern der 90er. Man weiss, was passiert, aber es passiert unmotiviert und gekünstelt. Glücklich jedoch, wer sich davon nicht abschrecken lässt - denn der Rest macht Spass. Vor allem die Musik: Blockbuster-Komponist Anu Malik ist mal wieder in guter Form und liefert ein paar klasse Stücke ab, vom fetzigen "Rock Star" über das melodiöse Titellied (mit Himesh Reshammiya) und den peppigen "Fanah" bis hin zum Discotrack "For Your Eyes Only", den die gute ate Item-Number-Ikone Helen einleiten darf.

Helen ist nicht das einzige bekannte Gesicht in einem bemerkenswerten Cast. So gibt es Black-Mutter Shernaz Patel zu erblicken, Altstar Ranjeet als Adityas Vater, die nach ihrem Debüt-Superhit Maine Pyar Kiya beinahe verschwundene Bhagyashree als Adityas Schwester, Comedy-Sidekick Vivek Shaq - und die vier Stars: Anil Kapoor in einer ausgeweiteten Gastrolle, die umwerfende Bipasha Basu im undankbaren "fünftes Rad am Wagen"-Part, Salman Khans momentane Herzdame Katrina Kaif als Heldin und natürlich Akshay Kumar als Held.

Akshay, der mit Raj Kanwar zuletzt Andaaz drehte, gefiel mir hier besser als in seinen jüngeren Hits von Garam Masala bis Dosti.Noch überraschender ist Katrina Kaifs Auftritt. Nachdem die Schöne in Maine Pyar Kyun Kiya? noch zu den Schwachstellen gehörte, spielt sie sich hier mit Zurückhaltung in die Herzen der Zuschauer. Da stört es auch nicht, dass sie wie in ihren vorherigen Hindi-Filmen gedubbt wurde. Die Synchro übernahm die erfahrene Sprecherin Mona Ghosh und wenn man nicht weiss, dass hier "geschummelt" wurde, hört man schnell darüber hinweg.
Mit dem charmanten Paar an der Spitze, flotter Musik als Tempo machender Unterstützung, geschmeidiger Choreografie des in letzter Zeit etwas schmierigen Ganesh Acharya und einer ansprechenden visuellen Präsentation kann nicht mehr viel schief gehen. "Humko Deewana Kar Gaye" hat seine Mängel, wirkt in der heutigen Zeit etwas angestaubt - doch wer auf Romanzen im 90er-Stil steht und auf anspruchslose Unterhaltung aus ist, landet hier auf jeden Fall einen Treffer. Einzig den grossen Herzwärmer vermisste ich etwas, vieles wirkte leicht distanziert, was auch am enttäuschenden Finale liegt.

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Alle Rechtschreibfehler sind volle Absicht!
Zusammen ergeben sie eine geheime Nachricht
mit der ich versuche, die Weltherrschaft an mich zu reißen…

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Beitrag #16 - erstellt: 25. Juli 2008
Agni Varsha (2000)


The Fire and the Rain
Mit Milind Soman, Raveena Tandon und Amitabh Bachchan
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln.
Vertrieb: CMV

Story
10 Jahre lang hat es nicht geregnet. Die letzte Hoffnung liegt auf dem Oberpriester Paravasu (Jackie Shroff), der ein grosses Opferfeuer plant, um den Gott Indra (Amitabh Bachchan) zu besänftigen. Just nun taucht Paravasus Erzfeind Yavakri (Telugu-Star Nagarjuna Akkineni) auf, der 10 Jahre im Dschungel verbrachte, um Erleuchtung zu finden. Er erhebt Anspruch auf Paravasus Posten - und dessen schöne Frau Vishakha (Raveena Tandon). Yavakri lässt die alte Glut für Vishakha wieder aufflammen, worauf Paravasus Vater einen Dämon (Tänzer Prabhudeva) auf Yavakri hetzt. Paravasus jüngerer, etwas naiver Bruder Arvasu (Milind Soman) will Yavakri beistehen, kommt aber zu spät. Da er Yavakri beerdigen muss, verpasst er seine Heirat mit dem Bauernmädchen Nittilai (Sonali Kulkarni, Dil Chahta Hai), die daraufhin prompt mit einem Mann aus dem Dorf vermählt wird.
Review
"Agni Varsha" basiert auf Girish Karnads Stück "The Fire and the Rain". Regisseur Arjun Sajnani, der bereits die Bühnenadaption beaufsichtigte, übernahm für diese Filmversion die Regie. Das Potential für ein anspruchsvolles Drama ist gegeben. Tatsächlich sind die Bilder von Lagaan-Kameramann Anil Mehta wunderschön - und damit hat es sich eigentlich mit dem Lob für das theatralische Unding. Obwohl nur 129 Minuten lang, ist "Agni Varsha" zäh, inkoherent und langweilig. Die erste Stunde passiert fast nichts, in der zweite passiert soviel, dass es konfus wird. Und die billigen Effekte sind eher lächerlich als beeindruckend. Die Schauspieler sind nur eine beschränkte Kompensation für dieses zeitweilige Erzählchaos - manche Akteure tauchen auf und sind dann für 30 Minuten weg, nur um danach mit einer anderen Agenda wieder aufzutauchen. Top-Credit bekommt Jackie Shroff, der so steif spielt wie immer. Ich mag ihn nicht besonders - und hier hat er es nicht besser verdient. Raveena Tandon ist eigentlich recht gut, aber verschwendet. Von der knisternden Erotik, die der Covertext ankündigt, ist nichts zu sehen. Der Cameo-Auftritt von Superstar Amitabh Bachchan ist etwas peinlich. Bleiben die beiden Jungen: Sonali Kulkarni hat ein wundersüsses Gesicht, doch ihre Rolle ist uninspiriert. Zudem hat sie um den Bauch ein paar Ringe angesetzt, was in Bollywood sowieso nicht gut ankommt - v.a. in einem so leicht bekleideten Film. Model Milind Soman hats auch nicht besser: Sein Astralkörper macht sich zwar in dem Klima gut und ich mag seine maskulinen Züge eigentlich sehr - aber diese Rolle irgendwo zwischen Held und Waschlappen hinterlässt einen schalen Nachgeschmack. Milind spielt den Part leicht infantil und das macht sich irgendwie nicht gut. Er kommt als Tollpatsch rüber - und als schlechter Schauspieler. Das hat er nicht verdient. "Agni Varsha" kann ich deshalb nicht empfehlen. Die Aufnahmen sind schön, Raveena ist schön und Milind ist schön. Zudem sind Ansätze einer interessanten Story vorhanden. Deshalb knapp 2 Sterne. Aber ihr fahrt besser, wenn ihr das Werk meidet.

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Beitrag #17 - erstellt: 25. September 2008
3 Deewarein (2003)



Drei Häftlinge im Todestrakt
Mit Jackie Shroff, Juhi Chawla, Gulshan Grover und Naseeruddin Shah
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Walt Disney

Story
Der Anwalt und Poet Jaggu (Jackie Shroff) sitzt wegen Mordes an seiner Frau im Knast. Er ist geständig und soll exekutiert werden. Er freundet sich mit zwei anderen Todeskandidaten an: Mit dem vom Leben frustrierten Naagya (Regisseur Nagesh Kukunoor), der seine Frau (Asmita) vor ein Auto geworfen haben soll, jedoch behauptet, es sei ein Unfall gewesen. Und mit Ishaan (Naseeruddin Shah), einem Bankräuber, der aus Versehen eine Kassiererin (Sharada) erschossen hat. Die Anstalt, in der die drei sitzen, wird von Mohan (Gulshan Grover) auf humane Art geführt. Deshalb erlaubt er auch der Dok-Filmerin Chandrika (Juhi Chawla), einen Film über die drei Todeskandidaten zu drehen. Bei den Interviews kommen sich Chandrika und die Männer näher. Daraus schöpft Chandrika auch die Kraft, sich gegen ihren Gatten Sunil (Vallabh Vyas) aufzulehnen.
Review
Regisseur und Schauspieler Nagesh Kukunoor legt nach seiner Bollywood-Satire Bollywood Calling erneut einen ungewöhnlichen Film vor - diesmal jedoch in einem anderen Genre: "3 Deewarein" ist ein Knastdrama in der Tradition von "The Shawshank Redemption". Zwei Stunden kurz, brillant gespielt, kompetent inszeniert und unterhaltsam erzählt. Zum Schluss hat Kukunoor sogar ein paar Überraschungen auf Lager, die den Film in Thriller-Gefilde manövrieren. Seine Kraft schöpft "3 Deewarein" jedoch vorwiegend aus den Charakteren. Den drei Männern und Chandrika. In gewissem Sinne muss Chandrika die Mauern der drei einreissen (daher eine Interpretation des Titels "3 Mauern", die andere liegt in einem Gedicht von Jaggu) und als Zuschauer folgt man gespannt den emotionalen und handlungsmässigen Entwicklungen.
"3 Deewarein" hat ein paar allzu plakative Momente, Jackie Shroff spielt etwas gar zu selbstverliebt und die Knastis kommen etwas gar zu sympathisch weg (immerhin spielt der Film in einem Knast für Schwerverbrecher) - aber das nimmt dem Werk nur bedingt seine Kraft. Zu flott wird die Geschichte erzählt, zu gut die Charaktere aufgebaut, zu toll spielen Juhi Chawla und Naseeruddin Shah, als dass man sich für solche Probleme interessieren würde. Sie sind da, aber sie sind nicht erdrückend. Das Fazit kann also nur lauten: Empfehlenswert - aber an das Meisterwerk "The Shawshank Redemption" kommt "3 Deewarein" dennoch zu keiner Minute heran.

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Beitrag #18 - erstellt: 25. September 2008
Delhii Heights (2007)



Über den Dächern von Delhi
Mit Jimmy Shergill, Neha Dhupia und Om Puri
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Walt Disney

Story
Im Apartment-Hochhaus "Delhii Heights" wohnt eine ganz unterschiedliche Schar von Mietern. Unter ihnen das frisch verheiratete Paar Abi (Jimmy Shergill) und Suhana (Neha Dhupia). Die beiden arbeiten für rivalisierende Werbefirmen, daher gibt es schon bald Zoff in der Beziehung. Verstärkt wird dieser durch Suhanas kumpelhafte Beziehung zu Bobby (Rohit Roy). Der Playboy ist Abis Jugendfreund und betrügt seine Frau Saima (Simone Singh), wann immer er kann. Abis väterlicher Freund, der Sikh Timmy Kohli (Om Puri), betrachtet die Probleme mit Anteilnahme, doch er selbst hat gerade seine eigenen Sorgen, denn er und seine Frau (Kamini Khana) verheiraten bald ihre Tochter Sweetie. Und Timmys Bruder Lucky (Vivek Shaq) gerät wegen seiner Wettgeschäfte in Konflikt mit der Justiz.
Review
Primär geht es wohl darum, einen Querschnitt durch das Alltagslegen zu liefern - einen slice of life. Daher eignen sich derartige Ensemblefilme auch durchaus gut für Werke mit kleinerem Budget. Wie "Delhii Heights", der einen Querschnitt durch die Einwohnerschaft eines Delhi-Hochhauses bieten will, stellvertretend für die Bewohner der Metropole im Allgemeinen.

Das gelingt Regiedebütant Anand Kumar nur teilweise. In der ersten Hindi-Arbeit des südindischen Produktionshauses Sivaji Productions tischt Kumar primär Klischees und Stereotypen auf. Die Figuren wirken gekünstelt, ihre Probleme konstruiert oder weit hergeholt - vom fremd gehenden Ehemann über die sexgeilen Jungs bis zum Ehepaar mit den gegnerischen Jobs. Gerade bei einem Film, der Lebensnähe zum Programm macht, leidet unter solcher Oberflächlichkeit und fehlender Klischee-Reflektion.

"Delhii Heights", wie so mancher drehbuchschwache Ensemble-Film vor ihm, macht seine Mankos aber partiell mit einem guten Cast weg. So geben der deutlich gealterte Jimmy Shergill und Filmgattin Neha Dhupia ein glaubhaftes modernes Paar ab, beide spielen relativ natürlich. Jimmys Schlussmonolog ruft Erinnerungen an "Jerry Maguire" wach, doch wo jener zu Herzen ging und René Zellweger mit dem klassischen Satz "You had me at hello" auf die überlange Rede von Tom Cruise reagierte, kommt Neha hier nur ein "Wirst du nicht müde bei so langen Reden?" über die Lippen. Buh! Om Puri ist wie immer eine sichere Bank, selbst in einer schwachen Rolle wie dieser. Rohit Roy bleibt etwas steif, Vivek Shaq geht als Comic Relief gehörig over the top. Und Madhavan absolviert einen Gastauftritt als er selbst.

Punjabi-Folk-Sänger und Debüt-Filmkomponist Rabbi Shergill steuert ein paar solide und ungewöhnliche Tracks bei, darunter den netten "Tere Bin", in dem er unpassenderweise auch selbst auftritt, als eine Art singender Geist-Kommentator hinter dem leidenden Jimmy Shergill. Richtig zünden will denn auch erst die Folk-Rock-Nummer "Dilli" - und die kommt ironischerweise im Abspann, wenn eh schon alles verloren ist. Kurz: Es bleibt einfach alles etwas dürftig hier.

gekürtzte Review, alles hier nachlesen

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Beitrag #19 - erstellt: 25. September 2008
Risk (2007)



Mörderischer Einsatz
Mit Randeep Hooda, Vinod Khanna und Tanushree Dutta
erhältlich in Hindi mit deutschen Untertiteln sowie deutscher Synchronisation.
Vertrieb: Walt Disney

Story
Suryakanth Satam (Randeep Hooda) ist der engagierteste Cop Mumbais. Wenn er einen Gangster nicht einbuchten kann, erschiesst er ihn einfach und schreibt einen Encounter-Report. Das geht so lange gut, bis er sich mit zwei mächtigen Leuten anlegt: Der mächtigen Devki Wardhan (Seemas Biswas) und dem Gangsterboss Khalid (Vinod Khanna), der von Bangkok aus seine Geschäfte leitet. Als Suryakanth ihnen zu gefährlich wird, lösen sie bei der Festnahme Devkis einen Tumult aus, bei dem zwei Männer umkommen. Suryakanth wird suspendiert und hinter Gitter gesteckt. Dort lässt er sich von Khalid überreden, zu ihm überzuwechseln. Nach seiner Freilassung tritt Suryakanth wieder in den Polizeidienst ein und tötet noch fleissiger als zuvor. Nur für wen?
Review
"Risk", die zweite Regiearbeit des Ram Gopal Varma-Schützlings Vishram Sawant, ist ein Paradebeispiel für solch einen unnützen und uninspirierten Gangster-Murks. Auf den ersten Blick sauber gemacht, doch nach ein paar Minuten ein repetitiver und vorhersehbarer Langweiler, der sich zu allem Übel noch grauenhaft ernst nimmt und Selbstjustiz von Cops (in Indien gerne Encounters genannt) als ehrenvolle Sache gutheisst. Für die Hauptrolle verpflichtete Sawant den jungen Randeep Hooda, den Star seines Debüts D. Hooda repräsentiert den Fim bestens: kantig, ernst und verkrampft. Er wandelt auf einer feinen Linie zwischen cool und ausdruckslos, leider steht er zu oft auf der falschen Seite. Diesem Spiel zwei Stunden lang zuzusehen, wird ziemlich anstrengend.

Zum Glück gibt es Nebendarsteller, die etwas mehr Flair entwickeln. So etwa Altstar Vinod Khanna, der nach dem von kaum jemanden gesehenen 2005er-Film Pehchaan: The Face of Truth hier eine seiner seltenen Filmauftritte abliefert. Khanna spielt mit diabolischer Gelassenheit und ist absolut sehenswert. Yashpal Sharma als sein Bruder und Makrand Deshpande als sein Handlanger sind ebenso nicht übel, bleiben aber in Gangsterfilm-Stereotypen verhaftet. Bei den Damen fällt Tanushree Dutta ins Auge. Die sexy Schauspielerin darf im einzigen richtigen Song des Films, dem rasanten "Hitchki", abtanzen und ist selbst in den dramatischen Szenen nicht übel, sieht man von einer Konfrontationsszene mit Hooda ab, in der sie steif agiert. Steif auch, und das überrascht, der Auftritt von Seema Biswas (Water, Bandit Queen) als Gangsterchefin.

"Risk" mag solide Stars aufbieten und routiniert erzählt sein, doch die möchtegern-coole Inszenierung mit ihren seit Company Genre-patentierten und von mir längst verteufelten Jump-Cuts ärgert von Anfang an, der Missmut über den bescheidenen Plot folgt bald darauf. Und selbst über den Background-Score darf man die Stirn runzeln, der ist nämlich oft aufdringlich und wenn er mal leise klingt, dann ist er vom "Gladiator"-Soundtrack gestohlen. An einer Stelle jedenfalls. Aber das ist halb so schlimm, den Strick dreh ich "Risk" nicht wegen einem kleinen Musik-Plagiat, sondern wegen Belanglosigkeit. Und kompletter Unnötigkeit.

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Beitrag #20 - erstellt: 22. November 2008
Saawariya (2007)



Mit Ranbir Kapoor, Sonan Kapoor, Rani Mukherjee und Salman Khan
erhältlich in Hindi mit deutschen, englischen, französischen, türkischen und arabischen Untertiteln.
Vertrieb: Sony

Story
Der Träumer Ranbir Raj (Ranbir Kapoor) kommt in eine Stadt, um dort mit seinen Gesang- und Musikkünsten zu etwas Geld zu kommen. Als erstes freundet er sich mit der Prostituierten Gulabji (Rani Mukherjee) an, die ihn einen Rock-Star-Engel nennt und ihn an die alte Lilian (Zohra Sehgal) vermittelt. Bei ihr kommt Ranbir unter und wird noch gleich ihr Ersatzsohn. Gleichzeitig findet er einen Job in der Bar "RK". Eines Nachts erblickt er auf einer der Brücken der Stadt die schöne Sakina (Sonam Kapoor) - und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Doch als er der stets traurigen Frau seine Gefühle beichten will, erklärt sie ihm, dass sie einen anderen liebt. Er heisst Imaan (Salman Khan) und versprach ihr einst, sie auf dieser Brücke wieder zu treffen. Seither wartet sie auf ihn, wie benommen vor Sehnsucht. Ranbir nimmt sich vor, sie aufzuheitern oder vielleicht sogar zu verführen. Die beiden verbringen vier schöne Nächte in der Stadt und kommen sich tatsächlich näher.
Review
"Weisse Nächte" aus dem Jahr 1848 diente "Saawariya" als Vorlage und die Struktur blieb erhalten. Nur entfernte Bhansali fast allen Tiefgang und alle Dramatik, ihm war weniger an den zerrissenen Figuren und den Nuancen gelegen, denn an der Story an sich. So behält er zwar ganz vage die Idee, dass Sakinas Angebeteter Imaan gar nicht real sein könnte und die Frau in ihrer Verzweiflung nur noch einem Geist nachträumt - doch tatsächlich widmen tut sich Bhansali dieser Möglichkeit nicht. Bei ihm ist alles simpler.
Sein deutlichstes Vorbild dürfte "Moulin Rouge" sein, dessen Klasse er in keiner Sekunde erreicht, dessen Ausstattung und Pop-Kitsch-Liebe er aber anpeilt. Manches gelingt ihm denn auch ganz gut, so sind die Sets mit ihrem Blaustich ansprechend. Mir gefielen die vielen Schilder und Schriftzüge, die jede Komposition bereicherten. Der Film dürfte etwas heller sein, doch er spielt primär nachts, so dass die leuchtenden Farben zu stark gebleicht werden.

Ebenso souverän die Musik. Es sind zu viele Stücke und nicht alle sind gut - doch "Saawariya" möchte ein waschechtes Musical sein und dazu gehören eben auch viele Lieder. Darunter hat es gesangliche wie inszenatorische Kleinode, die Laune machen. Und letztendlich ist sicher auch die Geschichte nicht schlecht. Sie erzählt vom Egoismus der grossen Liebe, davon, dass man vor Verblendung nichts mehr anderes sehen will, dass man aber trotzdem liebt, mit aller Kraft. Alle lieben hier mit hoher Intensität den falschen: Gulabji den Ranbir, er die Sakina und sie den Imaan. Eine teuflische Kette, die für manch dramatischen Moment sorgt, der auch sicher berühren würde, wenn Bhansali nicht alles mit seinem Kitsch, den ich ja an sich mag, ertränkt.

Im Fokus stehen natürlich die Star-Kids: Ranbir Kapoor und Sonam Kapoor. Er ist der Sohn von Altstar Rishi Kapoor, sie die Tochter von Anil Kapoor. Ranbir bekommt von beiden mehr Platz und er nutzt ihn ganz gut. In "Jab Se Tere Naina" zeigt er, dass er nicht den Body seines Vaters geerbt hat, sondern einen knackigen Hintern zeigen darf und richtig durchtrainiert ist. Da beneidet man ihn fast drum. Weniger hingegen um seine Nase.
Dasselbe gilt für Sonam, die zwar ein klassisch-schöneres Gesicht hat als ihr Co-Star, die mir aber eine Spur zu flüchtig wirkt. Zu glatt, zu wenig von innen heraus spielend. Auch das aber sicher kein übles Debüt, beide zusammen agieren bisweilen ganz putzig. Und sicher besser als Salman Khan, der für ein paar Minuten in die Kamera gähnt. So langweilig war er in letzter Zeit selten und auch wenn er Melancholie versprühen soll, gibt es keine Rechtfertigung dafür, dies so angeödet zu tun. Das macht es auch arg unglaubwürdig, dass Sakina ihn über so lange Zeit anhimmelt und Ranbirs Liebe abweist. Besser kommt Rani Mukherjee weg, die eine stattliche Nebenrolle absolviert und als einzige im Cast natürlich spielt. Sie zeigt die beste Leistung und das trotz einiger grässlicher Texte, die absichtlich falsches Englisch einsetzen.

Kurz und gut: Der Film ging an Kritik und Publikum vorbei - ganz einfach, weil viele nichts damit anfangen konnten. Er ist wirklich nicht besonders gut, dazu ertrinken die Emotionen zu oft im Zuckerguss, er hat Längen und Spannungsdefizite, die beiden Jungstars wirken etwas oberflächlich.

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Beitrag #21 - erstellt: 08. Februar 2009
Viruddh (2005)



Liebe für die Ewigkeit
Mit Amitabh Bachchan, Sharmila Tagore, John Abraham, Sanjay Dutt, Anusha Dhandekar,
Prem Chopra, Sharat Saxena, Beena, Sachin Khedekar, Amitabh Dayal, Shivaji Sattam
Vertrieb: Ascot

Story
Vidhyadar (Amitabh Bachchan) und Sumitra (Sharmila Tagore) Patwardhan sind über 60 und seit vielen Jahren verheiratet. Sie führen ein einfaches Leben geprägt von Spaziergängen, kleinen Streitereien und täglichen Medikamenten: Er hat Diabetes, sie zu hohen Blutdruck. Der neu in der Nachbarschaft arbeitende Mechaniker Ali (Sanjay "ich bin 35" Dutt) treibt genau diesen mit seiner lauten Arbeit in die Höhe. Doch nachdem Sumitra ihm gehörig die Leviten gelesen hat, wird Ali ein Freund des Hauses. Da erfahren die Patwardhans, dass ihr Sohn Amar (John Abraham) sie nach zwei Jahren an seinem Geburtstag endlich mal wieder besuchen kommt. Aus London bringt er aber eine Überraschung mit: seine Geliebte Jenny (Anusha Dhandekar). Obwohl sie kaum Hindi spricht, schliessen die Eltern sie sofort ins Herz und drängen auf eine Heirat. Doch da wirft ein furchtbares Ereignis die Familie aus der Bahn ...
Review
Der Film ist aber tatsächlich schwer zu besprechen ohne Spoiler, denn das, was ihn wirklich ausmacht, passiert erst in der Mitte. Zuvor sehen wir Amitabh Bachchan und Sharmila Tagore ein amüsantes Leben eines Paares über 60 führen.. Wer also gänzlich "unbefleckt" an den Film herangehen will, sollte jetzt sofort aufhören zu lesen.

Was in der Hälfte passiert, deuten viele Kritiker an, und eben, man muss fast, um seriös über "Viruddh" berichten zu können. Amar beobachtet, wie der Sohn des Chief Minister eine Frau erschiesst, die dieser geschwängert hatte. Aman greift beherzt ein und wird im Kampf erschossen. Der Minister bringt die Polizei dazu, falsche Täter zu erschiessen und Amar als Drogenhändler zu diskreditieren, worauf Vidhya einen Kampf gegen die Justiz aufnimmt. Diese zweite Filmhälfte unterscheidet sich demnach gravierend von der ersten. Es gibt Momente, die machen enorm wütend - Regisseur Mahesh Manjrekar schafft dies in seinen besten Filmen immer wieder gut. Er zeigt die Hilflosigkeit von Menschen gegenüber der Maschinerie der Macht. Hier ebenso. Diese Wut steigert sich in den darauf folgenden Gerichtsverhandlungen.

Dass sich dies in einen Rachefilm entlädt, drängt sich beinahe auf. Doch "Viruddh" ist kein hundskommuner Vergeltungs-Reisser. Deswegen hat ihn wohl auch ein übereifriger Zuschauer bei imdb als Remake von "In the Bedroom" taxiert. Vielmehr zeigt Manjrekar mit starken Szenen, was der Tod des Sohnes auslöst und in welcher absoluten Verzweiflung der Vater handelt. Die Szene, die am allerbesten sein Leid zeigt, ist jene, in der er weinend im Park sitzt und versucht, seine alte Lachtherapie wieder aufzunehmen. Das Lachen mit schmerzverzerrtem Gesicht gehört zu den stärksten Sequenzen in Amitabhs Karriere.

Überhaupt spielt er einmal mehr famos. 2005 ist sein Jahr und hier balanciert er geschickt die anfängliche Komik der Familienidylle mit der Verzweiflung der zweiten Filmhälfte. Mit Co-Star Sharmila Tagore harmoniert er auf einer borstigen Ebene. Es fehlt die vertraute Intimität von Hema Malini in Baghban, dafür sehen wir ein Paar, das durch lebenslange Freundschaft gelernt hat, sich anzupöbeln und sich trotzdem zu lieben. Sharmila in einer Hauptrolle zu sehen, ist jedenfalls wunderbar. Ihren Sohn hätte der echte Sprössling Saif Ali Khan spielen sollen, dem sie übrigens in manchen Einstellungen extrem ähnelt (siehe Bild 3). Doch er musste aus Termingründen aussteigen, worauf John Abraham einsprang. Der agiert souverän und die potentiell lachhaften Szenen, in denen er quasi als Geist den Film weiter kommentiert, meistert er gut.

Die Debütantin Anusha Dhandekar spielt seine Frau noch etwas unsicher, aber mit Sympathie. Sanjay Dutt bräuchte es für den Plot nicht, aber sein ruppiger Alibhai ist eine Freude. Kleinere nutzlose Rollen gehen u.a. an Prem Chopra, Tom Alter und Sharat Saxena, kleinere Rollen mit Bravour absolvieren indes Sachin Khedekar (als gewissensgeplagter Cop) und Shivaji Satam.

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Beitrag #22 - erstellt: 08. Februar 2009
Sisiilay(2005)



...was Frauen wollen!
Mit Tabu, Bhoomika Chawla, Rya Sen, Rahul Bose, Celina Jaitley, Divya Dutta
Jimmy Shergill, Ashmit Patel, Kay Kay Menon, Shahrukh Khan
Vertrieb: Sunfilm

Story
Zia Rao (Bhoomika Chawla) ist eine gefeierte Bollywood-Schauspielerin. Doch im Privatleben läuft es nicht gerade gut: Der von ihr geliebte Neil Kashyap (Rahul Bose) hat sie anscheinend nur des Ruhmes wegen verführt und macht sich nun an Diya (Diya Dutta) heran. Der Telefonrezeptionistin Anooshka Verma (Riya Sen) hat ebenso wenig Glück in der Liebe: Sie merkt nicht, dass ihr Bürokollege Tarun (Jimmy Shergill) sie liebt und verfällt dem Macho Nikhil Rai (Ashmit Patel). Doch der ist nur auf Sex aus (. Dritte Dame im Leidenstrio ist Rehana Ahmedbhoy (Tabu). Die Schöne hat den zuvor bereits einmal verheirateten Anwar (Kay Kay) geehelicht und sieht sich nun mit dessen Affären konfrontiert - neustes Opfer: Die hübsche Preeti (Celina Jaitley). Derweil hat sich Anwars Sohn aus erster Ehe, Inayal (Karan Panthaky), in seine Stiefmutter verliebt
Review
Was für ein Murks. Es ist offensichtlich, dass der ehemalige Filmkritiker und spätere Regisseur (Fiza, Tehzeeb) Khalid Mohamed mit "Silsiilay" ein feministisches Statement abgeben will, doch sein dreiteiliges Episodenstück ist so schulmeisterlich, langweilig und zerfahren, dass es sein Ziel komplett verfehlt. Richtig übel nehme ich Mohamed aber, dass er Indiens Vorzeige-Kameramann Santosh Sivan derart verschwendet. Es dominieren bis auf ein paar nette Kompositionen und Song-Sequenzen öde Innenräume und uncharakteristische Shots. Das hätte jeder abfilmen können, von Sivans Talent ist nur selten etwas zu sehen.

Überhaupt wirkt der Film lustlos. Sein zweifellos engagiertes Thema ist verpackt in eine sperrige Struktur, in eine schwache Verknüpfung der Episoden in schicksalshafter Mani Ratnam-Manier - bloss ohne dessen Kraft. Die Musik enttäuscht, die Darsteller bleiben unter ihrem Niveau. Nur einer scheint Spass zu haben: Shahrukh Khan. Er waltet als Zeremonienmeister und gleichsam als griechischer Chor, der die Episoden einleitet und kommentiert. Khan bringt seine Dialoge mit Charme vor und erlaubt sich ein paar Insider-Witze im Stile von "we all have dreams - sometimes, they are unlimited" in Anspielung auf seine Produktionsgesellschaft. Ein paar Witzchen da, ein Tänzchen dort, und schon hat King Khan das Publikum auf seiner Seite. Andererseits torpediert er die Tragik der Episoden. Als er etwa meint, Tabus Figur sei depressiv und oft allein, macht er dazu eine abwertend amüsierte Bewegung und unterwandert die durchaus ernst gemeinte Botschaft.

Und was ist denn das für eine? Erst einmal: Männer sind Schweine. Diese doch etwas unreflektierte Aussage ist aus den Ereignissen deutlich herauszulesen. Aber was der Sache leider nicht hilft, ist, dass die Frauen nicht wirklich besser sind. Entweder sind sie naiv oder dumm. Nur Tabus Figur kann einem halbwegs leid tun. So richtig indes auch wieder nicht, weil man das Gefühl hat, ihr Stiefsohn wäre eine passende Alternative. Der Film unternimmt freilich nichts in diese Richtung, aber doch komplett abschreiben will man diese Beziehung nicht. Und deshalb leidet Tabu nur einmal richtig: Als sie Mother India anschaut. Das kann ja wohl kaum eine tiefschürfende gesellschaftliche Botschaft sein, oder?

"Silsiilay" ist schlicht und einfach zu zerfahren, um sein Anliegen an den Mann und die Frau zu bringen. Die Episoden haben keine Power, ihre Verknüpfung ist lasch. Da hat Mohamed bei seinen letzten Streifen definitiv bessere Arbeit geleistet. Die Akteure können indes nur wenig dafür: Tabu ist souverän wie immer, der bereits erwähnte Shahrukh Khan markiert lässig den Erzähler, die von mir nie richtig gemochte Bjoomika Chawla (Tere Naam) bleibt annehmbar, Riya Sen (Jhankaar Beats) ebenso schön wie verletzlich. Celina Jaitley darf einmal mehr ihre Kurven präsentieren, Divya Dutta (Veer-Zaara) bleibt blass, ebenso der talentierte Rahul Bose (Mr. and Mrs. Iyer). Jimmy Shergill, Ashmit Patel und Kay Kay haben als Klischee-Kerle eher wenig zu tun, Newcomer Karan hat in seinem undankbaren Part trotzdem das Zeug zum Teenie-Liebling.

Kombiniert man dieses durchzogene Fazit mit schnell vergessenen Musikstücken und der frustrierend uncharakteristischen Kameraarbeit ist "Silsiilay" vor allem eines: frustrierend. Es steckt viel Potenzial dahinter, viel Talent seitens der Macher und der Akteure - doch das Resultat ist des Anschauens nicht wert. Ein verkrampftes, stiefmütterliches und letztendlich auch oberflächliches Sozialstück ohne Kraft, ohne Freude und ohne grossen Unterhaltungswert. Schade.

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Beitrag #23 - erstellt: 04. März 2009
Bunny (2005)



A Powerful Boy
Telugu-Actionfilm mit Allu Arjun, Gowri Mumjal, Sarath Kumar und Prakash Raj
erhältlich in Telugu mit deutschen Untertiteln und englischen Untertiteln.
Vertrieb: CMV Laservision

Story
Die Hafenstadt Visakhapatnam am Golf von Bengalen: Die hübsche Mahalakshmi (Gowri Mumjal) besucht das College, wird aber von allen Jungs gemieden. Der Grund ist ihr steinreicher Vater Somaraju (Prakash Raj), der seine Schläger an der Schule stationiert hat. Die vermöbeln jeden, der Mahalakshmi zu nahe kommt - bis eines Tages Bunny (Allu Arjun) auftaucht. Der junge Mann verprügelt Somarajus Schergen und erobert Mahalakshmis Herz. Papa liebt seine Tochter so sehr, dass ihm nichts anderes übrig bleibt, als ihre Wahl zu akzeptieren. Doch Bunny hat ein Geheimnis, das in der Vergangenheit liegt und mit dem Tod des reichen Rangarao Bhoopathy (Sarath Kumar) in Verbindung steht.
Review
Regisseur V.V. Vinayak (Chenna Kesava Reddy) bedient sich etlicher beliebter Formeln und lässt bei der Inszenierung ebenso wie bei der Geschichte alle Innovation vermissen. Handwerklich ist seine Arbeit durchaus solide, doch wo das Gesehene nie Neues bringt, kann auch keine echte Begeisterung erwachsen. Und so liegt es an anderen Elementen des Films, für Unterhaltung zu sorgen.

Der Komponist schuf ein paar lässige Tracks, die zum Mittanzen anregen. Ausserdem setzte Vinayak sie adrett in Szene. Manche Sets sind ausgesprochen grell - ich sage immer, ein Mann beweist seine Sicherheit mit der eigenen Sexualität immer am besten im Umgang mit der Farbe Pink. Und Allu Arjun bewegt sich im leuchtend pinken Set souverän. Überhaupt tanzt er eindrücklich. Das Gezapple, und das haben etliche der jüngeren südindischen Stars so an sich, übertreibt er bisweilen, doch der Junge hat seine Moves drauf. Schauspielerisch ist er nicht übel. Seine Bubistimme will nicht ganz zum kolportierten Macho-Image passen, doch er hat Charisma. Die Fights sind kompetent choreografiert. Mir fällt immer wieder auf, dass südindische Filmemacher besser mit dem Einsatz von Martial-Arts umgehen, als ihre nördlichen Gegenstücke. Es ist nicht so, dass der Gebrauch der Seile weniger plakativ wäre und die "Opfer" nicht ebenso irr durch die Lüfte fliegen würden - aber die Telugu- und Tamil-Filmer cutten schneller und kaschieren die offensichtlichen Kampfsport-Mankos so einfach besser.

Sieht man mal vom komplett überbordenden Schluss ab, so sind die Kämpfe gelungen. Das alles geht auf Arjuns Kappe. Was ist mit den anderen Mitstreitern? Newcomerin Gowri Mumjal ist eine Enttäuschung. Ihr fehlt das gewisse Etwas und umwerfend sieht sie auch nicht gerade aus. Ihr Filmvater Prakash Raj vereint einmal mehr Comedy mit Aggression. Würde er dies nicht in etlichen Filmen machen, es wäre auch hier ein Genuss. "Super Hero" Sarath Kumar, der kurz vor der Intermission inklusive Titelkarte eingeführt wird - ein netter Service für die im Telugu-Kino nicht gar so bewanderten Zuschauer wie mich - spielt passabel. Es ist eine 08/15-Rolle und die ganze Thematisierung des Polavaram Staudamms findet so beiläufig statt, dass sie für Laien konfus ist und für Kenner zu banal. Schade, da hätte Spannenderes drin gelegen.

Ebenso wie Kumar kommen in der ausgedehnten Rückblende auch zwei im Hindi-Kino bekannte Akteure vor: Mukesh Rishi und Sharat Saxena. Während letzterer Kumars Kumpel ganz gut verkörpert, spielt Rishi einmal mehr die Schurken-Rolle, die er in den letzten Jahren wohl auswendig gelernt hat. Die Comedians Raghu Babu und MS Narayana (als Rektor) sind funny und lenken nicht vom Hauptplot ab.

Und genau darum gehts letztendlich: Alles ist Staffage für Allu Arjun, dem Papa eine stolze Plattform präsentieren wollte. Solche Nachwuchsförderung kann arg in die Hose gehen, im Falle von "Bunny" ist es einfach ein unterhaltsames und kurzweiliges, aber belangloses und uninspiriertes Stück Kino geworden. Ober-Häschen Arjun empfiehlt sich für weitere Projekte und reiht sich ein in eine ganze Serie von viel versprechenden Jungstars in Südindien. Er sollte noch etwas an seiner Stimme und der Dialog-Präsentation arbeiten, dann steht Filmen wie "Eichhörnchen" oder "Murmeltier" nichts mehr im Wege.

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Beitrag #24 - erstellt: 15. September 2009
Billu Barber



Produktinformation
Darsteller: Irfan Khan, Shah Rukh Khan, Lara Dutta
Regisseur(e): Priyadarshan
Komponist: Pritam Chakraborty
Format: Dolby, PAL, Special Limited Edition, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Hindi (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9
Anzahl Disks: 2
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Erscheinungstermin: 11. September 2009
Produktionsjahr: 2009
Spieldauer: 132 Minuten

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Beitrag #25 - erstellt: 15. September 2009
Chaahat-Momente voller Liebe und Schmerz



Produktinformation
Darsteller: Naseeruddin Shah, Shah Rukh Khan, Pooja Bhatt
Regisseur(e): Mahesh Bhatt
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL, Special Edition, Surround Sound, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Hindi (Dolby Digital 2.0)
Bildseitenformat: 16:9
Anzahl Disks: 2
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: HMH Hamburger Medien Haus
Erscheinungstermin: 24. September 2009
Produktionsjahr: 1996
Spieldauer: 148 Minuten

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Produktempfehlungen


Beitrag #26 - erstellt: 26. Oktober 2009


Dil se

[UProduktinformation
Darsteller: Shah Rukh Khan, Manisha Koirala, Preity Zinta
Regisseur(e): Mani Rathnam
Komponist: A. R. Rahman
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Erscheinungstermin: 6. November 2009
Produktionsjahr: 1998
Spieldauer: 159 Minuten

VideoMarkt
Amar, Reporter beim All India Radio, berichtet gerade über die Situation des Landvolkes im Norden Indiens, als er auf einem nächtlichen Provinzbahnhof die schöne Meghna kennenlernt und sich Hals über Kopf in die Fremde verliebt. Die reagiert bald seltsam abweisend und bringt ihn gar wiederholt in Schwierigkeiten, was Amar jedoch nicht davon abhält, ihr unverdrossen nachzusteigen. Als seine Familie schließlich eine Braut für ihn findet und Meghna sich als Terroristin entpuppt, steht Amar vor der schwierigsten Entscheidung seines Lebens.

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Beitrag #27 - erstellt: 26. Oktober 2009
Raju ban Gaja Gentleman

kein bild vorhanden
Darsteller: Shah Rukh Khan, Amrita Singh, Juhi Chawla
Komponist: Jatin-Lalit
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL, Special Edition, Surround Sound, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Hindi (Dolby Digital 2.0)
Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
Anzahl Disks: 2
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: HMH Hamburger Medien Haus
Erscheinungstermin: 12. November 2009
Produktionsjahr: 1992
Spieldauer: 155 Minuten

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Beitrag #28 - erstellt: 06. November 2009
Monsun der Liebe



Produktinformation
Regisseur(e): Rituparno Gosh
Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Hindi (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Erscheinungstermin: 25. September 2009
Produktionsjahr: 2006
Spieldauer: 113 Minuten

inhalt:

Manoj und Neerja kennen sich seit Kindertagen. Doch weil die Mutter von Neerja einen besser betuchten Mann fand, durften die beiden Liebenden nicht heiraten. Jahre nach Neerjas Hochzeit besucht Manoj, gerade arbeitslos geworden, seine Jugendliebe in deren Wohnung in Kalkutta. Er verbringt einen verregneten Nachmittag bei ihr und gibt vor, ein reicher TV-Produzent zu sein, während sie versucht, die Fassade der reich verheirateten Frau aufrecht zu erhalten, obwohl sie seit Monaten nicht mehr die Miete zahlen kann.
Indisches Drama nach einer Kurzgeschichte, das als Kammerspiel um zwei ehemalige Liebende hauptsächlich an einem Ort und innerhalb eines Nachmittags spielt und über kurze Rückblenden die Vergangenheit der Protagonisten thematisiert. Die ehemalige Schönheitskönigin Aishwarya Rai und Ajay Devgan mühen sich redlich in den fürs indische Mainstream-Kino ungewöhnlich, ausgefeilten Rollen. Kein buntes, musikalisches Bollywood-Kino, sondern ein ernstes Drama (mit einer Prise Komik) samt Pointe am Schluss.

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Beitrag #29 - erstellt: 06. November 2009
Choker Bali(sandkörnchen im auge)



Produktinformation
Darsteller: Aishwarya Rai
Regisseur(e): Rituparno Ghosh
Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Hindi (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Erscheinungstermin: 30. Oktober 2009
Produktionsjahr: 2003
Spieldauer: 120 Minuten

inhalt:

Im britisch besetzten Indien im frühen 20. Jahrhundert zeigen sowohl der Medizinstudent Mahendra als auch sein bester Freund, der an Politik, Literatur und Befreiungskampf interessierte Behari, wenig Interesse an der heiratswilligen, wunderschönen und hochgebildeten Binodini. Die gibt darauf einem anderen das Ja-Wort und steht ein Jahr später als Witwe auf der untersten Sprosse der Gesellschaft. Nun heuert Binodini als Haushälterin ausgerechnet in der Villa von Mahendra an.

Als vergleichsweise fortschrittlich und feministisch feiern zuständige Fachorgane Inhalt und Frauenzeichnung dieses brillant bebilderten, zurückgenommen vorgetragenen, insgesamt jedoch auch arg betulichen und langsamen Familien- und Liebesdramas indischer Herkunft, basierend auf dem südlich des Äquators wohl recht populären Roman von Rabindranath Tagore. Nicht der übliche, knallbunte Sanges- und Tanzkrawall, und deshalb mal ein Tipp aus Indien auch für Leute, die sonst mit Bollywood weniger anfangen können.

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Beitrag #30 - erstellt: 06. November 2009
Luck by Chance



Dieser Film wird am 4. Dezember 2009 erscheinen.

Darsteller: Zoya Akhtar, Hrithik Roshan, Konkona Sen Sharma, Rishi Kapoor
Regisseur(e): Zoya Akhtar
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Hindi (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Erscheinungstermin: 4. Dezember 2009
Produktionsjahr: 2008
Spieldauer: 156 Minuten

inhalt:

Vikram und Sona sind zwei talentierte Jungschauspieler, die an den Filmsets von Bombay ihr Glück suchen. Auf ihrem steinigen Weg nach oben finden sie zueinander und erleben die harte Willkür des Filmgeschäfts: Während Sona von ihrem Manager eiskalt fallen gelassen wird, erobert Vikram nicht nur die Herzen der gealterten Filmdiva Neena Walia und ihrer Tochter, dem Jungstarlet Nikki, sondern auch die Rolle seines Lebens - Produzentenurgestein Rommy Rolly setzt ihn für den ausgefallenen Superstar Zaffar Khan ein. Voller Elan und Ehrgeiz nutzt Vikram die Gunst der Stunde und verliert dabei aus den Augen, was einst so wichtig war

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Beitrag #31 - erstellt: 06. November 2009
Bei Anruf Liebe



Dieser film wird am 19. November 2009 erscheinen.

Produktinformation
Darsteller: Jesse Metcalfe, Larry Miller, Sara Foster
Regisseur(e): James Dodson
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Ascot Elite Home Entertainment
Erscheinungstermin: 19. November 2009
Produktionsjahr: 2008
Spieldauer: 101 Minuten

Pria sitzt in einem von Indien operierenden internationalen Telefonserviceunternehmen am heißen Draht und tritt auf diese Weise in fernmündlichen Kontakt mit dem charmant wirkenden amerikanischen Jungunternehmer Granger. Bevor Pria nun einen von den Eltern ausgewählten Superstoffel freien soll ("Das ist meine Mutter. Sie kann dir viel beibringen."), gönnt sie sich ein Abenteuer und reist nach San Francisco, um dem König Kunden eine Amerikanerin vorzuspielen. Denn eine solche zu sein, hat sie ihm am Telefon vorgeschwindelt.

Die Tendenz, Callcenter für Kunden in Europa und Amerika nach Indien auszulagern, führt zu neuartigen Verwicklungsmöglichkeiten, die von Machern romantischer Komödien in Orient wie Okzident gern aufgegriffen werden. In diesem Zusammenprall der Kulturen à la Bollywood zieht es den indischen Jungstar Shriya in die USA und hin zu "Desperate Housewives"-Beefcake Jesse Metcalf. Sehr charmante Mischung aus "Slumdog Millionär" und einer gängigen Fish-out-of-Water-Komödie mit romantischem Einschlag, die man jederzeit empfehlen kann. Eine runde Sache.

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Beitrag #32 - erstellt: 06. November 2009
Bachna ae Haseeno



Produktinformation
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Hindi (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Erscheinungstermin: 13. März 2009
Produktionsjahr: 2008
Spieldauer: 152 Minuten

Windhund Raj findet die große Liebe, und zwar gleich dreimal. Beim Urlaub in Europa verliebt er sich in die hübsche Mahi und verspricht ihr das Blaue vom Himmel, nur um sich daheim und in neuem beruflichen Umfeld prompt dem nächsten heißen Sari zuzuwenden. Doch auch Radhika hofft vergeblich, dass Raj sie heiratet. Für immer behalten möchte dieser erst die Taxifahrerin Gayatri, in die er sich beim Besuch in Sydney Hals über Kopf verliebt. Doch diesmal dreht die Dame den Spieß um.

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Beitrag #33 - erstellt: 22. Januar 2010
Luck by Chance



Produktinformation
Darsteller: Farhan Akhtar
Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Hindi (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Erscheinungstermin: 4. Dezember 2009
Produktionsjahr: 2009
Spieldauer: 156 Minuten

In Mumbai, dem Hollywood Indiens, sind die jungen Schauspieler Vikram und Sona auf der Suche nach ihren ersten Rollen, um sich ihren Traum von der großen Bollywood-Karriere zu erfüllen. Doch die Realität hinter den Kulissen sieht gar nicht mehr so funkelnd aus und es ist sehr schwer, in der Hektik und Schnelllebigkeit des Alltagsgeschäfts zu einer Rolle zu kommen. Da erhalten die beiden die Chance, eine Liebesgeschichte auf der Leinwand darzustellen, die sich sodann parallel zu ihrer realen Beziehung abspielt.

Regisseur Zoya Akhtar gewährt einen Einblick in das Alltagsgeschehen der Traumfabrik Bollywood, die auch das genaue Gegenteil der schillernden Leinwandgeschehnisse bedeuten kann. Dennoch geht der Filmemacher erfrischend an das Thema heran und unterstreicht erneut die charakteristische Aussage des Bollywood-Kinos, dass alles möglich ist und Träume sich erfüllen können. Die Hauptrolle übernahm Farhan Akhtar, der bei "Luck By Chance" ebenfalls als Produzent hinter den Kulissen stand.

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