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Moksha

Inhalt

Der aus einer sehr reichen Familie stammende Vikram Sehgal (Arjun Rampal) ist angehender Anwalt. Er arbeitet bereits in einer Kanzlei und ist soweit zufrieden mit seinem Leben, bis eine ärmere Frau um Hilfe für ihren unschuldigen Sohn bittet. Erst in dieser Situation bemerkt er, wie mit weniger bemittelten Leuten, die um Rechtsbeistand bitten, umgegangen wird. Denn sein Chef lehnt ab, dass Vikram den Fall übernimmt, weil die Frau arm ist. Unzufrieden mit dieser Situation beschliesst er, dagegen etwas zu unternehmen. D.h. er möchte eine Kanzlei für Arme gründen. Er lernt Ritika (Manisha Koirala) kennen und verliebt sich in sie. Sie möchte ihn bei seinen Plänen unterstützen. Alle ihre Vorhaben zur legalen Geldbeschaffung (vom Vater bekommt er nichts) für das Projekt scheitern jedoch und Vikram beschliesst, um sein Ziel zu erreichen, eine Bank zu überfallen.

Kritik

Es wäre zu sagen, dass der Inhalt des Filmes bzw. die Story um die es vermeintlich geht, nicht ungedingt neu oder weltbewegend ist. An einem modernen Helden für die Armen hat es noch nie in Geschichten und Filmen gemangelt. Wenn man genauer hinsieht (und sich nicht vom Filmbeschrieb abschrecken lässt), geht es zum grossen Teil im Film gar nicht darum, den Armen kostenlosen Rechtsbeistand zu ermöglichen, sondern um Vertrauen und Verrat. Darum, Vikrams Lebensziel (was zugegeben gähnend langweilig wäre, wenns *nur *um das gehen würde) ist nicht das Faszinierende an dem Film, sondern der Zwiespalt in dem sich die Figur Vikram befindet, nachdem er bestimmte Dinge getan hat (tun will oder wird) und mit diesen nicht umzugehen weiss. Und die Art und Weise, wie der wohl schlimmste Teil in Vikrams Leben erzählt wurde, hat mich doch gefesselt.

Ein Wechselspiel zwischen schwarz-weiss Bildern in denen man nur Vikram zu sehen bekommt, soll einem die Gegenwart zeigen, zudem er in farbigen Bildern quasi die Vergangenheit und seine Beziehung zu Ritika erzählt. Zuweilen mag man meinen, dass das verwirren kännte (und viele Zuschauer wird es vermutlich auch stören oder sie werden diese Szenen überflüssig finden). Wenn man jedoch genau aufpasst, weiss man, was wie wo wann passiert oder bereits passiert ist.

Zu seinem Traum, den Armen zu helfen, kommt hinzu, dass er überhaupt nicht damit klar kommt, dass die Beziehung zu Ritika gescheitert ist (weil sie von seinem Banküberfallplan nicht gerade begeistert ist), zumal beide sich geschworen haben, immer zueinander zu stehen und sich nie zu verraten. Und so benimmt sich Vikram auch mehr und mehr merkwürdiger. Ich muss sagen, dass Arjun das wirklich gut gemeistert hat. Vikrams innerer Kampf mit sich selbst wird immer schwerer (man fragt sich natürlich immer wieder, was er denn nun hat und/oder was passiert ist, dass er wieder irgendwo sitzt und vor sich hin starrt oder eine harte Mimik auf seinem Gesicht trägt, die einem zuweilen Angst und Schrecken einjagt - besonders bei einer Szene mit Ritikas Freundin, die in einem Restaurant spielt und er die bittere Wahrheit über etwas erfährt, mit dem er überhaupt nicht gerechnet hatte).

Man nimmt Arjun seine Rolle sogar ab. Er spielt das sehr glaubwürdig. Obwohl man in seinen anderen Filmen immer meint, dass er mehr bringen könnte, behaupte ich von seinem Debüt in Moksha (ist zwar nicht der erste Film, der von ihm veröffentlicht wurde, aber Moksha ist der erste, den er gedreht hat), dass es das Beste ist bzw. war, was er je gemacht hat. Anfängerglück? Ich weiss es nicht genau, muss aber fast so sein, weil er mich in keinem nachfolgenden Film so überzeugt hat wie in diesem hier. Über sein Aussehen muss ich nicht viel sagen, das war wie oft einfach umwerfend. Nicht umsonst sind zwei meiner Lieblingsbilder von ihm aus diesem Film.

Über die Musik lasse ich mich nicht aus, die gefällt mir jetzt nicht wirklich, ausser den instrumentalen Sequenzen, die ab und an eingespielt werden. Düster zwar, aber passend zu den jeweiligen Szenen.

Etwas lang gezogen wirkt die Gerichtsszene gegen Schluss. Dennoch ist gerade diese sehr wichtig für den Film, weil da viele offene Fragen noch erklärt, geklärt bzw. gezeigt werden und das Puzzle endgültig zusammengefügt wird. Aber sie hätte durchaus kürzer sein bzw. man hätte sich aufs Wesentliche konzentrieren können.

Das Ende war auch sehr gut. Herbeigeführt wie auch umgesetzt. Besonders die Szene kurz vor Schluss gefällt mir, wo die schwarz-weiss Bilder und die Farbigen ineinander übergehen. Sehr gelungen. Und die Schlusssequenz hat mich auch schwer beeindruckt, da sie Bezug zu einer Szene am Anfang nimmt.

Arjun ist hier zwar was fürs Auge, aber es ist absolut keine typische Bollywood-Romance mit Happy End. Thriller ist für diesen Film auch die falsche Bezeichnung, zumindest in meinen Augen. Ich finde, dass er in die Kategorie Drama am Besten passt. Ich würde sagen, entweder man passt bei dem Film bereits in den ersten paar Minuten gänzlich, weil man absolut nicht weiss, warum er so anfängt wie er anfängt oder man schaltet einfach ein, lässt es auf sich zukommen und wird im Grunde beeindruckt von den Einstellungen und der Umsetzung sein, besonders jedoch vom Schauspiel von Arjun.

Daten & Fakten

  • Produktion von: 2001
  • Regie: Ashok Mehta
  • Musik: Rajesh Roshan, Salim Merchant
  • Lyrics: Javed Akhtar

Darsteller

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